Bad Saulgau Sport
Mengen will eine „langfristige Basis“ legen

Von unserem Redakteur Marc Dittmann
16 Mannschaften gehen ins Rennen um den Titel in der höchsten baden-württembergischen Liga. Team-Kapitän Manfred Nusser erwartet ein enges Rennen: „Die ersten drei des vergangenen Jahres haben sich enorm verstärkt.“ So starten Athleten wie Michael Göhner (TSG Reutlingen) und Routinier Stephan Vuckovic heuer in der LBS-Liga. Das „Daniel-Unger-Sports-Team“ – unter diesem Namen firmiert die Männermannschaft von Mengens Triathleten – will sich erstmal etablieren. „Ein Platz unter den ersten Acht“, gibt Nusser als Ziel aus. „Wir wollen aber eine langfristige Basis legen und die Jugend nach und nach heranführen.“ Denn anders als in den vergangenen Jahren soll mehr Nachwuchsathleten der Sprung in die Aktivenklasse gelingen. Zu viele Jugendliche beendeten in der Vergangenheit nach einem ordentlichen Werdegang in der Jugend die Laufbahn. „Bei den Aktiven weht halt ein anderer Wind. Und wenn die Erfolge dann zunächst ausbleiben, verkraften das nicht alle. Der Trainingsaufwand ist bei den Erwachsenen mit 25 Stunden auch mehr als doppelt so hoch wie in der Jugend.“ Das das können nicht alle leisten. Doch die Mengener Mannschaft 2010 besteht aus einem Gutteil an jungen Nachwuchskräften. Neben Routinier Manfred Nusser stehen Teamchef Stefan Vollmer sechs gleichwertige Athleten zur Verfügung. Zum einen kehrte Mario Schierok nach zwei Jahren aus Dettingen zurück. Der 22-Jährige studiert derzeit an der DHBW in Stuttgart (BWL) und ist einer der stärksten Schwimmer im Team. Mit ihm kam der 26-Jährige Peter Ströhle nach Mengen, der hauptsächlich in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden wird. Der Bauingenieurs-Student gewann in Vogt den „Lauf in den Frühling“. Ebenfalls erst 22 Jahre alt ist Malte Staehr, der eigentlich schon aufhören wollte, durch die Erfolge im vergangenen Jahr aber „Blut“ geleckt hat und in diesem Jahr eine Platzierung unter den besten Zehn bei den wichtigen Wettkämpfen anstrebt. Der Biberacher Simon Sauter gab zuletzt als Sieger des 5,3-Kilometer-Laufs in Sigmaringen eine Talentprobe ab. Der 27 Jahre alte Diplom-Ingenieur bevorzugt Sprint und Mitteldistanz. Das Küken der Mannschaft ist Johannes Hitzler, der zuletzt Deutscher Meister im Duathlon wurde. Der 18 Jahre alte Schüler, der am OSP in Freiburg trainiert, gehört aktuell dem D-Kader an und gilt als eines der großen Mengener Talente.
Nachgefragt
„Das ist die Motivation“
Manfred „Manne“ Nusser ist mit 43 Jahren der Senior im Team von Mengens Triathleten und gemeinsam mit Teamchef Stefan Vollmer verantwortlich für die Geschicke des Teams, das in diesem Jahr erstmals unter dem Namen „Daniel-Unger-Sports-Team“ firmiert. Am morgigen Sonntag starten Nusser und Co. in Reutlingen in die Saison.
SZ: Herr Nusser, die Mannschaft der Mengener Triathleten ist stark verjüngt. Wie kam's zu den Neustart?
Manfred Nusser (43): Wir haben viele gute, junge Athleten, die eine gesunde Konkurrenz in die Mannschaften bringen. Das führte zu einer hohen Qualität bereits im Training und in der Vorbereitung. Für uns steht der Mannschaftsgedanke im Mittelpunkt. Das ist die Motivation. Der Grundgedanke ist natürlich das Leistungsprinzip. Der Unterschied zum vergangenen Jahr ist, dass unsere Personaldecke dicker ist. Vergangenes Jahr mussten wir die Starter doch einige Male geradezu zusammensuchen. Und im Kampf um den Aufstieg war es ja bekanntlich ziemlich eng.
SZ: Sie sind quasi der „Alterspräsident“.
Nusser: Ich bin jetzt 43 Jahre alt und für mich schließt sich mit dem Aufstieg ein Kreis. Ich entscheide inzwischen von Jahr zu Jahr, ob ich auf diesem Niveau weitermache. Aber für mich war der Aufstieg in die 1. LBS-Liga sicher nochmals ein Motivationsschub.
SZ: Neu ist der Name des Teams: Daniel Unger unterstützt seinen Stammverein und ist Namensgeber?
Nusser: Er unterstützt die Mannschaft vor allem ausrüstungstechnisch. Es soll die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit sein. Er empfindet das – wie wir – als Ehre, dass ein Team nach ihm benannt worden ist. Zumal es sich bei Mengens Triathleten um den Heimatverein Daniels handelt.
SZ: Der Modus der 1. Liga stellt sich für Außenstehende reichlich kompliziert dar. Vor allem der Auftaktwettkampf in Reutlingen am morgigen Sonntag.
Nusser: In Reutlingen gibt es zunächst einen Duathlon, danach wird an ein Zweier-Triathlonteam übergeben. Es zählt der Schnellste, der wiederum an ein Zweier-Traithlonduo übergibt. Von diesen beiden wird der Schnellste im Ziel gewertet.
