Nachrichten Bad Saulgau
Segelflieger treffen sich auch im Winter
„Der Flugbetrieb im Sommer, der in aller Regel von Mitte April bis Ende Oktober geht, hinterlässt schon seine Spuren an den Segelflugzeugen“, sagt der erste Vorsitzende Karl-Josef Kades aus Bad Saulgau. Neben dem eher traditionellen Geschick mit Holz umzugehen, bedarf es auch dem entsprechenden Fachwissen über moderne Kunststoffe wie CFK und GFK. „Die Flugschüler erlernen bei uns nicht nur das Fliegen, auch handwerkliches Geschick ist von großer Wichtigkeit und Bestandteil der Ausbildung zum Segelflugzeugführer“, so der Ausbildungsleiter Friedrich Welte.
Bei den Fliegern ist jeder gut aufgehoben: „Vom Schüler über den Werkstattmeister bis zum Eisenbahner haben wir alle Berufsgruppen vertreten – ein Sport für Jedermann“, berichtet der Jungpilot Julian Kapitel aus Bad Schussenried. Selber ist er Student und kurz vor dem Abschluss seines Studiums zum Dipl.-Ing. für Luft- und Raumfahrttechnik. Seit zwei Jahren ist er jetzt Mitglied in der Fliegergruppe und immer noch hell auf begeistert vom Segelfliegen. Sein großes Ziel für die Flugsaison 2012: Einen Flug über 500 Kilometer mit dem Segelflugzeug – ganz ohne Motor – nur mit der Kraft der Natur. Gerade baut er ein Antikollisionsgerät, FLARM genannt, in das Hochleistungssegelflugzeug LS4b, ein. Es soll gefährliche Annäherungen und Zusammenstöße beim Segelstreckenflug verhindern. Fast jedes Flugzeug der Fliegergruppe wurde über den Jahreswechsel mit solch einem Gerät ausgestattet. Sicherheit wird großgeschrieben bei den Fliegern in Saulgau.
Neben der praktischen Ausbildung gehört auch Theorie dazu. „In einer tollen Kooperation mit der Fliegergruppe in Riedlingen haben wir ab Ende Januar nun einen Theorieunterricht auf die Beine gestellt“, macht der Fluglehrer Ralf Maier aus Mühlhausen deutlich. Hier werden grundlegende Dinge des Fliegens wie Navigation, Technik und Meteorologie vermittelt. Auch trockene Fächer wie Luftrecht und menschliches Leistungsvermögen stehen auf dem Lehrplan.
Für den Ausbildungsbetrieb 2012 gibt es noch freie Plätze bei den Fliegern in Bad Saulgau. Disziplin, Interesse und genügend Zeit sollte man aber schon mitbringen, will man die Welt in Zukunft als Segelflugzeugführer von oben sehen.
(Erschienen: 13.01.2012 17:50)
„Der Flugbetrieb im Sommer, der in aller Regel von Mitte April bis Ende Oktober geht, hinterlässt schon seine Spuren an den Segelflugzeugen“, sagt der erste Vorsitzende Karl-Josef Kades aus Bad Saulgau. Neben dem eher traditionellen Geschick mit Holz umzugehen, bedarf es auch dem entsprechenden Fachwissen über moderne Kunststoffe wie CFK und GFK. „Die Flugschüler erlernen bei uns nicht nur das Fliegen, auch handwerkliches Geschick ist von großer Wichtigkeit und Bestandteil der Ausbildung zum Segelflugzeugführer“, so der Ausbildungsleiter Friedrich Welte.
Bei den Fliegern ist jeder gut aufgehoben: „Vom Schüler über den Werkstattmeister bis zum Eisenbahner haben wir alle Berufsgruppen vertreten – ein Sport für Jedermann“, berichtet der Jungpilot Julian Kapitel aus Bad Schussenried. Selber ist er Student und kurz vor dem Abschluss seines Studiums zum Dipl.-Ing. für Luft- und Raumfahrttechnik. Seit zwei Jahren ist er jetzt Mitglied in der Fliegergruppe und immer noch hell auf begeistert vom Segelfliegen. Sein großes Ziel für die Flugsaison 2012: Einen Flug über 500 Kilometer mit dem Segelflugzeug – ganz ohne Motor – nur mit der Kraft der Natur. Gerade baut er ein Antikollisionsgerät, FLARM genannt, in das Hochleistungssegelflugzeug LS4b, ein. Es soll gefährliche Annäherungen und Zusammenstöße beim Segelstreckenflug verhindern. Fast jedes Flugzeug der Fliegergruppe wurde über den Jahreswechsel mit solch einem Gerät ausgestattet. Sicherheit wird großgeschrieben bei den Fliegern in Saulgau.
Neben der praktischen Ausbildung gehört auch Theorie dazu. „In einer tollen Kooperation mit der Fliegergruppe in Riedlingen haben wir ab Ende Januar nun einen Theorieunterricht auf die Beine gestellt“, macht der Fluglehrer Ralf Maier aus Mühlhausen deutlich. Hier werden grundlegende Dinge des Fliegens wie Navigation, Technik und Meteorologie vermittelt. Auch trockene Fächer wie Luftrecht und menschliches Leistungsvermögen stehen auf dem Lehrplan.
Für den Ausbildungsbetrieb 2012 gibt es noch freie Plätze bei den Fliegern in Bad Saulgau. Disziplin, Interesse und genügend Zeit sollte man aber schon mitbringen, will man die Welt in Zukunft als Segelflugzeugführer von oben sehen.
(Erschienen: 13.01.2012 17:50)

































