Stadtnachrichten Ellwangen
Zutrauliche Ziegen therapieren auf dem Rabenhof

„Sie fördern die Gesundheit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Lebensfreude unserer Klienten“, unterstreicht Claudia Knecht, die mit Andrea Staiger für das Ziegen-Projekt verantwortlich ist. Die Ziegen werden gestreichelt, in den Arm genommen, die Ziegen schenken Liebe und wecken die Bewegungslust. Mit den Ziegen wird gesprochen, brav hören sie zu. Und sie regen die Bewohner zum Gespräch untereinander und mit Besuchern an. Claudia Knecht hat im Mai 2011 eine Fortbildung zur tiergestützten Therapie absolviert.
Angefangen hat alles ganz harmlos mit einem Streichelzoo-Nachmittag auf dem Rabenhof. Kälbchen, Hühner und Hasen, Meerschweinchen und eine Schildkröte gaben sich da ein Stelldichein – und Ziegen. Doch bis letztere heimisch wurden, dauerte es ein Weilchen. Am 20. Oktober 2007 kamen als Geschenk eines ehemaligen Mitarbeiters die ersten beiden Ziegen fest auf den Rabenhof. Beide waren trächtig. Was aber niemand wusste. Ein Tier gebar Zwillinge, das andere Drillinge. Die Geißlein entpuppten sich als richtige Klettermaxe und rasten wie Raketen über das Gelände. Im April 2008 wurde deshalb auf dem Rabenhof ein „Ziegenbegrüßungsfest“ gefeiert, zumal es nun wie im Märchen sieben Ziegen gab. „Der Wolf und die sieben Geißlein“ eben, einer der Bewohner heißt Wolf.
Die Heimbewohner lieben es, die zahmen Ziegen zu striegeln, die Tiere lassen sich kraulen und kratzen. Das Ziegen-Team mit zehn Mitarbeitern und zehn Heimbewohnern schaut zweimal täglich, dass es den Geißen gut geht und sie gefüttert sind, mit Heu, Futterrüben, Maiskolben, Äpfeln, Karotten, Zwieback, Mineralfutter (Leckstein) und hartem Brot. Ein Dienstplan stellt klar, wer die Ziegen versorgt.
„Wir haben bis jetzt insgesamt elf Junge gehabt“, berichtet Claudia Knecht über den Nachwuchs, der an Hobbyzüchter verkauft wird. Wenn auf dem Rabenhof gefeiert wird, sind die Ziegen mit von der Partie, zurzeit gibt es zwei, Beauty und Roxy: Beim Sommerfest sind sie eine Attraktion, an Weihnachten tummeln sie sich an der Krippe, und beim Betriebsfest gehören sie, wenn das Lied „Heidi“ erklingt, ebenfalls dazu. Und im Heimfernsehen waren die Zicklein auch schon die Stars. Zum Franziskusfest im Herbst ist ein Tiergottesdienst geplant. Aber bereits Mitte März wird Nachwuchs erwartet. Claudia Knecht selbst hat übrigens im vergangenen Jahr zwei Ziegen zum Geburtstag bekommen.
(Erschienen: 05.02.2012 19:35)

„Sie fördern die Gesundheit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Lebensfreude unserer Klienten“, unterstreicht Claudia Knecht, die mit Andrea Staiger für das Ziegen-Projekt verantwortlich ist. Die Ziegen werden gestreichelt, in den Arm genommen, die Ziegen schenken Liebe und wecken die Bewegungslust. Mit den Ziegen wird gesprochen, brav hören sie zu. Und sie regen die Bewohner zum Gespräch untereinander und mit Besuchern an. Claudia Knecht hat im Mai 2011 eine Fortbildung zur tiergestützten Therapie absolviert.
Angefangen hat alles ganz harmlos mit einem Streichelzoo-Nachmittag auf dem Rabenhof. Kälbchen, Hühner und Hasen, Meerschweinchen und eine Schildkröte gaben sich da ein Stelldichein – und Ziegen. Doch bis letztere heimisch wurden, dauerte es ein Weilchen. Am 20. Oktober 2007 kamen als Geschenk eines ehemaligen Mitarbeiters die ersten beiden Ziegen fest auf den Rabenhof. Beide waren trächtig. Was aber niemand wusste. Ein Tier gebar Zwillinge, das andere Drillinge. Die Geißlein entpuppten sich als richtige Klettermaxe und rasten wie Raketen über das Gelände. Im April 2008 wurde deshalb auf dem Rabenhof ein „Ziegenbegrüßungsfest“ gefeiert, zumal es nun wie im Märchen sieben Ziegen gab. „Der Wolf und die sieben Geißlein“ eben, einer der Bewohner heißt Wolf.
Die Heimbewohner lieben es, die zahmen Ziegen zu striegeln, die Tiere lassen sich kraulen und kratzen. Das Ziegen-Team mit zehn Mitarbeitern und zehn Heimbewohnern schaut zweimal täglich, dass es den Geißen gut geht und sie gefüttert sind, mit Heu, Futterrüben, Maiskolben, Äpfeln, Karotten, Zwieback, Mineralfutter (Leckstein) und hartem Brot. Ein Dienstplan stellt klar, wer die Ziegen versorgt.
„Wir haben bis jetzt insgesamt elf Junge gehabt“, berichtet Claudia Knecht über den Nachwuchs, der an Hobbyzüchter verkauft wird. Wenn auf dem Rabenhof gefeiert wird, sind die Ziegen mit von der Partie, zurzeit gibt es zwei, Beauty und Roxy: Beim Sommerfest sind sie eine Attraktion, an Weihnachten tummeln sie sich an der Krippe, und beim Betriebsfest gehören sie, wenn das Lied „Heidi“ erklingt, ebenfalls dazu. Und im Heimfernsehen waren die Zicklein auch schon die Stars. Zum Franziskusfest im Herbst ist ein Tiergottesdienst geplant. Aber bereits Mitte März wird Nachwuchs erwartet. Claudia Knecht selbst hat übrigens im vergangenen Jahr zwei Ziegen zum Geburtstag bekommen.
(Erschienen: 05.02.2012 19:35)
Klinik Plus
Ausgabe 02/12: PDF 6,8 MB)
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