(Erschienen: 09.05.2010 13:45)

Von unserem Redakteur Marc Dittmann
16 Mannschaften gehen ins Rennen um den Titel in der höchsten baden-württembergischen Liga. Team-Kapitän Manfred Nusser erwartet ein enges Rennen: „Die ersten drei des vergangenen Jahres haben sich enorm verstärkt.“ So starten Athleten wie Michael Göhner (TSG Reutlingen) und Routinier Stephan Vuckovic heuer in der LBS-Liga. Das „Daniel-Unger-Sports-Team“ – unter diesem Namen firmiert die Männermannschaft von Mengens Triathleten – will sich erstmal etablieren. „Ein Platz unter den ersten Acht“, gibt Nusser als Ziel aus. „Wir wollen aber eine langfristige Basis legen und die Jugend nach und nach heranführen.“ Denn anders als in den vergangenen Jahren soll mehr Nachwuchsathleten der Sprung in die Aktivenklasse gelingen. Zu viele Jugendliche beendeten in der Vergangenheit nach einem ordentlichen Werdegang in der Jugend die Laufbahn. „Bei den Aktiven weht halt ein anderer Wind. Und wenn die Erfolge dann zunächst ausbleiben, verkraften das nicht alle. Der Trainingsaufwand ist bei den Erwachsenen mit 25 Stunden auch mehr als doppelt so hoch wie in der Jugend.“ Das das können nicht alle leisten. Doch die Mengener Mannschaft 2010 besteht aus einem Gutteil an jungen Nachwuchskräften. Neben Routinier Manfred Nusser stehen Teamchef Stefan Vollmer sechs gleichwertige Athleten zur Verfügung. Zum einen kehrte Mario Schierok nach zwei Jahren aus Dettingen zurück. Der 22-Jährige studiert derzeit an der DHBW in Stuttgart (BWL) und ist einer der stärksten Schwimmer im Team. Mit ihm kam der 26-Jährige Peter Ströhle nach Mengen, der hauptsächlich in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden wird. Der Bauingenieurs-Student gewann in Vogt den „Lauf in den Frühling“. Ebenfalls erst 22 Jahre alt ist Malte Staehr, der eigentlich schon aufhören wollte, durch die Erfolge im vergangenen Jahr aber „Blut“ geleckt hat und in diesem Jahr eine Platzierung unter den besten Zehn bei den wichtigen Wettkämpfen anstrebt. Der Biberacher Simon Sauter gab zuletzt als Sieger des 5,3-Kilometer-Laufs in Sigmaringen eine Talentprobe ab. Der 27 Jahre alte Diplom-Ingenieur bevorzugt Sprint und Mitteldistanz. Das Küken der Mannschaft ist Johannes Hitzler, der zuletzt Deutscher Meister im Duathlon wurde. Der 18 Jahre alte Schüler, der am OSP in Freiburg trainiert, gehört aktuell dem D-Kader an und gilt als eines der großen Mengener Talente.
Nachgefragt
„Das ist die Motivation“
Manfred „Manne“ Nusser ist mit 43 Jahren der Senior im Team von Mengens Triathleten und gemeinsam mit Teamchef Stefan Vollmer verantwortlich für die Geschicke des Teams, das in diesem Jahr erstmals unter dem Namen „Daniel-Unger-Sports-Team“ firmiert. Am morgigen Sonntag starten Nusser und Co. in Reutlingen in die Saison.
SZ: Herr Nusser, die Mannschaft der Mengener Triathleten ist stark verjüngt. Wie kam's zu den Neustart?
Manfred Nusser (43): Wir haben viele gute, junge Athleten, die eine gesunde Konkurrenz in die Mannschaften bringen. Das führte zu einer hohen Qualität bereits im Training und in der Vorbereitung. Für uns steht der Mannschaftsgedanke im Mittelpunkt. Das ist die Motivation. Der Grundgedanke ist natürlich das Leistungsprinzip. Der Unterschied zum vergangenen Jahr ist, dass unsere Personaldecke dicker ist. Vergangenes Jahr mussten wir die Starter doch einige Male geradezu zusammensuchen. Und im Kampf um den Aufstieg war es ja bekanntlich ziemlich eng.
SZ: Sie sind quasi der „Alterspräsident“.
Nusser: Ich bin jetzt 43 Jahre alt und für mich schließt sich mit dem Aufstieg ein Kreis. Ich entscheide inzwischen von Jahr zu Jahr, ob ich auf diesem Niveau weitermache. Aber für mich war der Aufstieg in die 1. LBS-Liga sicher nochmals ein Motivationsschub.
SZ: Neu ist der Name des Teams: Daniel Unger unterstützt seinen Stammverein und ist Namensgeber?
Nusser: Er unterstützt die Mannschaft vor allem ausrüstungstechnisch. Es soll die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit sein. Er empfindet das – wie wir – als Ehre, dass ein Team nach ihm benannt worden ist. Zumal es sich bei Mengens Triathleten um den Heimatverein Daniels handelt.
SZ: Der Modus der 1. Liga stellt sich für Außenstehende reichlich kompliziert dar. Vor allem der Auftaktwettkampf in Reutlingen am morgigen Sonntag.
Nusser: In Reutlingen gibt es zunächst einen Duathlon, danach wird an ein Zweier-Triathlonteam übergeben. Es zählt der Schnellste, der wiederum an ein Zweier-Traithlonduo übergibt. Von diesen beiden wird der Schnellste im Ziel gewertet.
(Erschienen: 09.05.2010 13:45)



































