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"Die Zukunft vorauszusagen, hat viel mit Intuition zu tun"

Bärbel Köhler zum Kartenlegen MENGEN - "SZ"-Mitarbeiterin Anita Metzler-Mikuteit hat mit Kartenlegerin Bärbel Köhler gesprochen. Sie macht bis einschließlich Freitag, 20. Juni, in Mengen auf dem Parkplatz bei der Ablachhalle mit ihrem Wohnwagen Station.

MENGEN - "SZ"-Mitarbeiterin Anita Metzler-Mikuteit hat mit Kartenlegerin Bärbel Köhler gesprochen. Sie macht bis einschließlich Freitag, 20. Juni, in Mengen auf dem Parkplatz bei der Ablachhalle mit ihrem Wohnwagen Station. Ab 22. Juni hält sie sich in Messkirch bei der Stadthalle - ebenfalls mit ihrem Wohnwagen - auf. Bärbel Köhler kommt seit 15 Jahren ein Mal im Jahr nach Mengen.

Frage: Frau Köhler, wie sind Sie zum Kartenlegen gekommen?

Bärbel Köhler: In den 70-er Jahren bin ich selbst zu einem Kartenleger gegangen. Der hat damals zu mir gesagt, ich hätte das "zweite Gesicht". Das bedeutet, dass jemand die medialen Fähigkeiten, die man zum Karten legen braucht, besitzt. Er meinte auch, ich dürfe erst dann anfangen, wenn er gestorben ist. Und so kam es auch. Nachdem er genau voraussagte, wann er sterben wird, habe ich anschließend damit angefangen.

SZ: Von unzähligen mystischen Sagen umwoben, erfreut sich die Tradition des Kartenlegens auch heute noch großer Beliebtheit. Alten Überlieferungen zufolge liegen deren Wurzeln in einem chinesischen Würfelspiel. Es gab Zeiten, in denen nicht wenige Entscheidungen - insbesondere auch politische - nach den Karten gefällt wurden. Haben Sie das Kartenlegen von diesem Mann gelernt?

Bärbel Köhler: Ich habe es mir selbst beigebracht. Es hat sich im Laufe der vielen Jahre natürlich immer weiter entwickelt. Jeder hat seinen ganz individuellen Stil. Es hat aber ganz viel mit Intuition, mit dem eigenen Bauchgefühl zu tun. Es sind für mich Bilderrätsel-Karten, und ich habe die Aufgabe, die Bilder entsprechend zusammen zu fügen. Das Aufnehmen der jeweiligen Schwingungen der Person zu Anfang - entweder durch den direkten Kontakt oder über einen Gegenstand - ist dabei ganz wichtig.

SZ: Sie verbinden das Kartenlegen mit Lebensberatung - mit welchen Anliegen kommen die Menschen zu Ihnen in den Wohnwagen?

Bärbel Köhler: Sie kommen mit den unterschiedlichsten Fragen. Es geht um Gesundheit, um finanzielle Angelegenheiten, zur Zeit auch oft um die berufliche Zukunft. Oft sorgen sich ältere Menschen um ihre Kinder und haben entsprechende Fragen.

Frage: Sicherlich gab es in all den Jahren auch Begegnungen mit Menschen, die Sie nicht vergessen?

Bärbel Köhler: Vor einigen Jahren haben mir die Karten den Missbrauch eines Kindes gezeigt. Das hat mich unheimich belastet. Ein anderes Mal habe ich einer Mutter den Rat mit auf den Weg gegeben, ihre drei Kinder im Kopfbereich untersuchen zu lassen. Tatsächlich konnte so im letzten Moment eine Netzhautablösung verhindert werden. Ich sage den Menschen grundsätzlich die Wahrheit und gebe auch Ratschläge mit auf den Weg. Mit den Informationen, die ich von den Karten bekomme, haben die Menschen eine Chance, zu handeln. Wenn ich sehe, dass ein schmerzhaftes Schicksal nicht mehr abgewendet werden kann, sage ich den Menschen, sie sollen einfach nur beten.

Frage: Sie sind also gläubig?

Bärbel Köhler: Ich glaube ganz fest an Gott und spreche oft mit ihm. Ihm kann ich zu hundert Prozent trauen, und er hat mir bisher immer geholfen.

(Erschienen: 17.06.2008 00:05)

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