Stadtnachrichten Aalen
Wulz: Kirchen sind nicht auf Holzweg
Von unserem Mitarbeiter Gerhard Krehlik
Der Männerchor der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben unter der Leitung von Rainer Johannes Homburg übernahm zusammen mit dem Knabenchor der Neresheimer Abtei unter der Leitung von Pater Albert Knebel und dem Konvent der Benediktinerabtei die musikalische Gestaltung der Vesper. Pater Hugo Weihermüller spielte zum Ein- und Auszug die große Holzhey-Orgel. Für die Predigt hatte man die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz eingeladen.
Wulz zeigt Gemeinsamkeiten
Wulz stellte sechs wesentliche ökumenische Gemeinsamkeiten der katholischen und der evangelischen Kirche in den Mittelpunkt ihrer Predigt: die Taufe, das Bekenntnis des Glaubens, die Gemeinschaft der Gemeinde und der Gläubigen, das Brechen des Brotes, das Gebet und die Verantwortung für die Armen. Sie verwies auch darauf, dass sich die beiden Kirchen beileibe nicht auf einem „Holzweg“ befinden, auch wenn man -- nicht nur in den vergangenen 90 Jahren – mit Anfechtungen und Fragen der Glaubwürdigkeit zu kämpfen hatte, und dieser Weg nicht immer lustig und fröhlich war. Aber -- sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche -- haben etwas, das ausreicht, um den Menschen eine Ahnung von dem Glauben, von der Liebe und von der Hoffnung ins Herz zu legen, die seit Ostern auf der Welt sind.
Für den musikalischen und gesanglichen Wohlklang unter den prächtigen Kuppeln der Abteikirche hatte sich der Männerchor der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben vor allem das „Adspice Domini“ von Felix Mendelssohn Bartholdy ausgewählt. Die hellen Stimmen des Knabenchors der Abtei hörten die Besucher zum Versikel mit „I will magnify thee“ von Joseph Corfe. Gemeinsam erklangen das Magnificat in D von Charles Gounod und zur Verehrung der Heiligen Eucharistie das „Adoramus te“ von Theodore Dubois.
Bei den Gregorianischen Chorälen zu den Psalmvertonungen stimmte auch der Klosterkonvent mit ein, sodass besonders hier eine besonders feierliche, zuweilen mystische Atmosphäre bei diesem musikalisch dominierten Vespergottesdienst entstand.
(Erschienen: 14.06.2010 19:30)
Von unserem Mitarbeiter Gerhard Krehlik
Der Männerchor der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben unter der Leitung von Rainer Johannes Homburg übernahm zusammen mit dem Knabenchor der Neresheimer Abtei unter der Leitung von Pater Albert Knebel und dem Konvent der Benediktinerabtei die musikalische Gestaltung der Vesper. Pater Hugo Weihermüller spielte zum Ein- und Auszug die große Holzhey-Orgel. Für die Predigt hatte man die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz eingeladen.
Wulz zeigt Gemeinsamkeiten
Wulz stellte sechs wesentliche ökumenische Gemeinsamkeiten der katholischen und der evangelischen Kirche in den Mittelpunkt ihrer Predigt: die Taufe, das Bekenntnis des Glaubens, die Gemeinschaft der Gemeinde und der Gläubigen, das Brechen des Brotes, das Gebet und die Verantwortung für die Armen. Sie verwies auch darauf, dass sich die beiden Kirchen beileibe nicht auf einem „Holzweg“ befinden, auch wenn man -- nicht nur in den vergangenen 90 Jahren – mit Anfechtungen und Fragen der Glaubwürdigkeit zu kämpfen hatte, und dieser Weg nicht immer lustig und fröhlich war. Aber -- sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche -- haben etwas, das ausreicht, um den Menschen eine Ahnung von dem Glauben, von der Liebe und von der Hoffnung ins Herz zu legen, die seit Ostern auf der Welt sind.
Für den musikalischen und gesanglichen Wohlklang unter den prächtigen Kuppeln der Abteikirche hatte sich der Männerchor der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben vor allem das „Adspice Domini“ von Felix Mendelssohn Bartholdy ausgewählt. Die hellen Stimmen des Knabenchors der Abtei hörten die Besucher zum Versikel mit „I will magnify thee“ von Joseph Corfe. Gemeinsam erklangen das Magnificat in D von Charles Gounod und zur Verehrung der Heiligen Eucharistie das „Adoramus te“ von Theodore Dubois.
Bei den Gregorianischen Chorälen zu den Psalmvertonungen stimmte auch der Klosterkonvent mit ein, sodass besonders hier eine besonders feierliche, zuweilen mystische Atmosphäre bei diesem musikalisch dominierten Vespergottesdienst entstand.
(Erschienen: 14.06.2010 19:30)
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