Stadtnachrichten Pfullendorf
Eisige Kälte dämpft Kraft des Salzes
![Ab vier Uhr morgens im Einsatz: Ein Räumfahrzeug befreit den Marktplatz vom Schnee. Die Temperatur sank gestern Morgen auf zweistellige Minuswerte. (Foto: [Montage] David Köndgen) Ab vier Uhr morgens im Einsatz: Ein Räumfahrzeug befreit den Marktplatz vom Schnee. Die Temperatur sank gestern Morgen auf zweistellige Minuswerte.](/cms_media/module_img/997/498948_1_articlegross_B82811834Z.1_20120203110441_000_GGUNPEL7.2_0.jpg)
Beschwerden gibt es nahezu jeden Winter, teilte Stadtbaumeister Otto Poppenmaier am Donnerstag auf SZ-Anfrage mit. Wegen der Kälte hat der städtische Räumdienst derzeit mit verschneiten Straßen zu kämpfen. Um vier Uhr geht es jeden Morgen los. Bauhofleiter Klaus Hötz beurteilt die Situation und trägt die Fahrzeuge im Streu- und Räumplan ein. Je nach Schneefall oder Glätte gilt: Entweder räumen die Fahrzeuge nur oder sie räumen und streuen.
Ein Großteil der Schneeräumer stammt vom Bauhof selbst. „Gerade für die umliegenden Gemeinden haben wir aber zusätzlich private Räumer engagiert“, sagt Poppenmaier. Vier an der Zahl. Alle externen Mitarbeiter räumen allerdings nur, das Streuen hingegen obliegt dem Bauhof. Priorität haben alle Steilstrecken in der Stadt und die wichtigsten Straßen. „In Wohngebieten streuen wir nur im Extremfall“, sagt Poppenmaier. Und ergänzt: „Zunächst versuchen wir alle Hauptstraßen freizuräumen und abzusalzen“. Und sogar über den Marktplatz fuhr am Morgen ein Räumfahrzeug.
Viele Landstraßen hingegen waren auch zur Mittagszeit noch oder schon wieder tief verschneit. Autos kamen nur sehr langsam voran, das ABS setzte früh ein. Auch an steilen Stellen lag in und um Pfullendorf oft eine geschlossene Schneedecke. Hinter Bergkuppen ragten Schneeverwehungen auf die Fahrbahn.
800 Tonnen Streusalz hat die Stadt im Sommer in Ettisweiler eingelagert. Im vergangenen Winter betrug der Verbrauch 700 Tonnen. „Der Salzvorrat dürfte also nicht ausgehen“; sagt Poppenmaier. Die Kälte aber stellt ein Problem dar. „Je kälter es ist, desto weniger Wirkung hat das Salz.“ Zum Salz gebe es aber keine Alternative. Bis vor einigen Jahren verwendeten viele Städte und Gemeinden Split, der gerade bei extrem tiefen Temperaturen Vorteile brachte, aber in der Kanalisation „enorme Schäden in den Rohren“ verursachte.
(Erschienen: 03.02.2012 10:00)
![Ab vier Uhr morgens im Einsatz: Ein Räumfahrzeug befreit den Marktplatz vom Schnee. Die Temperatur sank gestern Morgen auf zweistellige Minuswerte. (Foto: [Montage] David Köndgen) Ab vier Uhr morgens im Einsatz: Ein Räumfahrzeug befreit den Marktplatz vom Schnee. Die Temperatur sank gestern Morgen auf zweistellige Minuswerte.](/cms_media/module_img/997/498948_1_articlegross_B82811834Z.1_20120203110441_000_GGUNPEL7.2_0.jpg)
Beschwerden gibt es nahezu jeden Winter, teilte Stadtbaumeister Otto Poppenmaier am Donnerstag auf SZ-Anfrage mit. Wegen der Kälte hat der städtische Räumdienst derzeit mit verschneiten Straßen zu kämpfen. Um vier Uhr geht es jeden Morgen los. Bauhofleiter Klaus Hötz beurteilt die Situation und trägt die Fahrzeuge im Streu- und Räumplan ein. Je nach Schneefall oder Glätte gilt: Entweder räumen die Fahrzeuge nur oder sie räumen und streuen.
Ein Großteil der Schneeräumer stammt vom Bauhof selbst. „Gerade für die umliegenden Gemeinden haben wir aber zusätzlich private Räumer engagiert“, sagt Poppenmaier. Vier an der Zahl. Alle externen Mitarbeiter räumen allerdings nur, das Streuen hingegen obliegt dem Bauhof. Priorität haben alle Steilstrecken in der Stadt und die wichtigsten Straßen. „In Wohngebieten streuen wir nur im Extremfall“, sagt Poppenmaier. Und ergänzt: „Zunächst versuchen wir alle Hauptstraßen freizuräumen und abzusalzen“. Und sogar über den Marktplatz fuhr am Morgen ein Räumfahrzeug.
Viele Landstraßen hingegen waren auch zur Mittagszeit noch oder schon wieder tief verschneit. Autos kamen nur sehr langsam voran, das ABS setzte früh ein. Auch an steilen Stellen lag in und um Pfullendorf oft eine geschlossene Schneedecke. Hinter Bergkuppen ragten Schneeverwehungen auf die Fahrbahn.
800 Tonnen Streusalz hat die Stadt im Sommer in Ettisweiler eingelagert. Im vergangenen Winter betrug der Verbrauch 700 Tonnen. „Der Salzvorrat dürfte also nicht ausgehen“; sagt Poppenmaier. Die Kälte aber stellt ein Problem dar. „Je kälter es ist, desto weniger Wirkung hat das Salz.“ Zum Salz gebe es aber keine Alternative. Bis vor einigen Jahren verwendeten viele Städte und Gemeinden Split, der gerade bei extrem tiefen Temperaturen Vorteile brachte, aber in der Kanalisation „enorme Schäden in den Rohren“ verursachte.
(Erschienen: 03.02.2012 10:00)

































