Pfullendorf Sport
Konstanzer A-Jugend feiert ersten Bundesliga-Heimsieg
Nicht so gegen die SG Altenheim/Ottenheim, gegen die es nach 2:28 Punkten endlich auch den ersten Heimsieg zu bejubeln gab. Und der fiel mit 40:28 auch noch derart souverän aus, dass sich alle Beteiligten verwundert die Augen rieben. „Nein, man wartet nicht darauf… Aber dass sie die kompletten 60 Minuten durchstehen und es sogar eher der Gegner war, der in sich zusammenfiel, hätte ich nicht gedacht,“ gab hernach ein entspannter Trainer Christian Korb zu.
„Ssssst“ und „bang“, so versuchte Daniel Eblen, Trainer der Konstanzer Drittliga-Mannschaft, vielleicht auch sich selbst zu erklären, warum die eigene Jugend wohl wieder als Verlierer vom Feld gehen müsste. „Ssssst macht es, wenn wir treffen. Bang, wenn die uns einen reinhauen.“ Tatsächlich hatte das fünftplatzierte Altenheim/Ottenheim mit Felix Gäßler (7 Tore) und Trainer-Sohn Adrian Fritsch (8/5) zwei überaus wurfgewaltige Hünen in ihren Reihen, die es der Konstanzer Abwehr mit einem starken Maximilian Wolf im Tor nicht eben leicht machten.
Doch als jeder erwartet hatte, dass es gegen Ende des Spiels wieder nichts zu jubeln geben sollte, war es die SG, die sich auch durch Undiszipliniertheiten (beim 31:27 durfte die HSG gegen drei gegnerische Feldspieler ihre Führung ausbauen) auf die Verliererstraße brachten. Und der erste Heimsieg im Handball-Oberhaus der A-Jugendlichen kann nach einem Blick auf den Spielberichtsbogen umso höher bewertet werden. Denn mit Patrick Muturi und Alexander Lauber (der sich am Samstag einen tiefen Cut am Auge zugezogen hat und ins Krankenhaus eingeliefert wurde) fehlten zwei Stammspieler, die in der „Zweiten“ der HSG im Landesliga-Spitzenspiel beim Tabellenführer TV Herbolzheim (30:31-Niederlage) aushalfen.
Daniel Eblen nahm den Sieg mit Wohlwollen zur Kenntnis, und ließ wissen, dass „auch der Manuel Both etwas für unsere Erste sein wird“. Ein Umstand, mit dem wiederum Christian Korb schon seit geraumer Zeit leben muss. Die Konstellation, dass die Landesliga vor der Jugend-Bundesliga und diese wiederum vor der 3. Liga gespielt wird, kommt in der Saison 2011/2012 immer wieder vor. Und auch die B-Jugendlichen, die in der Baden-Württemberg-Oberliga beheimatet sind und am vergangenen Wochenende mit 38:34 in Schutterwald triumphierten (hier traf Both fünf Mal), finden sich des Öfteren in der Liga der A-Jugendlichen wieder.
„Wir treten in einigen Partien schon mit dem neuen Kader an,“ lässt Christian Korb wissen. Und erklärt: „Ich meine damit den Kader der Jahrgänge 1994/95, der die Qualifikation für die kommende Bundesliga-Spielzeit schaffen soll. Wobei die Jahrgänge 1995/96 noch stärker einzuschätzen sind.“ Korb verteidigt dabei ein weiteres Mal das Vorgehen des Vereins, die höchste Liga anzupeilen, obwohl viele Spieler doppelt und dreifach belastet werden. „Da sehen wir am besten, wie die Jungs dagegenhalten, wie weit sie vom Kopf her sind. Und nachdem sie in diese fremde Welt schon mehr als reingeschnuppert haben, glauben sie immer mehr an sich. Die sehen ja, wie gut sie als B-Jugendlicher gegen den zweiten Jahrgang der A-Jugendlichen aussehen.“
Der auch gegen den B-Jugend-DM-Dritten Altenheim/Ottenheim glänzend aufgelegte 18-jährige Spielmacher Benjamin Schweda (10/5) ist Jahrgang 1994, der Überlinger kann ein weiteres Jahr A-Jugend spielen. Doch Schweda hilft zuweilen auch in der Landesliga aus, „mit unserer Zweiten wollen wir übernächste Saison Südbadenliga spielen, um einen noch besseren Unterbau für die Erste zu schaffen“, so Daniel Eblen, der auch bei Altenheim/Ottenheim genau hinschaute, um die eine oder andere Verstärkung vielleicht an den Bodensee zu lotsen. Schließlich habe auch die SG kommende Studenten in ihren Reihen.
