Stadtnachrichten Meßkirch
Ministerium sagt Ja zur Klosterstadt

„Mit der Klosterstadt verfolgt die Stadt Meßkirch eine Projektidee, die zweifellos eine spannende Aufgabe, aber ebenso auch eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Dadurch wird einer breiten Öffentlichkeit praxisnah historisches Erbe des Landes vermittelt“, sagte der zuständige Minister Alexander Bonde gestern in Stuttgart. Gleichzeitig sollen Arbeitsplätze geschaffen und die Attraktivität der Region auch für die im Raum Meßkirch lebenden Menschen gestärkt werden, ergänzte er. „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Mit dem Bau der Klosterstadt kann begonnen werden“, sagte Geurten, der sich erst einmal einen Schluck Champagner genehmigen wollte. Für den 62-Jährigen, den anfangs viele Meßkircher wegen seiner Idee, eine Klosterstadt aus dem neunten Jahrhundert nur mit Ochsen und Muskelkraft nachzubauen, für einen Spinner hielten, sei es eine Genugtuung, dass die politische Entscheidung pro Klosterstadt getroffen wurde. „Eigentlich ist es ganz zügig gegangen“, so Geurten.
Etwas nervös geworden
Karolingische Klosterstadt
Nur in den vergangenen Wochen, als er täglich auf die frohe Botschaft aus Stuttgart wartete, wurde der Initiator etwas nervöser. Er sei aber immer optimistisch gewesen, dass es mit dem Projekt klappe. Auch Bürgermeister Arne Zwick wurde auf die Geduldsprobe gestellt, hatte aber nie das Gefühl „auf das Abstellgleis gestellt zu werden“. Im Gegenteil: „Wir haben gemerkt, dass sich das Ministerium intensiv damit beschäftigt und stets bemüht war, das Projekt zu einem positiven Ende zu bringen. Die Rückmeldungen waren aber durchweg positiv“, so Zwick.
Warum sich das Ministerium dennoch Zeit ließ: „Die Auswirkungen auf die gesamte Raumschaft mussten wegen der Besonderheit des Projekts, vor allem im Hinblick auf die 40-jährige Laufzeit, geprüft sowie Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden“, sagte Bonde. Die Prüfung der Bewilligung als Leitprojekt habe sich als schwierig erwiesen. Ein Leitprojekt ist innovativ und hebt sich in seiner Bedeutung für die Region deutlich von anderen Projekten ab. „Diese Charakteristika sind bei der karolingischen Klosterstadt gegeben“, so Bonde.
Für Bert M. Geurten und die Meßkircher Stadtverwaltung geht die Arbeit jetzt aber erst richtig los. Denn am 2. April 2012 soll die Baustelle erstmals betreten und am 1. Juli die ersten Besucher empfangen werden. Geurten führt nun in den nächsten Wochen und Monaten Gespräche mit Bewerbern, die auf der Baustelle arbeiten wollen. Rund 20 Handwerker – Schreiner, Schmiede oder Steinmetze – sollen Anfang Juli ausschließlich mit Methoden und Mittlen des neunten Jahrhunderts starten und so Tausende von Besuchern auf die Baustelle locken. „Wir hoffen doch sehr, dass dadurch der Tourismus gefördert und beflügelt wird, und die heimische Gastronomie davon profitiert“, so Zwick.
Für den erleicherten Schultes und seine Mitarbeiter der Vrwaltung geht es nun darum, in den nächsten Wochen und Monaten die Auflagen zu erfüllen. Bebauungsplanverfahren, Raumordnungsverfahren, Waldumwandlungsgenehmigung – die deutsche gründliche Bürokratie lässt grüßen. Und damit auch der Stadtrat über die neuesten Entwicklungen und Vorhaben ausreichend informiert ist, gibt es am Dienstag, 27. September, eine Sondersitzung zur Klosterstadt. Denn der Stadtrat muss das Projekt noch genehmigen.
