Stadtnachrichten Mengen
Ein Dorf singt in den höchsten Tönen

Kräftig hat Pianist Peter Frick-Brokamp in die Tasten gegriffen und den Männerchor bei seiner Feststellung unterstützt, „wo Musik erklingt, wird Dunkelheit erhellt, geht Freude durch die Welt“. Einen besonderen Glücksfall für den Gesangverein nannte Moderator Joachim Parlow den Zuzug von Martina Stark vor zehn Jahren und die daraus resultierende Gründung des Jugend- und Kinderchores im vergangenen Jahr. Damit kündigte Parlow den Programmteil der Dorfspatzen an und in Richtung Chorraum bewegte sich ein hellgrün gekleideter Zug von etwa 20 Mädchen und ein halbes Dutzend Buben zwischen 6 und 15 Jahren. Sie bildeten einen frischen Kontrast zu den Herren gesetzteren Alters im Hintergrund. „Singen wir ein Lied zusammen“, der erste Beitrag der Jugend mit Klavierbegleitung durch Constanze Stark-Frick und die Männer durften mit „Shalalalala“, „Duadua“ und „Bambabam“ den Boden sichern. Sichtlich Freude hat den Spatzen das Singen und die dazugehörigen Gesten bereitet. Gar an die englische Sprache haben sie sich getraut mit einem Kanon und einem Gospel. Vorbereitete und vom Publikum verlangte Zugaben brachten zusätzlichen starken Beifall.
Danach hielt die Zeit der Pirsch Einzug in das frühere Gotteshaus. Es wurde zur Jagd geblasen. Im Wechsel erklangen Lieder und Signale aus den Kehlen der Sänger und den Hörnern der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Mengen. Deren Leiter und ehemaliger Rulfinger, Fritz Fischer, erklärte den Zuhörern die Ursprünge des Blasens bei der Jagd und die verwendeten Fürst-Pleß- und Parforcehörner. Auch sie, die Bläser im grünen Wams, kamen nicht ohne Zugaben davon. Mit einer festlichen Fanfare und einem Jägermarsch schloss die Bläsergruppe ihren Beitrag, ließ den Männerchor stehen und machte Platz für das Bläserquartett der Musikkapelle. Norbert Lorenz, Patrick Moll, Erwin und Julius Stark beglückten die Besucher mit drei bekannten Volksliedern auf ihren Zugposaunen. Mit ihren Klarinetten und den Sängern erlebten Karen Bentele und Christina Ott in zwei Liedern des Glücks zwar keine glückliche Stunde, wie das erste der beiden Lieder hieß, aber doch musikalisch wohlklingende Minuten. Die Backschaufel tauschte Wolfgang Neher an diesem Abend gegen die Trompete und begab sich ebenfalls ins grüne Revier. Zum Männerchor blies er souverän den Solopart der „Post im Walde“. Einem Potpourri goldener Evergreens mit Melodien der Herzen, bei dem Peter Frick-Brokamp nochmals seine flinken Finger über die Tasten des Flügels hüpfen ließ, folgten zwei Lieder von Friedrich Silcher, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt. Laut Moderator Parlow haben die Mitglieder des Schwäbischen Sängergaus dieses Gedenken zum Anlass genommen, mehrere Silcher-Konzerte abzuhalten. Wohl nicht ohne Grund hat Chorleiter Hubert Rochow Silcher’s „Entschuldigung“ gewählt. Hier spielte offensichtlich der Gedanke an die Einkehr im Vereinsheim und die entsprechend späte Heimkehr schon die Hauptrolle. „Und sitz ich in der Schenke, beim vollen Glase Wein, so denk ich Dein in Ehren, lieb Weib so hold und rein.“ Ob die Gattinnen all das abnehmen, was die Herren besangen, mag dahingestellt sein. Dem Gute-Nacht-Wunsch fügte der Männerchor als Zugabe einen Lobpreis Gottes aus Südafrika an und beschloss damit das zweistündige Konzert, in dem das ganze Dorf gesungen hat.
