Nachrichten Bad Saulgau
Moosheim ist das Festdorf der Region
Im Vorfeld hatte er schon vernommen, dass was im Dorf geht. „Sogar d‘r Lieadrkranz probet im Pfarrgemeindehaus, direkt neben dem Bäuerinnenkalender“. Der Moosheimer Bürgerball bot auf jeden Fall die richtige Plattform, um mal einen Blick in die Vorbereitungen der Vereine und das ganze Dorfgeschehen zu werfen. Einmal mehr zeigte es sich, dass die Musikkapelle festerprobt ist und federführend ein Konzept erarbeitet hat, das keine Steigerung mehr zuließ. Eine tolle Ball-Fasnet live und ungeschminkt, die seinesgleichen in der Umgebung sucht.
Doch Ortsvorsteher Kemmer (Patrick Hermann) lud zuerst zur Bürgerversammlung ein, will man doch ein Fest für die ganze Gemeinde feiern, „au dia Tissener sollet d‘rbei sei“. Und alle waren gekommen, um mitzusprechen, bei der 1051-Jahrfeier. Selbst der Marbacher Ortsvorsteher Harsch wollte sich ein Bild machen, wie man mit „Reigschmeckte“ bei so Festivitäten umgeht. Kurzum: Zuerst mussten zwei Festpaten her. Aus Moosheim wurde Josef Voggel (Wolfgang Langenberger) und aus Tissen Josef Müller (Roland Langenberger) gewählt. Das Amt des Festpräsidenten übernahm Georg Müller.
Er legte gleich los, machte sich Gedanken über die Finanzierung des Festes und lag mit der Einführung einer Pinkelsteuer vollkommen richtig. Die Klo-Anlagen in Moosheim seien top gerichtet worden, mit Musikberieselung und Preßluftwischer. Die Einnahmen aus dem Betrieb blieben alle in Moosheim. „Nix goht ge Sulga, dia werdet mit ihre Alaga it fetig und eiser Geld steckat se bloß en da Strömungskanal“. Aus Tissen könne man auch keine Einnahmen in dieser Sache erwarten, auch hier gibt’s Verzögerungen in baulicher Hinsicht.
Doch zu einem richtigen Fest gehört auch ein zünftiger Fahnen-Aufmarsch, so der Präsident. Dazu ist es selbstverständlich, dass die örtliche Musikkapelle mit entsprechender Marschmusik den Zug anführt. Die Schützen, Sänger, Kyffhäuser, Musiker, die Pfarrgemeinde, Blutreiter und sogar der Ledigenverein nahmen an der Parade teil. Ihre Fahnen hatten Seltenheitswert und werden sicher noch öfters in der Gemeinde gebraucht.
Für die Paten Josef und Josef sollte das Motto der Jubiläumsfeierlichkeiten aber heißen: „Moosheim, wie es singt und lacht“ und dabei sollen „Kind und Kegel“ aufmarschieren. Doch zuerst waren es die Tissener Mädels mit ihrem Tanz, die das Volk begeisterten. Für Festpräsident „Georg“ eine Pracht zu sehen, wie sich alle Einwohner von „Mossa ond Tissa“ ins Zeug legten: „Alle Bürger send im Verei, so muaß es sei“. Selbst sein Kumpane und Pate Josef Müller aus Tissen fühle sich in Moosheim nicht als Imigrant, ihm gefalle es im Festort.
Doch zu so einem Festakt gehört auch die entsprechende Musik. Niemand ist dazu besser prädestiniert als das „Moosheimer Sinfonieorchester“, das sich von der besten Seite zeigte und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten paßte. Aber natürlich sollte man sich auch um die Finanzierung Gedanken machen, „obwohl Josef Müller, Du vo de Schwaze hoscht bestimmt Erfahrung mit ,schwaze Kassa‘“. Nein, soweit kam‘s nicht, denn ein Liederkranzmitglied hatte einen Lotto-Gewinn zu vermelden und was lag da näher, als die Sänger „anzupumpen“. Dazu war extra das Fernsehen angereist, um den „Herrn Erwin Lindemann“ (Hans Fürst) , zu filmen, und über sein weiteres Tun mit dem Geld zu befragen. Doch hier war nichts zu holen, zu wirr seine Gedanken und fraglich, ob er überhaupt was gewonnen hat.
