Nachrichten Bad Saulgau
Stadt feiert seine Therme ganz locker

Von unserem RedakteurRudi Multer
Sonnenhof-Therme heißt Bewegung. Die beinhaltete auch das Party-Programm: Eine Feier an drei Orten mit Jazzmusik von Swingpfote, Gymnastik und Kabarett zwischendrin. Beim Sektempfang im Foyer durfte Landrat Dirk Gaerte als erster gratulieren. „Wo wäre wohlfühlen, wo wäre Erholung und wo wäre Gesundheit“ im Landkreis Sigmaringen sonst zu Hause, wenn es die Sonnenhof-Therme nicht gäbe, hob er die Bedeutung des Bades für die Region hervor.
Zwei Stammgäste aus dem Allgäu (Birgitta Matt und Richard Frey) nahmen die Besucher per Fotoleinwand auf der Suche nach dem Geburtstags-Sektempfang mit auf den Weg vom Bahnhof zur Therme und von dort zum Stadtforum, wo sie nach dem Sektempfang mit Lederhosen und Tracht auftauchten und auf ihren mit Handtüchern reservierten Handtüchern Platz nahmen.
„Sie haben das Thermalbad auf den Weg gebracht und in der Spur gehalten“, begrüßte Moderator Heiner Vaut auf der Bühne seine Gesprächsrunde mit Bürgermeister a.D. Günter Strigl, Franz Bachhofer von der Kinzelmann-Stiftung, Thermalbad-Verwaltungsleiter Stef(ph)an Kolb und Bürgermeisterin Doris Schröter.
Alt-Bürgermeister Günter Strigl beschrieb die Anfänge, seine Vision der durch die Kreisreform gebeutelten Stadt Saulgau durch den Tourismus ähnlich den Nachbarstädten Bad Schussenried, Bad Buchau und Bad Waldsee ein zweites Standbein zu verschaffen. Die Thermalwasserbohrung verschaffte ihm schlaflose Nächte, stieß aber schließlich auf das erhoffte Wasser. Die Bürger hatten damals die risikoreiche Bohrung durch Anteilsscheine mitgetragen. Der Ex-Bürgermeister zollte den Bürgern dafür großes Lob: „Ohne Sie wäre es nicht gegangen“.
Mit Bildern wurde die Zeit der Provisorien in Zubern und kleinem Becken wach, bis es dann zum zehn Millionen teuren Bau des Bades kam. Franz Bachhofer erzählte wie er und Günter Strigl durch persönliche Gespräche und Hinwendung eine fürs Thermbal wichtige Säule bauten, die Kinzelmannstiftung. Die Stifterin Aloisia Kinzelmann, sei eine „außergewöhnliche, aber keine einfache Frau“ gewesen. Früh hatte sie ihren Mann bei einem Arbeitsunfall verloren, mit Zähnen und Klauen ihren Grundbesitz in Bad Saulgau verteidigt. Nach dem Krieg brachte es die Familie durch den Verkauf von Likören zu Wohlstand, Sohn Carlheinz baute in München ein ganzes Firmenimperium auf. Obwohl Sohn Carlheinz auf die Spitze der Stadt zunächst nicht gut zu sprechen war, schafften es Bürgermeister Strigl und Franz Bachhofer zunächst den Sohn und nach dessen Tod Aloisia Kinzelmann von der Idee der Gründung einer Stiftung zu überzeugen, die 1989 gegründet wurde. „In den vergangenen 19 Jahren hat die Stiftung 7,4 Millionen Euro ausgeschüttet, das eineinhalbfache der damaligen Baukosten“, konnte Franz Bachhofer verdeutlichen.
Als Erfolg wertete Verwaltungsleiter Stefan Kolb die über das Jahr verteilten Aktionstage im Jubiläumsjahr: „Wir konnten unser ganzes Leistungsspektrum darstellen.“ Er betonte die Wertschöpfung für die ganze Stadt, weil 300 000 Besucher im Jahr in der Stadt auch Geld ausgeben.
In die Zukunft blickte Bürgermeisterin Doris Schröter. In den Becken, im Sauna-Bereich und am Wohnmobilstellplatz möchte die Stadt in den nächsten Jahren investieren, aber auf lange Sicht sind möchte die Bürgermeisterin mit einer Solebohrung das Therapieangebot erweitern. Sie bricht eine Lanze für die Sonnenhof-Therme: „Bad Saulgau hätte ohne dieses Bad nicht dieses Potenzial“, sagt die Bürgermeisterin und verweist auf die neuen Arbeitsplätze in den Kliniken, auf den Umsatz in Gastronomie und Einzelhandel. Schröter: Wer alles aufs Defizit reduziert, kann zwar Zahlen lesen, aber nicht rechnen.“
„Wir sind stolz, dass wir Bad Saulgau haben“, sagte der Präsident des baden-württembergischen Heilbäderverbandes, Rudolf Forcher. Die Bohrung in Bad Saulgau gab den Impuls für weitere Bohrungen nach Thermalwasser und Thermlabäder in der ganzen Region. Er ermutigte, weiter auf den Tourismus zu setzten. Die bereiche „fit älter zu werden“ und „Beauty“ gelte es in Zukunft im Auge zu behalten.
Auch eine Abordnung der 42 Beschäftigten der Sonnenhof-Therme war ins Thermaldbad gekommen und schenkte zum Anstoßen aufs Geburtstagkind Thermalwasser aus.