HSG-Präsident Otto Eblen führt derweil bereits Gespräche, um den Drittliga-Kader aufzubessern. „Unsere Leute geben gute bis sehr gute Referenzen ab, derzeit gibt es relativ viele Anfragen. Es spricht sich herum, dass hier vernünftig gearbeitet wird und das Geld pünktlich kommt,“ so Otto Eblen, der aber auch sagt, dass „wir nicht in der Lage sind, Spieler nach bestimmten Positionen aussuchen zu können“. Ein Linkshänder, nicht erst nach der erneuten schweren Verletzung des Ex-Pfullendorfers David Twardon, sei aber freilich immer willkommen.
HSG: Maximilian Wolf; Manuel Both 7, William Gaus 4, Marien Condat 4, Maurice Wildoer 3, Michael Winterer 5, Benjamin Schweda 10/5, Daniel Diesendorf 6, Maximilian Schropp 1
Info: Beim Qualifikationsturnier zum Länderpokal des Jahrgangs 1995 konnte sich die Auswahlmannschaft des Südbadischen Handballverbandes zum Endrundenturnier in Rottenburg an der Fulda qualifizieren. Zwar gab es gegen Württemberg eine Niederlage, jedoch wurde Schleswig-Holstein, Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern bezwungen. Mit von der Partie waren die Konstanzer Matti Hengst, Leon Sieck, Manuel Both, Marien Condat und Maurice Wildoer. Zur DHB-Sichtung des Jahrgangs 1996 fahren Adam Soos, Matti Hengst und Leon Sieck mit der Auswahl des SHV mit.
(Erschienen: 31.01.2012 16:00)
Nicht so gegen die SG Altenheim/Ottenheim, gegen die es nach 2:28 Punkten endlich auch den ersten Heimsieg zu bejubeln gab. Und der fiel mit 40:28 auch noch derart souverän aus, dass sich alle Beteiligten verwundert die Augen rieben. „Nein, man wartet nicht darauf… Aber dass sie die kompletten 60 Minuten durchstehen und es sogar eher der Gegner war, der in sich zusammenfiel, hätte ich nicht gedacht,“ gab hernach ein entspannter Trainer Christian Korb zu.
„Ssssst“ und „bang“, so versuchte Daniel Eblen, Trainer der Konstanzer Drittliga-Mannschaft, vielleicht auch sich selbst zu erklären, warum die eigene Jugend wohl wieder als Verlierer vom Feld gehen müsste. „Ssssst macht es, wenn wir treffen. Bang, wenn die uns einen reinhauen.“ Tatsächlich hatte das fünftplatzierte Altenheim/Ottenheim mit Felix Gäßler (7 Tore) und Trainer-Sohn Adrian Fritsch (8/5) zwei überaus wurfgewaltige Hünen in ihren Reihen, die es der Konstanzer Abwehr mit einem starken Maximilian Wolf im Tor nicht eben leicht machten.
Doch als jeder erwartet hatte, dass es gegen Ende des Spiels wieder nichts zu jubeln geben sollte, war es die SG, die sich auch durch Undiszipliniertheiten (beim 31:27 durfte die HSG gegen drei gegnerische Feldspieler ihre Führung ausbauen) auf die Verliererstraße brachten. Und der erste Heimsieg im Handball-Oberhaus der A-Jugendlichen kann nach einem Blick auf den Spielberichtsbogen umso höher bewertet werden. Denn mit Patrick Muturi und Alexander Lauber (der sich am Samstag einen tiefen Cut am Auge zugezogen hat und ins Krankenhaus eingeliefert wurde) fehlten zwei Stammspieler, die in der „Zweiten“ der HSG im Landesliga-Spitzenspiel beim Tabellenführer TV Herbolzheim (30:31-Niederlage) aushalfen.
