Bad Saulgau Sport
Vereine nehmen Urteil unterschiedlich auf
Das Sportgericht Donau hatte am Freitagabend das Urteil zum Fall des C-Juniorenspiels in Hochberg zwischen dem FV Bad Saulgau und der JSG Riedlingen II gesprochen (die SZ berichtete gestern). Der JSG-Tainer hatte sich beim Spiel im November von einem Spieler des FV Bad Saulgau provoziert gefühlt und war gegen ihn tätlich geworden. Nach einem folgenden Tumult hatte der Unparteiische das Spiel abgebrochen.
„Das Urteil ist skandalös. Dem Sportgericht fehlt der Mumm in den Knochen“, erregte sich Stefan Schmid über das Urteil. „Die wollen die Probleme nicht anfassen, die Ursachen. Denn alles hat eine Ursache“, denn schließlich sei die Aggression eindeutig von dem Spieler des FV Bad Saulgau ausgegangen. „Ich hätte mir schon mehr Neutralität erhofft. Unser Trainer steht zu dem, was vorgefallen ist und akzeptiert die Strafe, auch in dieser Höhe, aber wir haben uns vorgestellt, dass mehr neutrale Stimmen Einfluss auf die Urteilsfindung haben.“ Der Schiedsrichter habe die Darstellung des FV Bad Saulgau einhundertprozentig übernommen und diese so weitergegeben. Die Sichtweise von neutralen Beobachtern, wie die des Trainers aus Altshausen, der entsprechende Mails an den Vorsitzen des SV Daugendorf verfasst hatte (liegen der Redaktion vor, genauso wie eine Mail eines anderen Vereins, der seine vermeintlichen Erfahrungen mit der betreffenden Jugend des FV Bad Saulgau geschildert hatte, d. Red.) sei völlig außer Acht gelassen worden. „Wir werden in jedem Fall Berufung einlegen und ich hoffe, dass im Berufungsverfahren mehr Neutralität herrscht“, sagte Schmid.
„Wir akzeptieren das so“
Ganz anders sieht das Peter Hipp, Vorstandsmitglied für den Bereich Jugend beim FV Bad Saulgau. „Letztlich bestätigt das Urteil unsere Sichtweise der Dinge, wie wir das ja schon damals, im Leserbrief angekündigt und gefordert hatten“, sagt Hipp. „Es gibt die Stellungnahme wider, die wir abgegeben haben.“ Und das nicht nur, was das Urteil gegen den Trainer der JSG Riedlingen betreffe. „Zwei Spieler von uns sind komplett freigesprochen worden, ein Spieler hat eine vierzehntägige Sperre erhalten. Wir akzeptieren das so.“ Seine Spieler müsse er ob ihres Handelns auch in Schutz nehmen. „Da hat das Gericht wohl auch gesehen, dass die auch in Notwehr gehandelt haben und ihrem Freund helfen wollten.“
Dass der FV Bad Saulgau ein Problem mit einigen jugendlichen Spielern habe – ganz so wie der Bezirksvorsitzende es einmal gegenüber der Jugendleiterin Bea Deichen vermutet haben soll – weist Peter Hipp zurück. „Ich glaube, wir haben nicht mehr und nicht weniger Probleme als jeder andere Verein auch. Und vom Bezirksvorsitzenden kam im weiteren Verlauf des Verfahrens und nach der Urteilsbegründung in dieser Hinsicht nichts mehr.“ Natürlich aber, so räumt Hipp ein, werde man auf einige Spieler noch ein genaueres Auge haben. „Das haben wir mit dem Vereins- und dem Jugendrat besprochen. Aber wir werden sicher keine interne Strafe mehr verhängen“, sagt Hipp. „Aber generell lässt sich sagen, dass so eine Sache natürlich allen beteiligten Vereinen schadet.“
(Erschienen: 06.02.2012 19:30)
Das Sportgericht Donau hatte am Freitagabend das Urteil zum Fall des C-Juniorenspiels in Hochberg zwischen dem FV Bad Saulgau und der JSG Riedlingen II gesprochen (die SZ berichtete gestern). Der JSG-Tainer hatte sich beim Spiel im November von einem Spieler des FV Bad Saulgau provoziert gefühlt und war gegen ihn tätlich geworden. Nach einem folgenden Tumult hatte der Unparteiische das Spiel abgebrochen.
„Das Urteil ist skandalös. Dem Sportgericht fehlt der Mumm in den Knochen“, erregte sich Stefan Schmid über das Urteil. „Die wollen die Probleme nicht anfassen, die Ursachen. Denn alles hat eine Ursache“, denn schließlich sei die Aggression eindeutig von dem Spieler des FV Bad Saulgau ausgegangen. „Ich hätte mir schon mehr Neutralität erhofft. Unser Trainer steht zu dem, was vorgefallen ist und akzeptiert die Strafe, auch in dieser Höhe, aber wir haben uns vorgestellt, dass mehr neutrale Stimmen Einfluss auf die Urteilsfindung haben.“ Der Schiedsrichter habe die Darstellung des FV Bad Saulgau einhundertprozentig übernommen und diese so weitergegeben. Die Sichtweise von neutralen Beobachtern, wie die des Trainers aus Altshausen, der entsprechende Mails an den Vorsitzen des SV Daugendorf verfasst hatte (liegen der Redaktion vor, genauso wie eine Mail eines anderen Vereins, der seine vermeintlichen Erfahrungen mit der betreffenden Jugend des FV Bad Saulgau geschildert hatte, d. Red.) sei völlig außer Acht gelassen worden. „Wir werden in jedem Fall Berufung einlegen und ich hoffe, dass im Berufungsverfahren mehr Neutralität herrscht“, sagte Schmid.
„Wir akzeptieren das so“
Ganz anders sieht das Peter Hipp, Vorstandsmitglied für den Bereich Jugend beim FV Bad Saulgau. „Letztlich bestätigt das Urteil unsere Sichtweise der Dinge, wie wir das ja schon damals, im Leserbrief angekündigt und gefordert hatten“, sagt Hipp. „Es gibt die Stellungnahme wider, die wir abgegeben haben.“ Und das nicht nur, was das Urteil gegen den Trainer der JSG Riedlingen betreffe. „Zwei Spieler von uns sind komplett freigesprochen worden, ein Spieler hat eine vierzehntägige Sperre erhalten. Wir akzeptieren das so.“ Seine Spieler müsse er ob ihres Handelns auch in Schutz nehmen. „Da hat das Gericht wohl auch gesehen, dass die auch in Notwehr gehandelt haben und ihrem Freund helfen wollten.“
Dass der FV Bad Saulgau ein Problem mit einigen jugendlichen Spielern habe – ganz so wie der Bezirksvorsitzende es einmal gegenüber der Jugendleiterin Bea Deichen vermutet haben soll – weist Peter Hipp zurück. „Ich glaube, wir haben nicht mehr und nicht weniger Probleme als jeder andere Verein auch. Und vom Bezirksvorsitzenden kam im weiteren Verlauf des Verfahrens und nach der Urteilsbegründung in dieser Hinsicht nichts mehr.“ Natürlich aber, so räumt Hipp ein, werde man auf einige Spieler noch ein genaueres Auge haben. „Das haben wir mit dem Vereins- und dem Jugendrat besprochen. Aber wir werden sicher keine interne Strafe mehr verhängen“, sagt Hipp. „Aber generell lässt sich sagen, dass so eine Sache natürlich allen beteiligten Vereinen schadet.“
(Erschienen: 06.02.2012 19:30)


































