Bad Saulgau Sport
Unger holt sich die Form -- das ALZ will Rang drei

Den Kennern der Szene leuchten die Augen, wenn sie die Startliste des Auftaktrennens der Triathlon-Bundesliga am Sonntag in Gladbeck durchgehen. Daniel Unger, der für Hansgrohe Schwarzwald startet, bekommt es mit dem Australier Brad Kahlefeld, dem Franzosen Frederic Belaubre, dem Russen Ivan Vasiliev und vielen Stars der deutschen Szene zu tun. „Ungerman“ bewies in den vergangenen Wochen zweimal seine starke Form. Anfang Mai gewann er mit einer Zehntelsekunde Vorsprung den Thurgau-Triathlon vor Lukas Salvenberg und Sven Riederer. Und an Christi Himmelfahrt führte Unger seine Laufform im heimischen Bad Saulgau vor.
Der Modus der Bundesliga ist unverändert und verspricht vor allem am Nachmittag Spannung, wenn die Teams im Jagdstart losschwimmen. Die Distanzen dieses Teamrennens sind 550 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Die Abstände der Mannschaften werden am Vormittag über die Grand-Prix-Distanz (250 m/5 km/2,5 km) ermittelt. Alle Zeiten der einzelnen Teammitglieder werden addiert.
Beide Mannschaften des ALZ Sigmaringen gehen mit einem verstärkten Kader in die neue Saison. Den „Gelben“ kommt die Außenseiterrolle gelegen. Teamleiter Elmer Gneiting bangt nur um Rene Göhler, der auf einen Einsatz brennt, da er im vergangenen Jahr krankheitsbedingt nicht starten konnte. Eine muskuläre Entzündung macht ihm noch zu schaffen. Sollte er ausfallen, erhält Martin Sommer das Vertrauen. Er würde mit der Nummer eins des ALZ aus dem Vorjahr, James Elvery, den „Dauerbrennern“ Per Bittner und Alexander Trappiel sowie Dominik Kugler die Mannschaft bilden. Das ALZ will versuchen, sich mit Teams wie Griesheim, Potsdam, Lemgo oder Obergünzburg um die Plätze vier bis sechs zu streiten, denn Meister Buschütten, Hansgrohe Schwarzwald und Witten sind wohl eine Nummer zu groß. Zum Männerkader des ALZ, das Platz fünf als Ziel augegeben hat, gehören neben den Genannten Marc Widmer und Tom Davison sowie die jungen Neuzugänge Zbynek Pospichal aus Tschechien und Richard Murray, der schon vor zwei Jahren längere Zeit in Sigmaringen trainierte und in Rimini als Junior zum zweiten Mal Duathlon-Weltmeister wurde. Zum erweiterten Kader gehört außerdem der noch unbekannte US-Amerikaner Jimmy Archer.
Bei den Frauen wird ein Zweikampf zwischen Witten und Erlangen erwartet. Beide Teams sind mit Topathletinnen gespickt. Hier kann das ALZ nicht auf die besten vier Frauen zurückgreifen, da die beiden Stars, die Neuseeländerinnen Debbie Tanner und Kate Mc Ilroy, noch nicht in Europa sind. Zudem ist der niederländische Neuzugang Danne Boterenbrood noch verletzt und musste schon in den ersten Weltcuprennen passen.
Neuseeländer kommen
Jenny Zenker, die überragende ALZ-Starterin des vergangenen Jahres, Scarlet Vatlach und die beiden jungen Tschechinnen Hana Kolarova und Jitka Simakova werden versuchen, sich möglichst weit vorne zu platzieren. Ziel ist in diesem Jahr Platz drei, den die Teamleitung ausgegeben hat. Denn bis zum Finale in Offenburg im vergangenen Jahr durften die ALZ-Frauen auf einen Platz unter den ersten Drei hoffen, dennoch reichte es am Ende nur zum vierten Platz. Jetzt soll in diesem Jahr ein Podiumsplatz herausspringen. Elmer Gneiting rechnet neben Witten und Erlangen mit der Mannschaft Krefelds.
„Wir hoffen, mit dem vergrößerten Kader mehr Flexibilität zu haben“, sagt Teamchef Elmer Gneiting. So könne man einigen Athleten auch mal eine Wettkampfpause mit Training einräumen, in der LBS-Liga Athleten testen oder andere Athleten einen Ironman machen lassen, während vorwiegend die jungen Triathleten bei den schnelleren Sprints zum Einsatz kommen. „Doch ist die Saison sehr lang und immer mehr Triathleten aus den ALZ- Teams haben internationale Aufgaben zu bewältigen.“
Ab Mitte Mai ist Englisch wieder die Hauptsprache am Leistungszentrum in der Liebfrauenschule. Dann reisen die ersten ausländischen Starter an, wohnen im Internat des ALZ und bereichern die Trainingsgruppe. Auch die Nationalmannschaft Neuseelands wird den größten Teil des Sommers wieder ihre Europabasis in der Liebfrauenschule haben und sich in und um Sigmaringen auf die Weltcuprennen und das WM-Finale der ITU-Championship in Budapest im September vorbereiten.
