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Der Konzern brennt lichterloh

Mit fast 10 000 Unterschriften haben die Menschen in der Region ihre Solidarität mit den Beschäftigten von Alno ausgedrückt. Sie werden die Unterstützung weiter brauchen. Denn an der Konzernspitze glänzt wenig Kompetenz.

Von unserem Redakteur   Volker Knab

Fast 10 000 Menschen aus der Region haben mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Firma Alno ausgedrückt. Das ist eine beachtliche Zahl und zeigt, das Schicksal der Beschäftigten in der Traditionsfirma ist der Bevölkerung nicht egal. Dass zur Übergabe vor dem Werkstor Alno-Chef Jörg Deisel vom schönen Düsseldorf aus nicht anreist, braucht allerdings nicht wundern. Ein Manager, dessen Kreativität nur darin besteht, mit einer Massenentlassung ausgerechnet am Markenstandort einem angeschlagenen Konzern ein wenig Luft zu verschaffen, besitzt sichtlich wenig Kompetenz. Mit Arroganz und rigider Härte lässt sich das überspielen und Kapitalgeber beeindrucken, die endlich Geld sehen wollen. Die Rechnung wird für Letztere nicht aufgehen, dem fast 60-jährigen Manager Deisel dagegen dürfte die Fahrt an die Wand dagegen noch vergoldet werden. „Der Konzern brennt lichterloh“, hatte Deisels Rechtsanwalt Jörg Eickhoff vor dem Ulmer Arbeitsgericht ausgeführt, um eine Einigungsstelle einrichten zu können. Jetzt geht der Wahnsinnsweg aber weiter. Preiserhöhungen sorgen für Auftragszurückhaltung bisheriger Großkunden. Aber vielleicht geht auf der Kapitalseite im Aufsichtsrat entscheidenden Leuten ja noch ein Licht auf. Den Beschäftigten bleibt nur für ihre Interessen zu kämpfen.

(Erschienen: 05.03.2010 12:15)

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