Stadtnachrichten Pfullendorf
Spannung geht anders

Trotzdem war (auch) Witz dabei. Der neue Ankläger vor dem Gericht, Oliver Ritter, spielte seine Rolle gut. Seine Anklageschrift, die auf eine peinliche Begebenheit der örtlichen CDU anspielte, hatte Witz. Das Thema Stuttgart 21: „Mit roher Kraft wurden riesige Nägel in die Bäume getrieben, damit die Plakate von Stuttgart 21 auch sicher hängen blieben“ – aber nicht in Stuttgart, sondern in Pfullendorf. „Ihm reicht es nicht, dass in Stuttgarts Schlosspark Bäume sterben, es bringt nach Pfullendorf auch das Verderben“.
Weiter geht’s im Schurkenstück: „Der schwarze Roland und seine Bande, sind für Pfullendorf ’ne Schande“. Letztlich sollte er dann doch nicht dafür büßen. Der glücklose Roland tritt danach in Ketten mit roter Kappe auf.
Die an sich – gut gereimte Verteidigungsrede – ist aber mit bedruckten drei Seiten viel zu lang. Brucker liest vom Blatt ab. Dabei geht der eigentlich wohlfeile Reim zugrunde – in der mit Wortwitz eigentlich sauber auf die Anklageschrift gekontert wurde.
Mit einem Schoko-Goldtaler-Säckchen versehen warf Brucker sie dann den Pressevertretern entgegen. Zunftmeister Michael Seelmann-Eggebert nahm vor der Verurteilung die Verteidigungsrede Bruckers auseinander. Dann stürmten plötzlich schwarze Spießgesellen die Bühne. Hänsele traten als Häscher auf. Das reinste Chaos. Dann erfolgte die Verurteilung mit dem bekannten Strecken. Beim Film würde man sagen:
Prädikat: ausbaufähig – aber die Längen unbedingt kürzen.
(Aktualisiert: 10.02.2013 18:56)

Trotzdem war (auch) Witz dabei. Der neue Ankläger vor dem Gericht, Oliver Ritter, spielte seine Rolle gut. Seine Anklageschrift, die auf eine peinliche Begebenheit der örtlichen CDU anspielte, hatte Witz. Das Thema Stuttgart 21: „Mit roher Kraft wurden riesige Nägel in die Bäume getrieben, damit die Plakate von Stuttgart 21 auch sicher hängen blieben“ – aber nicht in Stuttgart, sondern in Pfullendorf. „Ihm reicht es nicht, dass in Stuttgarts Schlosspark Bäume sterben, es bringt nach Pfullendorf auch das Verderben“.
Weiter geht’s im Schurkenstück: „Der schwarze Roland und seine Bande, sind für Pfullendorf ’ne Schande“. Letztlich sollte er dann doch nicht dafür büßen. Der glücklose Roland tritt danach in Ketten mit roter Kappe auf.
Die an sich – gut gereimte Verteidigungsrede – ist aber mit bedruckten drei Seiten viel zu lang. Brucker liest vom Blatt ab. Dabei geht der eigentlich wohlfeile Reim zugrunde – in der mit Wortwitz eigentlich sauber auf die Anklageschrift gekontert wurde.
Mit einem Schoko-Goldtaler-Säckchen versehen warf Brucker sie dann den Pressevertretern entgegen. Zunftmeister Michael Seelmann-Eggebert nahm vor der Verurteilung die Verteidigungsrede Bruckers auseinander. Dann stürmten plötzlich schwarze Spießgesellen die Bühne. Hänsele traten als Häscher auf. Das reinste Chaos. Dann erfolgte die Verurteilung mit dem bekannten Strecken. Beim Film würde man sagen:
Prädikat: ausbaufähig – aber die Längen unbedingt kürzen.
(Aktualisiert: 10.02.2013 18:56)


































