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Rund um Mengen

Letzter Kommandeur verabschiedet

Oberstleutnant Peter Feldmeier schreibt als letzter Befehlshaber der Kaserne Geschichte
Oberstleutnant Peter Feldmeier wird in einem militärischen Appell von seinem Kommando entbunden.
Oberstleutnant Peter Feldmeier wird in einem militärischen Appell von seinem Kommando entbunden. (Foto: Sabine Herforth)

Von Sabine Herforth

Mengen-Hohentengen Ein Stück Militärgeschichte spielte sich nun in der Oberschwaben-Kaserne ab, die nunmehr bis zur Schließung ohne Kommandeur auskommen muss. Nachdem Kommandeur Oberstleutnant Peter Feldmeier bereits Ende vergangenen Jahres nach Hamburg versetzt wurde, wo er in der Führungsakademie als Dozent des Führungsgebiets 1 tätig ist, wurde er jetzt von seinem Kommando entbunden.

Nach dem Einmarsch der Kompanien, des Ehrenzuges, des Luftwaffenmusikkorps 2 und einer Abordnung der Bürgerwache Mengen richtete Oberst Eckhard Bodenbender, Kommandeur des Luftwaffenausbildungsregiments, das Wort an die Gäste, die mit ihrer zahlreichen Anwesenheit bereits ihre Verbundenheit zum Bataillon und insbesondere zu dessen formal letzten Kommandeur zum Ausdruck brachten. Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren verlässt Feldmeier die Kaserne – ohne Nachfolger. „Der Dienstposten des Kommandeurs bleibt bis zur Auflösung des Bataillons unbesetzt“, erklärte Bodenbender.

Oberstleutnant Peter Feldmeier habe die Kaserne in einer Zeit geführt, „in der sich die gesamte Bundeswehr permanent neu auszurichten hatte“, so Bodenbender weiter und: „Sie haben dieses Bataillon mit großem Engagement und mit viel Herz durch teilweise schwierige Zeiten geführt. Sie haben es geprägt“, habe Oberstleutnant Feldmeier immer die Belange des Dienstherren im Fokus gehabt und gleichzeitig einen fürsorglichen Blick für die Belange der ihm anvertrauten Menschen bewahrt.

Mit der Übernahme des Bataillons am 30. April 2009 sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen, erklärte anschließend Oberstleutnant Peter Feldmeier in seiner Ansprache. Es sei einer der erfüllendsten und schönsten Verwendungen, die ein Offizier übertragen bekommen könne. Vor allem aber ein Ausbildungbataillon führen zu können, sei eine besonders interessante und fordernde Aufgabe gewesen. Heute könne er sagen, dass er mit dieser Einschätzung Recht behalten habe. Er dankte seinen Stammsoldaten für ihre Loyalität und das Engagement. „Mein Dank gilt aber auch den Zivilbeschäftigten des Bataillons und des Standorts, die auch in so schwierigen Zeiten wie diesen so zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen.“

Der Standort sei für ihn zu seiner militärischen Heimat geworden, der er immer verbunden bleiben werde. „Das Kommando über ein Bataillon zurückgeben zu müssen, in dem Wissen, dass das Bataillon vor der Auflösung steht, ist allerdings eine bittere Aufgabe“, so Peter Feldmeier. Seine Versetzung in den Norden der Republik sieht er jedoch gelassen: „Vielleicht wollte in meinem Fall die Personalführung auch sicherstellen, dass ich mich jetzt wieder dem Hochdeutschen widme, nachdem ich jetzt zweieinhalb Jahre als gebürtiger bayrischer Schwabe wieder ‚schwäbisch schwätze‘ durfte“, scherzte er.

(Erschienen: 03.02.2012 19:50)

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