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Brücken-Schwester Vera hilft bei alltäglichen Problemen

Evangelische Kirchengemeinde und der Krankenpflegeverein finanzieren von nun an die beliebte Einrichtung
Vera Kleefeldt ist Brücken-Schwester der evangelischen Kirchengemeinde und hilft in vielen Notlagen des Alltags heraus.
Vera Kleefeldt ist Brücken-Schwester der evangelischen Kirchengemeinde und hilft in vielen Notlagen des Alltags heraus. (Foto: Vera Romeu)

Von Vera Romeu

Mengen Die evangelische Kirchengemeinde und der evangelische Krankenpflegeverein tragen seit kurzem die Kosten für das Engagement der Brücken-Schwester Vera Kleefeldt gemeinsam. „Ich bin die Brücke zwischen Problem und Lösung in ganz praktischen Angelegenheiten des Alltags, in psychischen und gesundheitlichen Fragen, wenn es um Glaube oder Familienbeziehungen geht“, erklärt Kleefeldt lachend, wenn man sie fragt, was sich hinter dem Namen Brücken-Schwester versteckt.

Im Frühjahr 2009 hatte ein Bürger die Institution der Brücken-Schwester ins Leben gerufen und großzügig finanziert. Kleefeldt ist für die Mitglieder der evangelischen Kirche da, sie kann kostenlos in allen Notlagen des Alltags ins Haus gerufen werden. Diese schnelle und unkomplizierte Hilfe hat sich so bewährt, dass sie nun von Kirche und Krankenpflegeverein übernommen und weiter getragen wird. „Wir haben mit Vera Kleefeldt Glück gehabt. Sie deckt durch ihre Ausbildung als Krankenschwester und Fortbildungen fast alle Bereiche ab“, freut sich Pfarrer Wolfgang Raiser. Die Kirchengemeinde hatte ursprünglich jemand gesucht, der als Kontaktperson Zeit hat, um Menschen kurzfristig zu besuchen und zu helfen.

„Wenn der Pfarrer ins Haus kommt, dann hat der Besuch immer einen offizielleren Charakter und die Leute meinen, über Gott und Glaube reden zu müssen. Bei mir reden die Leute über die einfacheren Dinge wie ihre Gebrechen, ihre Enkel oder ihren Garten“, berichtet Kleefeldt. Sie deckt ein breites Spektrum an Hilfen ab: Kleefeldt fährt ab und zu jemanden in die Kirche zum Gottesdienst, begleitet zur Apotheke, kocht ein kleines Essen, verbindet eine kleine Wunde. Vor allem aber redet sie mit den Leuten, manchmal betet sie und singt Lieder mit ihnen. Egal ob es sich um ältere Bürger, um junge Menschen oder Familien handelt, das Engagement der Brücken-Schwester hat keine Grenzen. Insgesamt sind es 300 Stunden im Jahr, es kommen aber immer einige dazu. Stellt Kleefeldt fest, dass die Hilfe ausgebaut oder regelmäßig erfolgen sollte, dann vermittelt Schwester Vera die Nachbarschaftshilfe, die Sozialstation oder die geeignete Einrichtung.

Wenn Schwester Vera von ihren Besuchen erzählt, dann spürt man die Freude, die sie dabei hat, sehr deutlich. „Es ist eine besondere Aufgabe. Ich habe viel Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen, es ist immer interessant und ich gestalte meinen Dienstplan selbstständig“, berichtet Kleefeldt. Ihre Besuche kosten den Bürgern nichts. Wenn sie in einem Haus zu Besuch war, wird sie oft gebeten, wieder zu kommen. Die evangelische Gemeinde hat 300 Mitglieder, die über 70 Jahre alt sind. Die Pfarrer besuchen sie bei den runden und halberunden Geburtstagen, Kleefeldt bei allen anderen: „So lernt man sich auf einer einfachen menschlichen Ebene kennen. Und wenn ich denke, weitere Besuche sind notwendig, dann komme ich einfach wieder“, berichtet Schwester Vera, die für viele zur kirchlichen Vertrauensperson schon geworden ist. Sie ist unter der Handynummer 0152/07176097 zu erreichen.

(Erschienen: 06.02.2012 11:30)

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