Aber jetzt galt es ja noch einiges aufzuarbeiten, was so im abgelaufenen Jahr alles passiert war, das sollten die Gäste ja alles wissen. Dies war natürlich der Startschuß für das bewährte Schleiferduo Christine Wetzel und Andreas Fluhr. Aber da war ja auch noch die Narrenzunft, die ebenfalls mit einigen Aufgaben betraut werden soll. „Traube und Adler haben momentan geschlossen, also sollten wir uns um die Bewirtung kümmern“, so der Zunftmeister „mit den drei Kindern“. Und ein Pendelbus zu den Tissenern geht bei den Narren auch klar, das kriegen sie hin. Aber wer soll das Feuerwerk zünden? „Do holen mir dia hinterm Stettberg, also dia Marbamer, die könnet des“.
Nicht vergessen sollte man aber auch „eisre Fraua, ond em Fescht integriera“, so der Vorschlag der Festpaten. Aber bedienen wollen sie nicht mehr und die Jungen hätten schon gar keine Freude am Putzen. „No losss m‘r se halt tanza, de Junge vo Moosa und de Alte vo Tissa“. Ein tolles gemischtes Ballett. Das war aber dann schon der Abschluß der Feierlichkeiten, bis Wolfgang Langenberger mit Family auf die Narrenbühne stieg. „Live und ungeschminkt“ sang er und sein Clan „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“. Und das gleich zweimal, denn die Zuschauer forderten eine Zugabe. Zum Finale versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne und sangen lautstark mit dem Publikum: „So lang’s den MV Moosheim gibt….“. Mit viel Beifall wurden alle Mitwirkenden bedacht, hatten sie doch wieder zwei Stunden beste Unterhaltung in den Saal gezaubert, ehe die „Dominos“ das Zepter übernahmen.
(Erschienen: 21.02.2012 16:40)
Im Vorfeld hatte er schon vernommen, dass was im Dorf geht. „Sogar d‘r Lieadrkranz probet im Pfarrgemeindehaus, direkt neben dem Bäuerinnenkalender“. Der Moosheimer Bürgerball bot auf jeden Fall die richtige Plattform, um mal einen Blick in die Vorbereitungen der Vereine und das ganze Dorfgeschehen zu werfen. Einmal mehr zeigte es sich, dass die Musikkapelle festerprobt ist und federführend ein Konzept erarbeitet hat, das keine Steigerung mehr zuließ. Eine tolle Ball-Fasnet live und ungeschminkt, die seinesgleichen in der Umgebung sucht.
Doch Ortsvorsteher Kemmer (Patrick Hermann) lud zuerst zur Bürgerversammlung ein, will man doch ein Fest für die ganze Gemeinde feiern, „au dia Tissener sollet d‘rbei sei“. Und alle waren gekommen, um mitzusprechen, bei der 1051-Jahrfeier. Selbst der Marbacher Ortsvorsteher Harsch wollte sich ein Bild machen, wie man mit „Reigschmeckte“ bei so Festivitäten umgeht. Kurzum: Zuerst mussten zwei Festpaten her. Aus Moosheim wurde Josef Voggel (Wolfgang Langenberger) und aus Tissen Josef Müller (Roland Langenberger) gewählt. Das Amt des Festpräsidenten übernahm Georg Müller.
Er legte gleich los, machte sich Gedanken über die Finanzierung des Festes und lag mit der Einführung einer Pinkelsteuer vollkommen richtig. Die Klo-Anlagen in Moosheim seien top gerichtet worden, mit Musikberieselung und Preßluftwischer. Die Einnahmen aus dem Betrieb blieben alle in Moosheim. „Nix goht ge Sulga, dia werdet mit ihre Alaga it fetig und eiser Geld steckat se bloß en da Strömungskanal“. Aus Tissen könne man auch keine Einnahmen in dieser Sache erwarten, auch hier gibt’s Verzögerungen in baulicher Hinsicht.
