Stadtnachrichten Pfullendorf
Für Australien muss Samuel Hürden meistern
Von unserer Mitarbeiterin Anthia Schmitt
Das Visum hat Samuel Götz aus Otterswang bereits und das Flugticket auch. Am 1. September fliegt er von Frankfurt über Dubai nach Sydney. Dort arbeitet er gegen Kost und Logis im Hostel „Travellers Rest“, einer Art Jugendherberge, in der junge Rucksackreisende aus aller Welt für sehr wenig Geld Bett und Betreuung erhalten. Sein Job dort ist vielseitig, er reicht von Hausmeisterarbeiten, über kochen und putzen bis hin zu Projekten und Veranstaltungen, die er mit den jungen Gästen unternimmt. Nach sechs Monaten wechselt das Hostel, die Arbeit im benachbarten „Great Aussie Backpackers“ bleibt die gleiche.
So jedenfalls hat Samuel es vom „Internationalen Bund“, einem renommierten und international anerkannten Freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, der allein in Deutschland rund 700 Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Migranten- und Behindertenhilfe unterhält, erfahren.
Aufmerksam auf den „Internationalen Bund“ (IB) wurde der 20-Jährige, der soeben sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Sigmaringen abgelegt hat, durch das Internet. Er suchte eine Alternative zum Zivildienst und hatte den Wunsch für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Ein sozialer Dienst sollte es sein, Arbeit in einem Projekt, das anderen Jugendlichen hilft. Dass die Reise nun ins Hostel nach Australien geht, legte der IB fest. Im Mai erhielt Götz die Zusag. Es hätte aber auch ein anderer Kontinent, ein anderes Land, eine andere Aufgabe sein können.
In vier Seminaren in Fulda ist Samuel auf seinen Einsatz vorbereitet worden. Das Geld für den Flug und für das, was er über Kost und Logis hinaus in Australien benötigt, hat er sich mit einem Ferienjob bei Geberit verdient. Was er jetzt noch erfüllen muss, ist eine Bedingung, die der IB stellt, um die Ernsthaftigkeit und den Einsatzwillen der Bewerber auf die Probe zu stellen:
Samuel muss 3000 Euro aufbringen und braucht Sponsoren, die nicht aus dem unmittelbaren familiären Umfeld kommen dürfen. Es reicht also nicht, wenn Mutter Luitgard und Vater Karl die Sparkonten plündern, um die erforderliche Summe aufzubringen. Fremde Unterstützer benötigt Samuel, die bereit sind, ihn mit kleineren oder größeren Geldbeträgen in seinem Vorhaben zu bestärken und ihm so die Teilnahme am Projekt ermöglichen. Als Gegenleistung berichtet er allen Sponsoren mindestens vierteljährlich in einer Rundmail von seiner Arbeit und den Erfahrungen, die er in Australien macht.
Samuels Eltern sind übrigens völlig damit einverstanden, dass ihr Sohn für ein ganzes Jahr am anderen Ende der Welt arbeitet. „Ich verstehe seine Entscheidung voll und ganz und es ist wichtig, dass die jungen Leute in die Welt hinausgehen“, sagt Mutter Luitgard, die als Jugendliche selbst gern ins Ausland gegangen wäre, wenn es damals für sie die Möglichkeit gegeben hätte.
Samuel, der während des Jahres aus Kostengründen keinen Heimaturlaub geplant, erhofft sich neben vielen interessanten Erlebnissen von seinem Australienaufenthalt die Perfektion seiner Englischkenntnisse und Erfahrungen, die ihm später auch im Beruf nützen.
Info: Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann mit Samuel Götz unter Telefon 0163/6 97 74 90 oder per eMail: samuel.goetz@gmx.de Kontakt aufnehmen. Finanzielle Unterstützung ist auf dem Konto 70 082 004 bei der Volksbank Meßkirch (BLZ 693 620 32) willkommen.