(Erschienen: 25.11.2009 15:10)

Von unserem RedakteurRudi Multer
Sonnenhof-Therme heißt Bewegung. Die beinhaltete auch das Party-Programm: Eine Feier an drei Orten mit Jazzmusik von Swingpfote, Gymnastik und Kabarett zwischendrin. Beim Sektempfang im Foyer durfte Landrat Dirk Gaerte als erster gratulieren. „Wo wäre wohlfühlen, wo wäre Erholung und wo wäre Gesundheit“ im Landkreis Sigmaringen sonst zu Hause, wenn es die Sonnenhof-Therme nicht gäbe, hob er die Bedeutung des Bades für die Region hervor.
Zwei Stammgäste aus dem Allgäu (Birgitta Matt und Richard Frey) nahmen die Besucher per Fotoleinwand auf der Suche nach dem Geburtstags-Sektempfang mit auf den Weg vom Bahnhof zur Therme und von dort zum Stadtforum, wo sie nach dem Sektempfang mit Lederhosen und Tracht auftauchten und auf ihren mit Handtüchern reservierten Handtüchern Platz nahmen.
„Sie haben das Thermalbad auf den Weg gebracht und in der Spur gehalten“, begrüßte Moderator Heiner Vaut auf der Bühne seine Gesprächsrunde mit Bürgermeister a.D. Günter Strigl, Franz Bachhofer von der Kinzelmann-Stiftung, Thermalbad-Verwaltungsleiter Stef(ph)an Kolb und Bürgermeisterin Doris Schröter.
Alt-Bürgermeister Günter Strigl beschrieb die Anfänge, seine Vision der durch die Kreisreform gebeutelten Stadt Saulgau durch den Tourismus ähnlich den Nachbarstädten Bad Schussenried, Bad Buchau und Bad Waldsee ein zweites Standbein zu verschaffen. Die Thermalwasserbohrung verschaffte ihm schlaflose Nächte, stieß aber schließlich auf das erhoffte Wasser. Die Bürger hatten damals die risikoreiche Bohrung durch Anteilsscheine mitgetragen. Der Ex-Bürgermeister zollte den Bürgern dafür großes Lob: „Ohne Sie wäre es nicht gegangen“.
Mit Bildern wurde die Zeit der Provisorien in Zubern und kleinem Becken wach, bis es dann zum zehn Millionen teuren Bau des Bades kam. Franz Bachhofer erzählte wie er und Günter Strigl durch persönliche Gespräche und Hinwendung eine fürs Thermbal wichtige Säule bauten, die Kinzelmannstiftung. Die Stifterin Aloisia Kinzelmann, sei eine „außergewöhnliche, aber keine einfache Frau“ gewesen. Früh hatte sie ihren Mann bei einem Arbeitsunfall verloren, mit Zähnen und Klauen ihren Grundbesitz in Bad Saulgau verteidigt. Nach dem Krieg brachte es die Familie durch den Verkauf von Likören zu Wohlstand, Sohn Carlheinz baute in München ein ganzes Firmenimperium auf. Obwohl Sohn Carlheinz auf die Spitze der Stadt zunächst nicht gut zu sprechen war, schafften es Bürgermeister Strigl und Franz Bachhofer zunächst den Sohn und nach dessen Tod Aloisia Kinzelmann von der Idee der Gründung einer Stiftung zu überzeugen, die 1989 gegründet wurde. „In den vergangenen 19 Jahren hat die Stiftung 7,4 Millionen Euro ausgeschüttet, das eineinhalbfache der damaligen Baukosten“, konnte Franz Bachhofer verdeutlichen.
Als Erfolg wertete Verwaltungsleiter Stefan Kolb die über das Jahr verteilten Aktionstage im Jubiläumsjahr: „Wir konnten unser ganzes Leistungsspektrum darstellen.“ Er betonte die Wertschöpfung für die ganze Stadt, weil 300 000 Besucher im Jahr in der Stadt auch Geld ausgeben.
In die Zukunft blickte Bürgermeisterin Doris Schröter. In den Becken, im Sauna-Bereich und am Wohnmobilstellplatz möchte die Stadt in den nächsten Jahren investieren, aber auf lange Sicht sind möchte die Bürgermeisterin mit einer Solebohrung das Therapieangebot erweitern. Sie bricht eine Lanze für die Sonnenhof-Therme: „Bad Saulgau hätte ohne dieses Bad nicht dieses Potenzial“, sagt die Bürgermeisterin und verweist auf die neuen Arbeitsplätze in den Kliniken, auf den Umsatz in Gastronomie und Einzelhandel. Schröter: Wer alles aufs Defizit reduziert, kann zwar Zahlen lesen, aber nicht rechnen.“
„Wir sind stolz, dass wir Bad Saulgau haben“, sagte der Präsident des baden-württembergischen Heilbäderverbandes, Rudolf Forcher. Die Bohrung in Bad Saulgau gab den Impuls für weitere Bohrungen nach Thermalwasser und Thermlabäder in der ganzen Region. Er ermutigte, weiter auf den Tourismus zu setzten. Die bereiche „fit älter zu werden“ und „Beauty“ gelte es in Zukunft im Auge zu behalten.
Auch eine Abordnung der 42 Beschäftigten der Sonnenhof-Therme war ins Thermaldbad gekommen und schenkte zum Anstoßen aufs Geburtstagkind Thermalwasser aus.
(Erschienen: 25.11.2009 15:10)



