Daniel Eblen nahm den Sieg mit Wohlwollen zur Kenntnis, und ließ wissen, dass „auch der Manuel Both etwas für unsere Erste sein wird“. Ein Umstand, mit dem wiederum Christian Korb schon seit geraumer Zeit leben muss. Die Konstellation, dass die Landesliga vor der Jugend-Bundesliga und diese wiederum vor der 3. Liga gespielt wird, kommt in der Saison 2011/2012 immer wieder vor. Und auch die B-Jugendlichen, die in der Baden-Württemberg-Oberliga beheimatet sind und am vergangenen Wochenende mit 38:34 in Schutterwald triumphierten (hier traf Both fünf Mal), finden sich des Öfteren in der Liga der A-Jugendlichen wieder.
„Wir treten in einigen Partien schon mit dem neuen Kader an,“ lässt Christian Korb wissen. Und erklärt: „Ich meine damit den Kader der Jahrgänge 1994/95, der die Qualifikation für die kommende Bundesliga-Spielzeit schaffen soll. Wobei die Jahrgänge 1995/96 noch stärker einzuschätzen sind.“ Korb verteidigt dabei ein weiteres Mal das Vorgehen des Vereins, die höchste Liga anzupeilen, obwohl viele Spieler doppelt und dreifach belastet werden. „Da sehen wir am besten, wie die Jungs dagegenhalten, wie weit sie vom Kopf her sind. Und nachdem sie in diese fremde Welt schon mehr als reingeschnuppert haben, glauben sie immer mehr an sich. Die sehen ja, wie gut sie als B-Jugendlicher gegen den zweiten Jahrgang der A-Jugendlichen aussehen.“
Der auch gegen den B-Jugend-DM-Dritten Altenheim/Ottenheim glänzend aufgelegte 18-jährige Spielmacher Benjamin Schweda (10/5) ist Jahrgang 1994, der Überlinger kann ein weiteres Jahr A-Jugend spielen. Doch Schweda hilft zuweilen auch in der Landesliga aus, „mit unserer Zweiten wollen wir übernächste Saison Südbadenliga spielen, um einen noch besseren Unterbau für die Erste zu schaffen“, so Daniel Eblen, der auch bei Altenheim/Ottenheim genau hinschaute, um die eine oder andere Verstärkung vielleicht an den Bodensee zu lotsen. Schließlich habe auch die SG kommende Studenten in ihren Reihen.
HSG-Präsident Otto Eblen führt derweil bereits Gespräche, um den Drittliga-Kader aufzubessern. „Unsere Leute geben gute bis sehr gute Referenzen ab, derzeit gibt es relativ viele Anfragen. Es spricht sich herum, dass hier vernünftig gearbeitet wird und das Geld pünktlich kommt,“ so Otto Eblen, der aber auch sagt, dass „wir nicht in der Lage sind, Spieler nach bestimmten Positionen aussuchen zu können“. Ein Linkshänder, nicht erst nach der erneuten schweren Verletzung des Ex-Pfullendorfers David Twardon, sei aber freilich immer willkommen.
HSG: Maximilian Wolf; Manuel Both 7, William Gaus 4, Marien Condat 4, Maurice Wildoer 3, Michael Winterer 5, Benjamin Schweda 10/5, Daniel Diesendorf 6, Maximilian Schropp 1
Info: Beim Qualifikationsturnier zum Länderpokal des Jahrgangs 1995 konnte sich die Auswahlmannschaft des Südbadischen Handballverbandes zum Endrundenturnier in Rottenburg an der Fulda qualifizieren. Zwar gab es gegen Württemberg eine Niederlage, jedoch wurde Schleswig-Holstein, Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern bezwungen. Mit von der Partie waren die Konstanzer Matti Hengst, Leon Sieck, Manuel Both, Marien Condat und Maurice Wildoer. Zur DHB-Sichtung des Jahrgangs 1996 fahren Adam Soos, Matti Hengst und Leon Sieck mit der Auswahl des SHV mit.
(Erschienen: 31.01.2012 16:00)

































