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Martin Maier im Amt bestätigt

Der Emerfelder steht der SRG Sigmaringens seit 1999 vor

Inneringen / mk Martin Maier ist für drei weitere Jahre Obmann der Schiedsrichtergruppe Sigmaringen. Die Versammlung bestätigte Maier am vergangenen Mittwochabend auf ihrer Hauptversammlung. Obmann Maier hatte eine Überraschung parat: Die Schiedsrichtergruppe ist demnächst auch Online erreichbar. Unter www.schiedsrichtergruppe-sigmaringen.de macht die Gruppe Sigmaringen ein neues Kapitel in ihrer acht Jahrzehnte währenden Geschichte auf. Unter Mithilfe von Karin Gomeringer, Andreas Janz und Hans-Peter Wessner liefen die Vorbereitungen seit Januar auf Hochtouren. Pünktlich zur Generalsversammlung gab es die ersten Eindrücke.

Teilweise neu besetzt ist der Ausschuss der Gruppe, die zurzeit über 134 aktive Schiedsrichter verfügt. Ausgeschieden ist Willi Glocker. Er wird von Markus Gmeiner ersetzt. Neu im Ausschuss die Mädchenbeauftragte und Wiedereinsteigerin Jenny Micheli. Auch in der Aufgabenverteilung hat sich eine Veränderung ergeben. Hansi Wessner ist familiär bedingt nicht mehr Vertreter des Obmanns. Er wird ersetzt durch Andreas Janz, außerdem gehören dem Ausschuss Wolfgang Madlehner und Alexander Nipp (Jugend) an. Einteiler sind Hans-Peter Wessner und Andreas Janz.

Wie schon in den zwei Amtsperioden zuvor, hatte die Gruppe wiederum einen herben Schlag zu verkraften. Im Mai 2011 brach Reiner Wenk, Lehrwart der SRG Sigmaringen im WFV bei einem A-Juniorenspiel mit einem Schlaganfall zusammen. Er musste reanimiert werden und kämpft sich seither in kleinen Schritten wieder ins Leben zurück. Reiner Wenk wurde inzwischen ein zweites Mal operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Kampf um den Nachwuchs

Wie alle Schiedsrichtergruppen, kämpft auch die SRG Sigmaringen darum, genügend Nachwuchs zu haben, um alle Spiele besetzen zu können. In diesem Zusammenhang dankte Martin Maier den WFV-Lehrwarten Reiner Wenk und Leonardo Mimmo, die in Neulingskursen den Jung-Schiedsrichtern das nötige Rüstzeug mit auf dem Weg gaben. Die Gruppe hielt seit der vergangen Hauptversammlung vier Neulingskurse ab. Von den 63 im Berichtszeitraum ausgebildeten Jungschiedsrichtern sind 53 auch heute noch tätig. Aus der Sicht Maiers „ein sicherlich sehr guter Wert“. Von den in den vergangenen acht Jahren ausgebildeten Jungschiedsrichtern sind noch über die Hälfte aktiv. Einen Grund sieht Maier hier vor allem in der neu konzipierten Betruung des Nachwuchses, die sich den Jung-Schiedsrichtern länger und ausführlicher widmet als früher. „Beispielhaft sind hier Mehmet Kacemer und Andreas Janz zu erwähnen, die mit viel Engagement die Jungschiedsrichter ihrer Region betreuen und so sicher zu einem großen Teil zu der positiven Entwicklung beitragen“, sagte Maier.

Die Gruppe besetzt derzeit Spiele bis hinunter zu den E-Junioren, übernimmt im Rahmen des Austauschs Spiele in Nachbargruppen im Aktivenbereich. „Dies ist auch ein Verdienst der guten Organisation durch die Einteiler Hans-Peter Wessner (Aktive) und Andreas Janz (Jugend)“, sagte Maier. Auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen sieht Maier „auf einem guten Weg“. Gleichzeitig kritisierte Maier einzelne Vereine wie den TSV Mägerkingen, der, obwohl zeitweise in der Bezirksliga, keinen Schiedsrichter stellt. Positiv sei dagegen die Entwicklung der Vereine, die emhr Schiedsrichter stellten als verlangt, dagegen sind zwölf Vereine derzeit unter ihrem Soll, doch nur drei dieser Vereine fehlen mehr als zwei Schiedsrichter. Insgesamt fehlen der SRG Sigmaringen nur zwei Schiedsrichter, rechnet man den Neulingskurs vom November 2011 ein, sind es sogar 15 über Soll. Explizit sprach Maier die verbalen Attacken von allen Beteiligten gegen die Schiedsrichter an, vor allem auch im Jugendbereich. Der Verband habe deshalb die Position des Vereins-Schiedsrichterbeauftragten eingeführt, „doch viele Vereine erkennen nach wie vor die Bedeutung dieser Funktion nicht“, sagte Maier. Positiv bewertet Maier, dass die Gruppe pro Jahr eine Schulung auf einem Sportgelände durchführt. So gewähre man Interessenten einen Einblick in die Arbeit.

Martin Maier ging in seinem Bericht nochmals auf die Feier zum 80-jährigen Bestehen der SRG ein. Im Rahmen des Jubiläumsjahrs hielt die Gruppe erstmals ein Sportwoche auf dem Sportgelände des TSV Harthausen ab mit einem Infoabend für die Vereine, einer Außenschulung, einem WM-Stammtisch sowie einem Kleinfeldturnier für Schiedsrichtermannschaften. Spitzenreiter in der Statistik der geleiteten Spiele bleibt Alban Endriß (Harthausen/Scher mit 1699 Spielen. Er hat seine Pfeife inzwischen an den Nagel gehängt, hält der Gruppe aber passiv die Treue.

(Erschienen: 09.02.2012 10:35)

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