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Fundkatzen landen jetzt im Tierheim

Das Katzenasyl des Tierschutzvereins wird umzugsbedingt aufgelöst
Fundkatzen landen jetzt im Tierheim
Fundkatzen landen jetzt im Tierheim

Von Anthia Schmitt

Pfullendorf Es sind die Tierarztkosten, die dem Tierschutzverein nach wie vor zu schaffen machen. Über 6600 Euro überwies Kassenwart Manfred Haaß im vergangenen Jahr an die Veterinärmediziner in der Region. Weitere 348 Euro ließ sich der Verein die Katzenauffangstation kosten und der Tierschutzverband kassierte seinen Anteil in Höhe von 764 Euro. Ein Glück, dass die unermüdlichen Aktiven des Tierschutzvereins Wind und Wetter trotzten und bei strömendem Regen mit Schupfnudeln und Tombola auf dem Weihnachtsmarkt ausharrten. Rund 1400 Euro flossen durch dieses Engagement in die Vereinskasse. Dazu kamen Spenden in Höhe von 3300 Euro und die Beiträge der aktuell 140 Mitglieder, so dass die Kasse am Ende doch noch ein winziges Plus auswies. Allerdings: Durch ein Versehen wurden im vergangenen Jahr fünf Euro zuviel pro Mitglied eingezogen, die, wer will, nun wieder zurückfordern kann, so dass sich die Sache mit dem kleinen Überschuss schnell erledigt haben dürfte.

Im Vorfeld berichtete Ilona Breitsamer bei der Hauptversammlung in Vertretung der erkrankten Vorsitzenden Angelika Mentolo von zahlreichen Einsätzen, die hauptsächlich „jede Menge Katzen“ betrafen, in der Regel zugelaufene oder ausgesetzte Katzen, die ins Katzenasyl aufgenommen und weitervermittelt wurden. „Wir können keine Katzen mehr aufnehmen“, informierte Breitsamer, dass das Katzenasyl im September umzugsbedingt geschlossen wurde und Fundkatzen nun an das Tierheim überstellt werden. Was die stellvertretende Vorsitzende besonders irritierte: Eine etwa zwei bis drei Jahre alte, bei Maria Schray zugelaufene, sehr wertvolle Birma-Katze, die sogar ein Halsband trug, wurde trotz Hinweisen in der Presse nicht von ihrem Besitzer abgeholt. Hasen und Wellensittichen sowie ausgesetzten und verwahrlosten Hunden galt die weitere Aufmerksamkeit der Tierschützer, wobei Breitsamer insbesondere heftige Kritik an dem aktuellen Trend der Chihuahua äußerte: „Es ist offensichtlich gerade Mode, diese kleinen Hunde mit über die Grenzen zu bringen. Dabei werden die Tiere meist unter üblen Bedingungen gezüchtet und sind häufig krank.“

Deutliche Worte fand auch Tierärztin Dr. Ursula Fischer, die im Verein das Amt der Schriftführerin inne hat. „Der Hund wird als infektiöser Mitbewohner dargestellt, das ärgert mich“, verwies sie auf regelmäßige Warnungen, wonach Hundekot auf Feldern eine Gefahr für das Tierfutter und damit für die menschliche Nahrung darstellt. Haushunde seien entwurmt und geimpft und erhielten abgekochtes und hervorragend zubereitetes Futter. Anders sei es bei Füchsen, Rehen, Vögeln, Katzen oder Hofhunden. Diese Tiere seien auf den Feldern unterwegs und würden nicht gegen Krankheit versorgt, aber davon spreche keiner.

(Erschienen: 07.02.2012 13:15)

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