Stadtnachrichten Ellwangen
Museumsleiter Andreas Gut ist zuversichtlich
Im Gespräch mit unserer Zeitung bedauerte Andreas Gut auch die erstmalige „Winterschließung“ vom 16. Januar bis 26. Februar, die er bis zum letzten Moment zu verhindern suchte: „Rund 2000 Euro Einnahmen gehen dem Museum damit verloren“, so Gut. Nach zehn Jahren will der Archäologe, der das Museum aufgebaut hat, nicht aufgeben und sieht trotz persönlicher finanzieller Einschränkungen, die er für die kommenden zwei Jahre der Schonfrist hinnimmt, die Zukunft seines Hauses mit einiger Zuversicht. „Der Förderverein ist jetzt gefragt. Viele seiner Forderungen wurden bisher nicht umgesetzt“. Gut hofft, dass mit Unterstützung der Freunde und Förderer weitere besucherstarke Sonderausstellungen möglich sein werden.
Zu den einzigartigen Schätzen des Museums zählen neben dem römischen Siegesaltar des Jahres 260 nach Christus, 1992 in Augsburg gefunden, und dem Zöbinger Baumsarg auch Kreuze aus Blattgold mit teils heidnischen, teils christlichen Motiven, die ab dem 7. Jahrhundert aufs Leichentuch genäht oder den Toten als „Charonspfennig“, als Entgelt für den Fährmann ins Jenseits, auf die Lippen gelegt wurden. Spektakuläre Highlights der Sammlung sind auch das Goldgriffschwert aus Villingendorf bei Rottweil und die Lauchheimer Goldscheibenfibel. Wie Andreas Gut erläuterte, spricht vieles dafür, dass es östlich der heutigen Priestergasse ein alamannisches Dorf gab, in der auch Teile der Familie von Hariolf und Erlolf unterkamen. 764 gründeten die Brüder unweit der Siedlung „Elehenwang“, „bei den Elchen“, ihr karolingisches Kloster. Ellwangen wurde das erste Benediktinerkloster im heutigen Württemberg. „Die Alamannen gehören also zum Ellwanger Stadtjubiläum 2014 unbedingt dazu“, so Gut. Und damit auch das Museum, das Archäologie und Geschichte unserer Heimat lebendig vermittelt..
(Erschienen: 01.01.2012 23:59)
Im Gespräch mit unserer Zeitung bedauerte Andreas Gut auch die erstmalige „Winterschließung“ vom 16. Januar bis 26. Februar, die er bis zum letzten Moment zu verhindern suchte: „Rund 2000 Euro Einnahmen gehen dem Museum damit verloren“, so Gut. Nach zehn Jahren will der Archäologe, der das Museum aufgebaut hat, nicht aufgeben und sieht trotz persönlicher finanzieller Einschränkungen, die er für die kommenden zwei Jahre der Schonfrist hinnimmt, die Zukunft seines Hauses mit einiger Zuversicht. „Der Förderverein ist jetzt gefragt. Viele seiner Forderungen wurden bisher nicht umgesetzt“. Gut hofft, dass mit Unterstützung der Freunde und Förderer weitere besucherstarke Sonderausstellungen möglich sein werden.
Zu den einzigartigen Schätzen des Museums zählen neben dem römischen Siegesaltar des Jahres 260 nach Christus, 1992 in Augsburg gefunden, und dem Zöbinger Baumsarg auch Kreuze aus Blattgold mit teils heidnischen, teils christlichen Motiven, die ab dem 7. Jahrhundert aufs Leichentuch genäht oder den Toten als „Charonspfennig“, als Entgelt für den Fährmann ins Jenseits, auf die Lippen gelegt wurden. Spektakuläre Highlights der Sammlung sind auch das Goldgriffschwert aus Villingendorf bei Rottweil und die Lauchheimer Goldscheibenfibel. Wie Andreas Gut erläuterte, spricht vieles dafür, dass es östlich der heutigen Priestergasse ein alamannisches Dorf gab, in der auch Teile der Familie von Hariolf und Erlolf unterkamen. 764 gründeten die Brüder unweit der Siedlung „Elehenwang“, „bei den Elchen“, ihr karolingisches Kloster. Ellwangen wurde das erste Benediktinerkloster im heutigen Württemberg. „Die Alamannen gehören also zum Ellwanger Stadtjubiläum 2014 unbedingt dazu“, so Gut. Und damit auch das Museum, das Archäologie und Geschichte unserer Heimat lebendig vermittelt..
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