Stadtnachrichten Meßkirch
Das Schweizer Militär kocht Hörnli mit Hackfleisch
Von unserer Mitarbeiterin Susanne Grimm
Trotz schlechten Wetters strömten gestern die Besucher in Scharen in das so genannte „Lager Heuberg“, der älteste Teil der Stettener Kasernenanlage. Entsprechend viel war geboten, wobei die um die Mittagszeit veranstaltete historische Militärparade ein echtes Highlight war. Gemäß der 100-jährigen Geschichte des Truppenübungsplatzes und chronologisch sortiert hatten die Veranstalter eine Parade längs durch das ganze Kasernengelände organisiert. Angeführt durch eine original ausgerüstete Fußtruppe aus dem Beginn des 20. Jahrhundert und begleitet von zeitgenössischen Krankenschwestern, folgte im Zug die 1972 aufgelöste imposante Schweizer Kavallerieschwadron mit über 80 Pferden. Privatpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Reitertruppe möglichst lange und originalgetreu zu erhalten, um Militärgeschichte lebendig nachvollziehbar zu machen.
Schlusslicht Leopard
Dazu hatten die Schweizer ein Zeltlager im Lager Heuberg in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Pferdeställe aufgeschlagen. In der Feldküche bereitete man „echte schweizerische Feldkost“ zu, serviert in originalem Feldgeschirr-Blechnapf.
Diese lebendige Militärhistorie stieß bei den Besuchern auf so viel Begeisterung, dass es die Schweizer nicht fassen konnten: „Wir haben hier soviel Herzlichkeit, Wärme und Freundlichkeit erfahren, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte“, sagte ein alter Feldkoch, der „Hörnli mit Hackfleisch“ zubereitete. „Da muss ich erst 70 Jahre alt werden, um das zu erleben!“ Auch das Schweizer Fernsehen war mit einem Kamerateam dabei. Den Reitern folgten im Zug Militärfahrzeuge verschiedener Epochen und Nationen, wobei der moderne Kampfpanzer Leopard das Schlusslicht bildete.
Den ganzen Tag über umringten Zuschauerpulks Vorführungen verschiedener Einheiten. Da wurden Großbrände von der Truppenübungsplatzfeuerwehr bekämpft, technische Hilfeleistungen gezeigt, Kampfmittelbeseitigung demonstriert und die Arbeit der Spürhunde vorgeführt.
Das Bundesforstamt zeigte die Waldarbeit im Wandel der Zeit, die Feldjäger die waffenlose Selbstverteidigung und die Geländebetreuungsstelle informierte über die Ökologie des Truppenübungsplatzes. Langeweile kam auch beim Nachwuchs nicht auf, der sich neben anderem in der Fernsteuerung von Sprengstoff-Robotern versuchen konnte oder auf der Schießbahn 4 im Panzer mitfahren durfte.
(Erschienen: 17.10.2010 20:20)
Von unserer Mitarbeiterin Susanne Grimm
Trotz schlechten Wetters strömten gestern die Besucher in Scharen in das so genannte „Lager Heuberg“, der älteste Teil der Stettener Kasernenanlage. Entsprechend viel war geboten, wobei die um die Mittagszeit veranstaltete historische Militärparade ein echtes Highlight war. Gemäß der 100-jährigen Geschichte des Truppenübungsplatzes und chronologisch sortiert hatten die Veranstalter eine Parade längs durch das ganze Kasernengelände organisiert. Angeführt durch eine original ausgerüstete Fußtruppe aus dem Beginn des 20. Jahrhundert und begleitet von zeitgenössischen Krankenschwestern, folgte im Zug die 1972 aufgelöste imposante Schweizer Kavallerieschwadron mit über 80 Pferden. Privatpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Reitertruppe möglichst lange und originalgetreu zu erhalten, um Militärgeschichte lebendig nachvollziehbar zu machen.
Schlusslicht Leopard
Dazu hatten die Schweizer ein Zeltlager im Lager Heuberg in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Pferdeställe aufgeschlagen. In der Feldküche bereitete man „echte schweizerische Feldkost“ zu, serviert in originalem Feldgeschirr-Blechnapf.
Diese lebendige Militärhistorie stieß bei den Besuchern auf so viel Begeisterung, dass es die Schweizer nicht fassen konnten: „Wir haben hier soviel Herzlichkeit, Wärme und Freundlichkeit erfahren, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte“, sagte ein alter Feldkoch, der „Hörnli mit Hackfleisch“ zubereitete. „Da muss ich erst 70 Jahre alt werden, um das zu erleben!“ Auch das Schweizer Fernsehen war mit einem Kamerateam dabei. Den Reitern folgten im Zug Militärfahrzeuge verschiedener Epochen und Nationen, wobei der moderne Kampfpanzer Leopard das Schlusslicht bildete.
Den ganzen Tag über umringten Zuschauerpulks Vorführungen verschiedener Einheiten. Da wurden Großbrände von der Truppenübungsplatzfeuerwehr bekämpft, technische Hilfeleistungen gezeigt, Kampfmittelbeseitigung demonstriert und die Arbeit der Spürhunde vorgeführt.
Das Bundesforstamt zeigte die Waldarbeit im Wandel der Zeit, die Feldjäger die waffenlose Selbstverteidigung und die Geländebetreuungsstelle informierte über die Ökologie des Truppenübungsplatzes. Langeweile kam auch beim Nachwuchs nicht auf, der sich neben anderem in der Fernsteuerung von Sprengstoff-Robotern versuchen konnte oder auf der Schießbahn 4 im Panzer mitfahren durfte.
(Erschienen: 17.10.2010 20:20)


