(Erschienen: 19.07.2010 19:30)
Von unserer Mitarbeiterin Anthia Schmitt
Das Visum hat Samuel Götz aus Otterswang bereits und das Flugticket auch. Am 1. September fliegt er von Frankfurt über Dubai nach Sydney. Dort arbeitet er gegen Kost und Logis im Hostel „Travellers Rest“, einer Art Jugendherberge, in der junge Rucksackreisende aus aller Welt für sehr wenig Geld Bett und Betreuung erhalten. Sein Job dort ist vielseitig, er reicht von Hausmeisterarbeiten, über kochen und putzen bis hin zu Projekten und Veranstaltungen, die er mit den jungen Gästen unternimmt. Nach sechs Monaten wechselt das Hostel, die Arbeit im benachbarten „Great Aussie Backpackers“ bleibt die gleiche.
So jedenfalls hat Samuel es vom „Internationalen Bund“, einem renommierten und international anerkannten Freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, der allein in Deutschland rund 700 Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Migranten- und Behindertenhilfe unterhält, erfahren.
Aufmerksam auf den „Internationalen Bund“ (IB) wurde der 20-Jährige, der soeben sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Sigmaringen abgelegt hat, durch das Internet. Er suchte eine Alternative zum Zivildienst und hatte den Wunsch für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Ein sozialer Dienst sollte es sein, Arbeit in einem Projekt, das anderen Jugendlichen hilft. Dass die Reise nun ins Hostel nach Australien geht, legte der IB fest. Im Mai erhielt Götz die Zusag. Es hätte aber auch ein anderer Kontinent, ein anderes Land, eine andere Aufgabe sein können.
In vier Seminaren in Fulda ist Samuel auf seinen Einsatz vorbereitet worden. Das Geld für den Flug und für das, was er über Kost und Logis hinaus in Australien benötigt, hat er sich mit einem Ferienjob bei Geberit verdient. Was er jetzt noch erfüllen muss, ist eine Bedingung, die der IB stellt, um die Ernsthaftigkeit und den Einsatzwillen der Bewerber auf die Probe zu stellen:
Samuel muss 3000 Euro aufbringen und braucht Sponsoren, die nicht aus dem unmittelbaren familiären Umfeld kommen dürfen. Es reicht also nicht, wenn Mutter Luitgard und Vater Karl die Sparkonten plündern, um die erforderliche Summe aufzubringen. Fremde Unterstützer benötigt Samuel, die bereit sind, ihn mit kleineren oder größeren Geldbeträgen in seinem Vorhaben zu bestärken und ihm so die Teilnahme am Projekt ermöglichen. Als Gegenleistung berichtet er allen Sponsoren mindestens vierteljährlich in einer Rundmail von seiner Arbeit und den Erfahrungen, die er in Australien macht.
Samuels Eltern sind übrigens völlig damit einverstanden, dass ihr Sohn für ein ganzes Jahr am anderen Ende der Welt arbeitet. „Ich verstehe seine Entscheidung voll und ganz und es ist wichtig, dass die jungen Leute in die Welt hinausgehen“, sagt Mutter Luitgard, die als Jugendliche selbst gern ins Ausland gegangen wäre, wenn es damals für sie die Möglichkeit gegeben hätte.
Samuel, der während des Jahres aus Kostengründen keinen Heimaturlaub geplant, erhofft sich neben vielen interessanten Erlebnissen von seinem Australienaufenthalt die Perfektion seiner Englischkenntnisse und Erfahrungen, die ihm später auch im Beruf nützen.
Info: Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann mit Samuel Götz unter Telefon 0163/6 97 74 90 oder per eMail: samuel.goetz@gmx.de Kontakt aufnehmen. Finanzielle Unterstützung ist auf dem Konto 70 082 004 bei der Volksbank Meßkirch (BLZ 693 620 32) willkommen.
(Erschienen: 19.07.2010 19:30)

































