Nachrichten Ostrach
Jugendliche entdecken Möglichkeiten

Bürgermeister Christoph Schulz nutzte die Gelegenheit, um dem HGV zu danken: „Schön, dass sich so viele Betriebe bereit erklärt haben, hier mitzumachen.“ Der in Ostrach ansässige Kreishandwerksmeister Sigmund Bauknecht wandte sich an die anwesenden Jugendlichen. Gleichgültig, welchen Schulabschluss die Jugendlichen eines Tages vorweisen würden, so sei gewiss, dass sie im Handwerk höchst begehrt sein würden. „Das heißt aber nicht, dass wir jede Note akzeptieren“, mahnte Bauknecht. In Zeiten, in denen die Betriebe oft eine mangelnde Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen und fehlende Motivation beklagten, seien ordentliche Noten in den zentralen Fächern ein absolutes Muss. „Der gute Schulabschluss ist die Voraussetzung für eine Ausbildung und für den entsprechenden beruflichen Aufstieg“. Bauknecht verwies auf innovative und vielseitige Arbeitsplätze, die krisensicher und gut bezahlt seien und zudem eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten böten.
Klaus Strobel, der Vorsitzende des HGV, erklärte den Gästen das Ziel dieser Börse: „Uns liegt es am Herzen, die Branchen aus Ostrach vorzustellen und den Jugendlichen mit ihren Eltern eine einfache Kontaktaufnahme mit den Inhabern und Chefs der jeweiligen Betriebe zu ermöglichen.“ Strobel betonte, dass es sich bei den ausstellenden Betrieben nur um einen Ausschnitt dessen handle, was Ostrach alles zu bieten habe. Mit der Börse solle heuer und künftig eine Plattform geschaffen werden, auf der alle Ostracher Betriebe genannt werden.
Nun durften die Schüler ans Werk. In vier verschiedenen Räumen fand im 30-Minuten Takt eine Präsentation des jeweiligen Handwerkbereichs statt. Auszubildende informierten über ihren derzeitigen Ausbildungsstand und stellten sich, ebenso wie ihre Chefs, den Fragen der Jugendlichen. Die Resonanz bei den jungen Leuten war durchweg positiv, wenngleich mit unterschiedlicher Erkenntnis.
Madlen Knorr hatte sich im kaufmännischen Bereich umgesehen und konnte für sich feststellen, dass sie keine Ausbildung bei der Bank machen möchte. „Aber im Kaufmännischen möchte ich auf jeden Fall etwas machen. Ich habe jetzt erfahren, was es mit der Ausbildung auf sich hat und auch, dass es nicht nur auf gute Noten ankommt, sondern auch auf den Spaß an der Arbeit und auf Kontaktfreude.“ Lisa Schewitsch sah sich in ihrem Wunsch, im psychatrischen Bereich eine Ausbildung zu machen, durchaus bestärkt. „Da war für mich jetzt nicht viel Neues dabei aber es war sehr informativ und man hat gemerkt, dass diese Frau richtig Freude an ihrer Arbeit hat. Immerhin habe ich erfahren, dass man dort doch mehr verdient, als ich erwartet hatte.“
Auch die begleitenden Lehrkräfte Annika Viellieber und Verena Hennig waren zufrieden mit der Resonanz und damit, dass gleich beim ersten Mal so viele gekommen waren.
Auch Klaus Strobel war sehr angetan von der guten Resonanz dieses Abends.