(Erschienen: 15.05.2010 17:15)

Den Kennern der Szene leuchten die Augen, wenn sie die Startliste des Auftaktrennens der Triathlon-Bundesliga am Sonntag in Gladbeck durchgehen. Daniel Unger, der für Hansgrohe Schwarzwald startet, bekommt es mit dem Australier Brad Kahlefeld, dem Franzosen Frederic Belaubre, dem Russen Ivan Vasiliev und vielen Stars der deutschen Szene zu tun. „Ungerman“ bewies in den vergangenen Wochen zweimal seine starke Form. Anfang Mai gewann er mit einer Zehntelsekunde Vorsprung den Thurgau-Triathlon vor Lukas Salvenberg und Sven Riederer. Und an Christi Himmelfahrt führte Unger seine Laufform im heimischen Bad Saulgau vor.
Der Modus der Bundesliga ist unverändert und verspricht vor allem am Nachmittag Spannung, wenn die Teams im Jagdstart losschwimmen. Die Distanzen dieses Teamrennens sind 550 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Die Abstände der Mannschaften werden am Vormittag über die Grand-Prix-Distanz (250 m/5 km/2,5 km) ermittelt. Alle Zeiten der einzelnen Teammitglieder werden addiert.
Beide Mannschaften des ALZ Sigmaringen gehen mit einem verstärkten Kader in die neue Saison. Den „Gelben“ kommt die Außenseiterrolle gelegen. Teamleiter Elmer Gneiting bangt nur um Rene Göhler, der auf einen Einsatz brennt, da er im vergangenen Jahr krankheitsbedingt nicht starten konnte. Eine muskuläre Entzündung macht ihm noch zu schaffen. Sollte er ausfallen, erhält Martin Sommer das Vertrauen. Er würde mit der Nummer eins des ALZ aus dem Vorjahr, James Elvery, den „Dauerbrennern“ Per Bittner und Alexander Trappiel sowie Dominik Kugler die Mannschaft bilden. Das ALZ will versuchen, sich mit Teams wie Griesheim, Potsdam, Lemgo oder Obergünzburg um die Plätze vier bis sechs zu streiten, denn Meister Buschütten, Hansgrohe Schwarzwald und Witten sind wohl eine Nummer zu groß. Zum Männerkader des ALZ, das Platz fünf als Ziel augegeben hat, gehören neben den Genannten Marc Widmer und Tom Davison sowie die jungen Neuzugänge Zbynek Pospichal aus Tschechien und Richard Murray, der schon vor zwei Jahren längere Zeit in Sigmaringen trainierte und in Rimini als Junior zum zweiten Mal Duathlon-Weltmeister wurde. Zum erweiterten Kader gehört außerdem der noch unbekannte US-Amerikaner Jimmy Archer.
Bei den Frauen wird ein Zweikampf zwischen Witten und Erlangen erwartet. Beide Teams sind mit Topathletinnen gespickt. Hier kann das ALZ nicht auf die besten vier Frauen zurückgreifen, da die beiden Stars, die Neuseeländerinnen Debbie Tanner und Kate Mc Ilroy, noch nicht in Europa sind. Zudem ist der niederländische Neuzugang Danne Boterenbrood noch verletzt und musste schon in den ersten Weltcuprennen passen.
Neuseeländer kommen
Jenny Zenker, die überragende ALZ-Starterin des vergangenen Jahres, Scarlet Vatlach und die beiden jungen Tschechinnen Hana Kolarova und Jitka Simakova werden versuchen, sich möglichst weit vorne zu platzieren. Ziel ist in diesem Jahr Platz drei, den die Teamleitung ausgegeben hat. Denn bis zum Finale in Offenburg im vergangenen Jahr durften die ALZ-Frauen auf einen Platz unter den ersten Drei hoffen, dennoch reichte es am Ende nur zum vierten Platz. Jetzt soll in diesem Jahr ein Podiumsplatz herausspringen. Elmer Gneiting rechnet neben Witten und Erlangen mit der Mannschaft Krefelds.
„Wir hoffen, mit dem vergrößerten Kader mehr Flexibilität zu haben“, sagt Teamchef Elmer Gneiting. So könne man einigen Athleten auch mal eine Wettkampfpause mit Training einräumen, in der LBS-Liga Athleten testen oder andere Athleten einen Ironman machen lassen, während vorwiegend die jungen Triathleten bei den schnelleren Sprints zum Einsatz kommen. „Doch ist die Saison sehr lang und immer mehr Triathleten aus den ALZ- Teams haben internationale Aufgaben zu bewältigen.“
Ab Mitte Mai ist Englisch wieder die Hauptsprache am Leistungszentrum in der Liebfrauenschule. Dann reisen die ersten ausländischen Starter an, wohnen im Internat des ALZ und bereichern die Trainingsgruppe. Auch die Nationalmannschaft Neuseelands wird den größten Teil des Sommers wieder ihre Europabasis in der Liebfrauenschule haben und sich in und um Sigmaringen auf die Weltcuprennen und das WM-Finale der ITU-Championship in Budapest im September vorbereiten.
(Erschienen: 15.05.2010 17:15)



