(Erschienen: 16.09.2011 17:25)

„Mit der Klosterstadt verfolgt die Stadt Meßkirch eine Projektidee, die zweifellos eine spannende Aufgabe, aber ebenso auch eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Dadurch wird einer breiten Öffentlichkeit praxisnah historisches Erbe des Landes vermittelt“, sagte der zuständige Minister Alexander Bonde gestern in Stuttgart. Gleichzeitig sollen Arbeitsplätze geschaffen und die Attraktivität der Region auch für die im Raum Meßkirch lebenden Menschen gestärkt werden, ergänzte er. „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Mit dem Bau der Klosterstadt kann begonnen werden“, sagte Geurten, der sich erst einmal einen Schluck Champagner genehmigen wollte. Für den 62-Jährigen, den anfangs viele Meßkircher wegen seiner Idee, eine Klosterstadt aus dem neunten Jahrhundert nur mit Ochsen und Muskelkraft nachzubauen, für einen Spinner hielten, sei es eine Genugtuung, dass die politische Entscheidung pro Klosterstadt getroffen wurde. „Eigentlich ist es ganz zügig gegangen“, so Geurten.
Etwas nervös geworden
Karolingische Klosterstadt
Nur in den vergangenen Wochen, als er täglich auf die frohe Botschaft aus Stuttgart wartete, wurde der Initiator etwas nervöser. Er sei aber immer optimistisch gewesen, dass es mit dem Projekt klappe. Auch Bürgermeister Arne Zwick wurde auf die Geduldsprobe gestellt, hatte aber nie das Gefühl „auf das Abstellgleis gestellt zu werden“. Im Gegenteil: „Wir haben gemerkt, dass sich das Ministerium intensiv damit beschäftigt und stets bemüht war, das Projekt zu einem positiven Ende zu bringen. Die Rückmeldungen waren aber durchweg positiv“, so Zwick.
Warum sich das Ministerium dennoch Zeit ließ: „Die Auswirkungen auf die gesamte Raumschaft mussten wegen der Besonderheit des Projekts, vor allem im Hinblick auf die 40-jährige Laufzeit, geprüft sowie Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden“, sagte Bonde. Die Prüfung der Bewilligung als Leitprojekt habe sich als schwierig erwiesen. Ein Leitprojekt ist innovativ und hebt sich in seiner Bedeutung für die Region deutlich von anderen Projekten ab. „Diese Charakteristika sind bei der karolingischen Klosterstadt gegeben“, so Bonde.
Für Bert M. Geurten und die Meßkircher Stadtverwaltung geht die Arbeit jetzt aber erst richtig los. Denn am 2. April 2012 soll die Baustelle erstmals betreten und am 1. Juli die ersten Besucher empfangen werden. Geurten führt nun in den nächsten Wochen und Monaten Gespräche mit Bewerbern, die auf der Baustelle arbeiten wollen. Rund 20 Handwerker – Schreiner, Schmiede oder Steinmetze – sollen Anfang Juli ausschließlich mit Methoden und Mittlen des neunten Jahrhunderts starten und so Tausende von Besuchern auf die Baustelle locken. „Wir hoffen doch sehr, dass dadurch der Tourismus gefördert und beflügelt wird, und die heimische Gastronomie davon profitiert“, so Zwick.
Für den erleicherten Schultes und seine Mitarbeiter der Vrwaltung geht es nun darum, in den nächsten Wochen und Monaten die Auflagen zu erfüllen. Bebauungsplanverfahren, Raumordnungsverfahren, Waldumwandlungsgenehmigung – die deutsche gründliche Bürokratie lässt grüßen. Und damit auch der Stadtrat über die neuesten Entwicklungen und Vorhaben ausreichend informiert ist, gibt es am Dienstag, 27. September, eine Sondersitzung zur Klosterstadt. Denn der Stadtrat muss das Projekt noch genehmigen.
(Erschienen: 16.09.2011 17:25)

