Ein wenig schade war, dass die vielen Jugendlichen nicht alle von ihren Eltern begleitet wurden. Diese nämlich stellen einen wichtigen Entscheidungsträger innerhalb der Familie dar. Genau hier schließt sich für Klaus Strobel wieder der Kreis. „Wenn der Familienbund wieder mehr gestärkt wäre und die Kinder in ihren Familien wieder eine größere Akzeptanz erfahren würden, hätten wir wieder mehr starke Jugendliche, die ganz sicher wieder ausbildungsfähig und motiviert sind.“
(Erschienen: 03.02.2012 10:50)

Bürgermeister Christoph Schulz nutzte die Gelegenheit, um dem HGV zu danken: „Schön, dass sich so viele Betriebe bereit erklärt haben, hier mitzumachen.“ Der in Ostrach ansässige Kreishandwerksmeister Sigmund Bauknecht wandte sich an die anwesenden Jugendlichen. Gleichgültig, welchen Schulabschluss die Jugendlichen eines Tages vorweisen würden, so sei gewiss, dass sie im Handwerk höchst begehrt sein würden. „Das heißt aber nicht, dass wir jede Note akzeptieren“, mahnte Bauknecht. In Zeiten, in denen die Betriebe oft eine mangelnde Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen und fehlende Motivation beklagten, seien ordentliche Noten in den zentralen Fächern ein absolutes Muss. „Der gute Schulabschluss ist die Voraussetzung für eine Ausbildung und für den entsprechenden beruflichen Aufstieg“. Bauknecht verwies auf innovative und vielseitige Arbeitsplätze, die krisensicher und gut bezahlt seien und zudem eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten böten.
Klaus Strobel, der Vorsitzende des HGV, erklärte den Gästen das Ziel dieser Börse: „Uns liegt es am Herzen, die Branchen aus Ostrach vorzustellen und den Jugendlichen mit ihren Eltern eine einfache Kontaktaufnahme mit den Inhabern und Chefs der jeweiligen Betriebe zu ermöglichen.“ Strobel betonte, dass es sich bei den ausstellenden Betrieben nur um einen Ausschnitt dessen handle, was Ostrach alles zu bieten habe. Mit der Börse solle heuer und künftig eine Plattform geschaffen werden, auf der alle Ostracher Betriebe genannt werden.
Nun durften die Schüler ans Werk. In vier verschiedenen Räumen fand im 30-Minuten Takt eine Präsentation des jeweiligen Handwerkbereichs statt. Auszubildende informierten über ihren derzeitigen Ausbildungsstand und stellten sich, ebenso wie ihre Chefs, den Fragen der Jugendlichen. Die Resonanz bei den jungen Leuten war durchweg positiv, wenngleich mit unterschiedlicher Erkenntnis.
Madlen Knorr hatte sich im kaufmännischen Bereich umgesehen und konnte für sich feststellen, dass sie keine Ausbildung bei der Bank machen möchte. „Aber im Kaufmännischen möchte ich auf jeden Fall etwas machen. Ich habe jetzt erfahren, was es mit der Ausbildung auf sich hat und auch, dass es nicht nur auf gute Noten ankommt, sondern auch auf den Spaß an der Arbeit und auf Kontaktfreude.“ Lisa Schewitsch sah sich in ihrem Wunsch, im psychatrischen Bereich eine Ausbildung zu machen, durchaus bestärkt. „Da war für mich jetzt nicht viel Neues dabei aber es war sehr informativ und man hat gemerkt, dass diese Frau richtig Freude an ihrer Arbeit hat. Immerhin habe ich erfahren, dass man dort doch mehr verdient, als ich erwartet hatte.“
Auch die begleitenden Lehrkräfte Annika Viellieber und Verena Hennig waren zufrieden mit der Resonanz und damit, dass gleich beim ersten Mal so viele gekommen waren.
Auch Klaus Strobel war sehr angetan von der guten Resonanz dieses Abends.
Ein wenig schade war, dass die vielen Jugendlichen nicht alle von ihren Eltern begleitet wurden. Diese nämlich stellen einen wichtigen Entscheidungsträger innerhalb der Familie dar. Genau hier schließt sich für Klaus Strobel wieder der Kreis. „Wenn der Familienbund wieder mehr gestärkt wäre und die Kinder in ihren Familien wieder eine größere Akzeptanz erfahren würden, hätten wir wieder mehr starke Jugendliche, die ganz sicher wieder ausbildungsfähig und motiviert sind.“
(Erschienen: 03.02.2012 10:50)

































