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Verband ehrt Hans Lindner und Otto Kremers

Das sind die Stützen des Vereins (v.l.): Vertrauensmann Hans Lindner, Schriftführer Eugen Gutknecht, 2. Vors. und Naturschutzwar
Das sind die Stützen des Vereins (v.l.): Vertrauensmann Hans Lindner, Schriftführer Eugen Gutknecht, 2. Vors. und Naturschutzwar

Mit dem Ehrenschild des Schwäbischen Albvereins SAV geehrt worden sind Hans Lindner und Otto Kremers. Die Auszeichnung von Vertrauensmann Hans Lindner und seines Stellvertreters Otto Kremers mit dem Ehrenschild des Albvereins durch Gauobmann Claus Bayer aus Sigmaringendorf war der überraschende Höhepunkt der Hauptversammlung.

Von unserem Mitarbeiter Kurt Kugler  

Der Ortsverband Scheer ehrte Siegfried Uhl und Werner Schiller für 40 und die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Jürgen Wild, für 60 Jahre Mitgliedschaft mit Urkunden. Aus den Tätigkeitsberichten wurde deutlich, dass die Ortsgruppe ihre vielfältigen Aufgaben in den Bereichen Naturschutz, Pflege der Wanderwege und die Durchführung geführter Wanderungen mit Sorgfalt wahrgenommen hat. Die unermüdlichen Bemühungen der OG um gepflegte Wanderwege rund um Scheer verbessere nicht nur die Infrastruktur, sie entlaste auch den Haushalt der Stadt, betonte Bürgermeister Jürgen Wild.

Mit der Begrüßung verband Vertrauensmann Hans Lindner den Dank an die Mitglieder und die treuen Helfer, welche den Verein das ganze Jahr über unterstützen. Besonders lobte er seinen Stellvertreter Otto Kremers, der immer zur Stelle sei, wenn er gebraucht werde.

Wie groß und vielseitig die Aktivitäten in der Ortsgruppe Scheer gewesen sind, kam im Protokoll von Schriftführer Eugen Gutknecht deutlich zum Ausdruck. Was ein Verein mit weniger als 60 Mitgliedern zustande bringe, könne sich durchaus sehen lassen, das zeige auch die gute Beteiligung an den Wanderungen.

Wie jedem Kassier tun auch Heinz Weckerle die immens hohen Verbandsabgaben weh, doch im gleichen Atemzug rechtfertigte er diese Kosten mit enormen Gegenleitungen, die der Dachverband seinen Mitgliedern anbiete. Mit dem, was von den Mitgliedsbeiträgen übrig bleibe und dem Zuschuss der Stadt könne sich die OG finanziell über Wasser halten. Dem langjährigen Kassier Heinz Weckerle bescheinigte Kassenprüfer Bernhard Ströbele eine tadellose Buchführung.

Für den entschuldigten Wanderwart Hans Schallenberger trug Heinz Weckerle auch diesen Bericht vor. An 19 Wanderungen hätten 365 Mitglieder teilgenommen, dies entspreche einem Durchschnitt von 19 Teilnehmern pro Wanderung. Die Wanderstrecke habe 162 km betragen und mit dem Fahrrad seien zusätzlich noch 56 km zurückgelegt worden. Besonders beliebt seien die Halbtageswanderungen, doch auch die 4 Tageswanderungen und eine Radwanderung seien gut angenommen worden. Mit den Wanderfreunden aus Wolfegg, dem Schwarzwaldverein und der OG Mengen seien interessante Gemeinschaftswanderungen durchgeführt worden.

Neben umfangreichen Naturschutzarbeiten am Egelsee, in den Wäldern rund um Scheer und an den Wanderwegen habe die OG Scheer zahlreiche Veranstaltungen der Naturschutzbehörde besucht, gab Naturschutzwart Otto Kremers bekannt. Besonders erwähnte er die interessante Busfahrt unter dem Motto: „Naturkundliches und historisches auf dem Truppenübungsplatz Münsingen“, an der die Vorstandschaft geschlossen teilgenommen und nachhaltige Eindrücke mitgenommen habe. Mit dem Herrichten und der Ausschilderung des neu genehmigten Wanderweges von der Donaubrücke entlang der Donau bis zum Sportplatz sei ein lange gehegter Wunsch vieler Wanderfreunde auch aus den Nachbargemeinden in Erfüllung gegangen. Begeistert seien viele Wanderer von der Orchideenwanderung im oberen Donautal bei Friedingen gewesen, vor allem von der kaum erwarteten Artenvielfalt und Schönheit dieser herrlichen Blume. Zum Schluss seines Berichtes nannte Otto Kremers die Pflanzen und Tiere des Jahres 2010 und als er als Vogel des Jahres den „Kormoran“ nannte, ging ein Schmunzeln durch die Reihen.