Doch zu einem richtigen Fest gehört auch ein zünftiger Fahnen-Aufmarsch, so der Präsident. Dazu ist es selbstverständlich, dass die örtliche Musikkapelle mit entsprechender Marschmusik den Zug anführt. Die Schützen, Sänger, Kyffhäuser, Musiker, die Pfarrgemeinde, Blutreiter und sogar der Ledigenverein nahmen an der Parade teil. Ihre Fahnen hatten Seltenheitswert und werden sicher noch öfters in der Gemeinde gebraucht.
Für die Paten Josef und Josef sollte das Motto der Jubiläumsfeierlichkeiten aber heißen: „Moosheim, wie es singt und lacht“ und dabei sollen „Kind und Kegel“ aufmarschieren. Doch zuerst waren es die Tissener Mädels mit ihrem Tanz, die das Volk begeisterten. Für Festpräsident „Georg“ eine Pracht zu sehen, wie sich alle Einwohner von „Mossa ond Tissa“ ins Zeug legten: „Alle Bürger send im Verei, so muaß es sei“. Selbst sein Kumpane und Pate Josef Müller aus Tissen fühle sich in Moosheim nicht als Imigrant, ihm gefalle es im Festort.
Doch zu so einem Festakt gehört auch die entsprechende Musik. Niemand ist dazu besser prädestiniert als das „Moosheimer Sinfonieorchester“, das sich von der besten Seite zeigte und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten paßte. Aber natürlich sollte man sich auch um die Finanzierung Gedanken machen, „obwohl Josef Müller, Du vo de Schwaze hoscht bestimmt Erfahrung mit ,schwaze Kassa‘“. Nein, soweit kam‘s nicht, denn ein Liederkranzmitglied hatte einen Lotto-Gewinn zu vermelden und was lag da näher, als die Sänger „anzupumpen“. Dazu war extra das Fernsehen angereist, um den „Herrn Erwin Lindemann“ (Hans Fürst) , zu filmen, und über sein weiteres Tun mit dem Geld zu befragen. Doch hier war nichts zu holen, zu wirr seine Gedanken und fraglich, ob er überhaupt was gewonnen hat.
Aber jetzt galt es ja noch einiges aufzuarbeiten, was so im abgelaufenen Jahr alles passiert war, das sollten die Gäste ja alles wissen. Dies war natürlich der Startschuß für das bewährte Schleiferduo Christine Wetzel und Andreas Fluhr. Aber da war ja auch noch die Narrenzunft, die ebenfalls mit einigen Aufgaben betraut werden soll. „Traube und Adler haben momentan geschlossen, also sollten wir uns um die Bewirtung kümmern“, so der Zunftmeister „mit den drei Kindern“. Und ein Pendelbus zu den Tissenern geht bei den Narren auch klar, das kriegen sie hin. Aber wer soll das Feuerwerk zünden? „Do holen mir dia hinterm Stettberg, also dia Marbamer, die könnet des“.
Nicht vergessen sollte man aber auch „eisre Fraua, ond em Fescht integriera“, so der Vorschlag der Festpaten. Aber bedienen wollen sie nicht mehr und die Jungen hätten schon gar keine Freude am Putzen. „No losss m‘r se halt tanza, de Junge vo Moosa und de Alte vo Tissa“. Ein tolles gemischtes Ballett. Das war aber dann schon der Abschluß der Feierlichkeiten, bis Wolfgang Langenberger mit Family auf die Narrenbühne stieg. „Live und ungeschminkt“ sang er und sein Clan „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“. Und das gleich zweimal, denn die Zuschauer forderten eine Zugabe. Zum Finale versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne und sangen lautstark mit dem Publikum: „So lang’s den MV Moosheim gibt….“. Mit viel Beifall wurden alle Mitwirkenden bedacht, hatten sie doch wieder zwei Stunden beste Unterhaltung in den Saal gezaubert, ehe die „Dominos“ das Zepter übernahmen.
(Erschienen: 21.02.2012 16:40)



































