Stadtnachrichten Ellwangen
Aschenputtel-Musical wie im Märchen
Das arme Aschenputtel, ausgenutzt und schlecht behandelt von ihrer Stiefmutter und dessen dümmlicher Tochter, schleicht sich auf den Ball des Königs. Der Prinz, welcher wenig interessiert an der von ihm verlangten Brautschau ist, verliebt sich in sie und macht sie zur Prinzessin. So alt bekannt, so gut. Dennoch verleihen die vier Schauspieler dem Stück vor allem mit ihrem Gesang einen neuen Schliff. Einfache Texte, Duette und romantische Lieder unterstreichen die Handlung und die Charaktere. Die Musik von Christian Becker und Christoph Kloppenburg der Jazz-Band „MOCA“ bringt Modernität in das Märchen. Die Mischung aus Pop, Rock und Jazz fügt sich gut in die Geschichte, verleiht Schwung, Tragik und Romantik.
Besonders überzeugend spielt und singt Inga Schlimme die Rolle der Stiefmutter. Kraftvoll und hart, fies, eingebildet, herablassend und stimmgewaltig: Eine Stiefmutter wie sie im Buche steht. Ebenso besticht das Aschenputtel, gespielt von Marlene Zilias, durch eine Mischung von romantischer Naivität, kecker Frechheit und Selbstbewusstsein. Nur zu Beginn wirkt sie etwas zu heiter und lacht zu viel für die Rolle der unterdrückten Stieftochter.
Das Bühnenbild ist schlicht, aber dennoch wirksam und vor allem praktisch: Mit wenigen Handgriffen der Schauspieler wird aus dem Wohnhaus des Aschenputtels der Ballsaal. Der Umbau beim Szenenwechsel stört den Verlauf wenig und wird vielmehr in die Handlung eingebunden. Vom grünen Jäger-Outfit des Prinzen bis zum weißen Ballkleid des Aschenputtels erfüllen die Kostüme alle Erwartungen von Märchenkennern.
Fazit: Ein Märchen mit der Mischung von Bühnentheater und Musical, die harmoniert und das sich lohnt anzuschauen – auch für Erwachsene.
(Erschienen: 15.12.2011 19:30)
Das arme Aschenputtel, ausgenutzt und schlecht behandelt von ihrer Stiefmutter und dessen dümmlicher Tochter, schleicht sich auf den Ball des Königs. Der Prinz, welcher wenig interessiert an der von ihm verlangten Brautschau ist, verliebt sich in sie und macht sie zur Prinzessin. So alt bekannt, so gut. Dennoch verleihen die vier Schauspieler dem Stück vor allem mit ihrem Gesang einen neuen Schliff. Einfache Texte, Duette und romantische Lieder unterstreichen die Handlung und die Charaktere. Die Musik von Christian Becker und Christoph Kloppenburg der Jazz-Band „MOCA“ bringt Modernität in das Märchen. Die Mischung aus Pop, Rock und Jazz fügt sich gut in die Geschichte, verleiht Schwung, Tragik und Romantik.
Besonders überzeugend spielt und singt Inga Schlimme die Rolle der Stiefmutter. Kraftvoll und hart, fies, eingebildet, herablassend und stimmgewaltig: Eine Stiefmutter wie sie im Buche steht. Ebenso besticht das Aschenputtel, gespielt von Marlene Zilias, durch eine Mischung von romantischer Naivität, kecker Frechheit und Selbstbewusstsein. Nur zu Beginn wirkt sie etwas zu heiter und lacht zu viel für die Rolle der unterdrückten Stieftochter.
Das Bühnenbild ist schlicht, aber dennoch wirksam und vor allem praktisch: Mit wenigen Handgriffen der Schauspieler wird aus dem Wohnhaus des Aschenputtels der Ballsaal. Der Umbau beim Szenenwechsel stört den Verlauf wenig und wird vielmehr in die Handlung eingebunden. Vom grünen Jäger-Outfit des Prinzen bis zum weißen Ballkleid des Aschenputtels erfüllen die Kostüme alle Erwartungen von Märchenkennern.
Fazit: Ein Märchen mit der Mischung von Bühnentheater und Musical, die harmoniert und das sich lohnt anzuschauen – auch für Erwachsene.
(Erschienen: 15.12.2011 19:30)
Klinik Plus
Ausgabe 02/12: PDF 6,8 MB)
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