(Erschienen: 20.10.2010 14:45)

Kräftig hat Pianist Peter Frick-Brokamp in die Tasten gegriffen und den Männerchor bei seiner Feststellung unterstützt, „wo Musik erklingt, wird Dunkelheit erhellt, geht Freude durch die Welt“. Einen besonderen Glücksfall für den Gesangverein nannte Moderator Joachim Parlow den Zuzug von Martina Stark vor zehn Jahren und die daraus resultierende Gründung des Jugend- und Kinderchores im vergangenen Jahr. Damit kündigte Parlow den Programmteil der Dorfspatzen an und in Richtung Chorraum bewegte sich ein hellgrün gekleideter Zug von etwa 20 Mädchen und ein halbes Dutzend Buben zwischen 6 und 15 Jahren. Sie bildeten einen frischen Kontrast zu den Herren gesetzteren Alters im Hintergrund. „Singen wir ein Lied zusammen“, der erste Beitrag der Jugend mit Klavierbegleitung durch Constanze Stark-Frick und die Männer durften mit „Shalalalala“, „Duadua“ und „Bambabam“ den Boden sichern. Sichtlich Freude hat den Spatzen das Singen und die dazugehörigen Gesten bereitet. Gar an die englische Sprache haben sie sich getraut mit einem Kanon und einem Gospel. Vorbereitete und vom Publikum verlangte Zugaben brachten zusätzlichen starken Beifall.
Danach hielt die Zeit der Pirsch Einzug in das frühere Gotteshaus. Es wurde zur Jagd geblasen. Im Wechsel erklangen Lieder und Signale aus den Kehlen der Sänger und den Hörnern der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Mengen. Deren Leiter und ehemaliger Rulfinger, Fritz Fischer, erklärte den Zuhörern die Ursprünge des Blasens bei der Jagd und die verwendeten Fürst-Pleß- und Parforcehörner. Auch sie, die Bläser im grünen Wams, kamen nicht ohne Zugaben davon. Mit einer festlichen Fanfare und einem Jägermarsch schloss die Bläsergruppe ihren Beitrag, ließ den Männerchor stehen und machte Platz für das Bläserquartett der Musikkapelle. Norbert Lorenz, Patrick Moll, Erwin und Julius Stark beglückten die Besucher mit drei bekannten Volksliedern auf ihren Zugposaunen. Mit ihren Klarinetten und den Sängern erlebten Karen Bentele und Christina Ott in zwei Liedern des Glücks zwar keine glückliche Stunde, wie das erste der beiden Lieder hieß, aber doch musikalisch wohlklingende Minuten. Die Backschaufel tauschte Wolfgang Neher an diesem Abend gegen die Trompete und begab sich ebenfalls ins grüne Revier. Zum Männerchor blies er souverän den Solopart der „Post im Walde“. Einem Potpourri goldener Evergreens mit Melodien der Herzen, bei dem Peter Frick-Brokamp nochmals seine flinken Finger über die Tasten des Flügels hüpfen ließ, folgten zwei Lieder von Friedrich Silcher, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt. Laut Moderator Parlow haben die Mitglieder des Schwäbischen Sängergaus dieses Gedenken zum Anlass genommen, mehrere Silcher-Konzerte abzuhalten. Wohl nicht ohne Grund hat Chorleiter Hubert Rochow Silcher’s „Entschuldigung“ gewählt. Hier spielte offensichtlich der Gedanke an die Einkehr im Vereinsheim und die entsprechend späte Heimkehr schon die Hauptrolle. „Und sitz ich in der Schenke, beim vollen Glase Wein, so denk ich Dein in Ehren, lieb Weib so hold und rein.“ Ob die Gattinnen all das abnehmen, was die Herren besangen, mag dahingestellt sein. Dem Gute-Nacht-Wunsch fügte der Männerchor als Zugabe einen Lobpreis Gottes aus Südafrika an und beschloss damit das zweistündige Konzert, in dem das ganze Dorf gesungen hat.
(Erschienen: 20.10.2010 14:45)



































