Rund um Meßkirch
Die „Kultur des Hörens“ ist seit 20 Jahren erfolgreich

„In vielen Gesprächen mit Menschen aus Führungsetagen hatte ich gehört, dass sie dieselben Sorgen, denselben Alltag haben“, sagte Bruder Jakobus, der Jura, Philosophie und Theologie studiert hat, in seiner Ansprache im Festsaal. So sei ihm die Idee gekommen, im Kloster die Akademie für Wirtschaftsethik zu gründen, um mit Referenten den Führungsleuten in diesem spirituellen Umfeld Perspektiven zu öffnen.
„An diesem Wochenende geht es immer darum, einander gut zuzuhören und den Mut zu entwickeln, sich ganz prononciert über Probleme zu äußern“, sagte Bruder Jakobus. Der Tag wird nach dem Benediktinischen Rhythmus gestaltet, das Gebet in der Kirche unterbricht regelmäßig Vorträge und Diskussionen. „Dies ist ganz wichtig. Es soll ja hier kein Marathon stattfinden, sondern eine Art Besinnung.“
In diesem Jahr geht es um „die Einsamkeit an der Spitze“
In den vergangenen 20 Jahren hat Bruder Jakobus den Teilnehmern viele interessante Themen geboten, sei es unter dem Titel „Demografischer Wandel und Generationenkonflikt – Was ist machbar, was menschlich, was gerecht?“, sei es „Der 14-Stunden-Tag – zwischen Arbeitsfreude und Burnout“ oder „Der Unternehmer – Mensch in Verantwortung und Entscheidung“.
In diesem Jahr heißt das Thema: „Die Einsamkeit an der Spitze.“ Zu den Referaten kommt immer ein spiritueller Impuls hinzu. „In diesem Jahr wird Pater Stephan Petzold über die Einsamkeit Gottes reden“, kündigte Bruder Jakobus an.
Erzabt Tutilo Burger war bei der kleinen Feier dabei und freute sich über den kontinuierlichen Erfolg der Akademie. „Die Kultur des Hörens ist ein wichtiger Bestandteil dieses Seminars“, sagte Erzabt Tutilo, der seit 1997 die kaufmännische Leitung des Klosters innehat und weiß, was es bedeutet, ein Unternehmen zu leiten. „Was dem Unternehmer und den Führungsleuten droht, ist, den Kontakt zur inneren Stimme zu verlieren, die uns sagt, was gut und was schlecht ist“, sagte Erzabt Tutilo.
Seit vier Jahren leitet Unternehmensberaterin Petra Sonne-Neubacher gemeinsam mit Bruder Jakobus die Akademie für Wirtschaftsethik. Künftig werde sich Sonne-Neubacher noch stärker einbringen, kündigte Bruder Jakobus an. Er will nach 20 Jahren wieder ein wenig kürzer treten.
(Erschienen: 20.11.2011 19:30)

„In vielen Gesprächen mit Menschen aus Führungsetagen hatte ich gehört, dass sie dieselben Sorgen, denselben Alltag haben“, sagte Bruder Jakobus, der Jura, Philosophie und Theologie studiert hat, in seiner Ansprache im Festsaal. So sei ihm die Idee gekommen, im Kloster die Akademie für Wirtschaftsethik zu gründen, um mit Referenten den Führungsleuten in diesem spirituellen Umfeld Perspektiven zu öffnen.
„An diesem Wochenende geht es immer darum, einander gut zuzuhören und den Mut zu entwickeln, sich ganz prononciert über Probleme zu äußern“, sagte Bruder Jakobus. Der Tag wird nach dem Benediktinischen Rhythmus gestaltet, das Gebet in der Kirche unterbricht regelmäßig Vorträge und Diskussionen. „Dies ist ganz wichtig. Es soll ja hier kein Marathon stattfinden, sondern eine Art Besinnung.“
In diesem Jahr geht es um „die Einsamkeit an der Spitze“
In den vergangenen 20 Jahren hat Bruder Jakobus den Teilnehmern viele interessante Themen geboten, sei es unter dem Titel „Demografischer Wandel und Generationenkonflikt – Was ist machbar, was menschlich, was gerecht?“, sei es „Der 14-Stunden-Tag – zwischen Arbeitsfreude und Burnout“ oder „Der Unternehmer – Mensch in Verantwortung und Entscheidung“.
In diesem Jahr heißt das Thema: „Die Einsamkeit an der Spitze.“ Zu den Referaten kommt immer ein spiritueller Impuls hinzu. „In diesem Jahr wird Pater Stephan Petzold über die Einsamkeit Gottes reden“, kündigte Bruder Jakobus an.
Erzabt Tutilo Burger war bei der kleinen Feier dabei und freute sich über den kontinuierlichen Erfolg der Akademie. „Die Kultur des Hörens ist ein wichtiger Bestandteil dieses Seminars“, sagte Erzabt Tutilo, der seit 1997 die kaufmännische Leitung des Klosters innehat und weiß, was es bedeutet, ein Unternehmen zu leiten. „Was dem Unternehmer und den Führungsleuten droht, ist, den Kontakt zur inneren Stimme zu verlieren, die uns sagt, was gut und was schlecht ist“, sagte Erzabt Tutilo.
Seit vier Jahren leitet Unternehmensberaterin Petra Sonne-Neubacher gemeinsam mit Bruder Jakobus die Akademie für Wirtschaftsethik. Künftig werde sich Sonne-Neubacher noch stärker einbringen, kündigte Bruder Jakobus an. Er will nach 20 Jahren wieder ein wenig kürzer treten.
(Erschienen: 20.11.2011 19:30)

