Im Bericht von Wegewart Hans Lindner nahmen die Kontrollen an bestehenden Wanderwegen, die Erneuerung und Restaurierung von Hinweisschildern, die Anlegung und Markierung neuer Wanderwege und Streckenpflegemaßnahmen einen breiten Raum ein. Aus dem Bericht ging aber auch hervor, wie groß der zeitliche Aufwand und die zurückgelegten km sind für ein gepflegtes Streckennetz. Nachdem er einem Restaurator über die Schulter geschaut habe, sei er zu der Überzeugung gekommen, die Lehrtafeln selber restaurieren zu können und dies sei ihm bestens gelungen. Vom Städt. Bauhof werde die OG bei größeren Vorhaben vorbildlich unterstützt.

Die Tätigkeit als Chronist sei für ihn ein schönes Hobby und seine Sammlerleidenschaft umfasse nicht nur das Vereinsleben, sondern alles, was sich in der Stadt zugetragen habe. Die gesammelten Werke stelle er der Stadt am Jahresende kostenlos zur Verfügung.

Beim Punkt „Aussprache“ regte Siegfried Uhl an, bei den Wanderungen Alternativen anzubieten, damit auch weniger geübte Wanderer teilnehmen könnten.

Für Bürgermeister Jürgen Wild ist die Ortsgruppe nicht nur wichtiger Ansprechpartner in Sachen Wanderwege und Naturschutz, es gäbe noch viele Aktivitäten, die den Stadtsäckel entlasten. Für ihn stehe es außer Frage, diese Arbeiten, wenn notwendig auch finanziell zu unterstützen. Hans Lindner dankte er für die lückenlose und übersichtlich abgeheftete Chronik, die er dem Rathaus zur Verfügung stelle. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte ohne Gegenstimme.

Gauobmann Claus Bayer aus Sigmaringendorf dankte Hans Lindner und seinen Mitarbeitern im Verein für die vielfältigen Arbeiten, die von der OG wahrgenommen werden. Das gute Verhältnis zum Gau werde auch dadurch deutlich, dass Otto Kremers das Amt des Gaunaturschutzwartes Ost übernommen und sich gleich bestens eingeführt habe. Claus Bayer erinnerte an die überregionalen Veranstaltungen des SAV und bat darum, die Termine des Gaues wahr zu nehmen. Der Gauobmann nahm auch Stellung zu den vermeintlich überhöhten Verbandsabgaben, mit seinen Ausführungen konnte er die Versammlung jedoch überzeugen, dass mit dem Geld Gegenwerte im ganzen Ländle geschaffen werden, die in großen Teilen der Natur zugute kommen. Er beglückwünschte die OG Scheer, an deren Spitze Männer stünden, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und ihre Arbeiten besonders gewissenhaft erfüllten.

Für 40-jährige Mitgliedschaft durfte Vertrauensmann Hans Lindner die Urkunde und das Ehrenzeichen an Siegfried Uhl übergeben. Für ebenfalls 40 Jahre wird Werner Schiller geehrt, der bei der Versammlung nicht anwesend sein konnte.

Die Urkunde und das Ehrenzeichen für 60 Jahre durfte Bürgermeister Jürgen Wild für die Mitgliedschaft der Stadt entgegennehmen.

Für eine Überraschung sorgte Gauobmann Claus Bayer, als er Hans Lindner und Otto Kremers mit dem Ehrenschild des Schwäbischen Albvereins auszeichnete und ihnen die dazu gehörende Anstecknadel anheftete. Claus Bayer nannte diese Auszeichnung eine seltene und hohe Auszeichnung des SAV.

Mit Anni und Josef Hiller sowie Hans und Else Lindner durften die fleißigsten Wanderer als Dank ein Präsent entgegennehmen. Für Else Lindner und Ute Kremers gab es ein Blumengebinde für ihre Verbundenheit zur Ortsgruppe und die Mithilfe bei den Aktivitäten ihrer Ehemänner. Die harmonische Hauptversammlung endete mit einem Geburtstagsständchen für Gauobmann Claus Bayer, der trotz dieses persönlichen Festtages die Ortsgruppe Scheer besucht habe.

(Erschienen: 07.02.2010 19:20)

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