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Stadtnachrichten Ellwangen

Turmzimmerabend: Pater Philipp zieht an

ELLWANGEN / sj Die Anziehungskraft von Pater Philipp Jeningen ist auch 305 Jahre nach seinem Tod ungebrochen. Zum Turmzimmerabend der "action spurensuche" am Samstag, dem Vorabend des Todestages des Virngrundapostels, kamen rund hundert Verehrer aus nah und fern auf das Schloss, um auf seinen Spuren zu wandeln. Die Resonanz auf das Angebot, am Originalschauplatz mit dem Leiter des Schlossmuseums, Matthias Steuer, auf historische Spurensuche zu gehen, war überwältigend.

Die Resonanz auf das Angebot, am Originalschauplatz mit dem Leiter des Schlossmuseums, Matthias Steuer, auf historische Spurensuche zu gehen, war überwältigend. Mit circa 40 Personen hatten die Organisatoren gerechnet. Rund 200 jedoch zeigten Interesse, der Hälfte musste die Pfarramtssekretärin von Sankt Vitus, Margret Abele, aus organisatorischen Gründen absagen. Ihr Trost: Die Veranstaltung wird wiederholt, vielleicht sogar am Tag der Wiederkehr des Ereignisses vom 14. September 1681. Das Gewitter an diesem Tag war Anlass zum Bau der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg. Fürstpropst Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden hatte seinem Freund Jeningen versprochen, die Kirche zu bauen, sollte die Stadt durch den Blitzeinschlag in das Haus Bucher in der Schmiedstraße nicht niederbrennen.

Mit Lautenmusik von Ulrich Brauchle wurden die Besucher zur Vesper in der Schlosskapelle Sankt Wendelin empfangen. Markus Krämer vom Leitungsteam der "action spurensuche" führte unter dem Motto von Ignatius von Loyola "Gott in allem suchen und finden" in die Veranstaltung ein. Teamkollege Dr. Wolfgang Steffel lud die Versammelten zur Betrachtung eines Pater-Philipp-Bildes des aus Rosenberg stammenden Malers Karl Stirner ein. Das Porträt zeigt den asketischen Jesuiten mit Kreuz und Pilgerstab, im Hintergrund Schloss und Schönenberg mit Wolken und Regenbogen. "Sein Kennzeichen war das Unterwegssein", rief Steffel auf, dem Guten Pater nachzueifern, das Gute in sich zu entdecken: "Philipp Jeningen ist ein Urbild eines guten Menschen, der sich um andere kümmert."

In zwei Gruppen aufgeteilt, führten Matthias Steuer und Klaus Korella die Philipp-Verehrer durch das Schlossmuseum hin zum besagtem Turmzimmer, mit Blick auf die Stadt. Der Abend schloss mit einem Umtrunk bei Glühwein und Tee im Barbarossakeller.

(Erschienen: 09.02.2009 00:06)

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