Stadtnachrichten Aalen
SHW-Firma zieht auf die Kocherwiesen

Von unserem Redakteur Alexander Gässler
„Das Hüttlinger Konzept war schlüssig und aus einem Guss“, sagt Achim Brommer. Der Geschäftsführer der SHW Handling and Solutions GmbH (SHW SHS) und Bürgermeister Günter Ensle haben am Dienstag die Ansiedlungspläne für das Wasseralfinger Traditionsunternehmen vorgestellt, das 70 Mitarbeiter – gut die Hälfte Ingenieure – beschäftigt und in der Siloaustragetechnik für schwerfließende Schüttgüter weltweit aktiv ist.
Die SHW SHS wird auf den Kocherwiesen nahe der Heimatsmühle neu bauen – und zwar eine 3500 Quadratmeter große Fertigungshalle und ein 1000 Quadratmeter großes Verwaltungsgebäude. „Die Ausgaben sind auf vier Millionen Euro budgetiert“, sagt Brommer. Das Grundstück, das die SHW SHS von der Gemeinde gekauft hat, ist sogar 10000 Quadratmeter groß. Ein weiterer Punkt, der für Hüttlingen sprach, wie Brommer sagt, der in Sachen Umwelt- und Energietechnik „einen deutlichen Schub“ fürs Unternehmen erwartet.
Seither ist die SHW SHS bei der SHW Casting Technologies an der Wilhelmstraße eingemietet, sieht dort aber keine Möglichkeit für eine Erweiterung. Deshalb habe man etwas auf „auf der grünen Wiese“ gesucht, sagt Brommer und verweist auf Altlasten: „400 Jahre Eisenverhüttung – die Spuren findet man an allen Ecken wieder.“ Ende 2011 läuft der Mietvertrag aus, im Herbst will Brommer mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes beginnen. „Sonst wird die Zeitschiene etwas knapp.“
Brommer und Ensle bestätigen Verhandlungen seit eineinhalb Jahren. Vergangene Woche habe man sich geeinigt. 70 neue Arbeitsplätze seien für Hüttlingen ein großer Gewinn, sagt Ensle. Im Gegenzug glaubt er, dass sich der Verlust für Aalen im Hinblick auf das Gewerbesteueraufkommen verschmerzen lasse. Ensle erinnert an den Wegzug der Cellent AG, die vor zwei Jahren ins Zeiss-Bürohaus in der Aalener Gartenstraße umsiedelte. Jetzt stehe es zwischen Aalen und Hüttlingen eins zu eins, scherzt er.
In Aalen hatte man zuletzt alles versucht, die SHW SHS zu halten. In Wasseralfingen gebe es keine geeignete Fläche, sagt OB Martin Gerlach. Die Löwenbrauerei hätte zwar eine beim E-Center, will sie aber nach eigenen Angaben nicht verkaufen, weil sie sich möglicher künftiger Erweiterungspläne nicht selbst berauben will. Die Grundstückspreise im Dauerwang seien SHW SHS zu teuer gewesen, ergänzt Gerlach. Der Grundstückspreis sei für die Entscheidung Kocherwiesen sekundär gewesen, kontert Brommer. Dass er die Firma mit einem Kampfpreis gelockt habe, davon mag Bürgermeister Ensle nichts wissen: „Wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten.“
Laut OB Gerlach hatten sich Stadt und Unternehmen beinahe auf ein Grundstück beim Fachsenfelder Netto-Markt geeinigt. Das scheiterte jedoch Ende 2009, weil das Gelände hätte aufwendig eingeebnet werden müssen – außerdem wegen der Verkehrsanbindung und einer anderen Vorwahl, wie Brommer ergänzt. Zuletzt hatte die Stadt im Eilverfahren das Gewerbegebiet Staudenfeld in Oberalfingen ausgewiesen. Ein sehr attraktives Gebiet, findet Brommer, aber das Hüttlinger Konzept habe besser gepasst.
(Erschienen: 09.03.2010 19:05)

Von unserem Redakteur Alexander Gässler
„Das Hüttlinger Konzept war schlüssig und aus einem Guss“, sagt Achim Brommer. Der Geschäftsführer der SHW Handling and Solutions GmbH (SHW SHS) und Bürgermeister Günter Ensle haben am Dienstag die Ansiedlungspläne für das Wasseralfinger Traditionsunternehmen vorgestellt, das 70 Mitarbeiter – gut die Hälfte Ingenieure – beschäftigt und in der Siloaustragetechnik für schwerfließende Schüttgüter weltweit aktiv ist.
Die SHW SHS wird auf den Kocherwiesen nahe der Heimatsmühle neu bauen – und zwar eine 3500 Quadratmeter große Fertigungshalle und ein 1000 Quadratmeter großes Verwaltungsgebäude. „Die Ausgaben sind auf vier Millionen Euro budgetiert“, sagt Brommer. Das Grundstück, das die SHW SHS von der Gemeinde gekauft hat, ist sogar 10000 Quadratmeter groß. Ein weiterer Punkt, der für Hüttlingen sprach, wie Brommer sagt, der in Sachen Umwelt- und Energietechnik „einen deutlichen Schub“ fürs Unternehmen erwartet.
Seither ist die SHW SHS bei der SHW Casting Technologies an der Wilhelmstraße eingemietet, sieht dort aber keine Möglichkeit für eine Erweiterung. Deshalb habe man etwas auf „auf der grünen Wiese“ gesucht, sagt Brommer und verweist auf Altlasten: „400 Jahre Eisenverhüttung – die Spuren findet man an allen Ecken wieder.“ Ende 2011 läuft der Mietvertrag aus, im Herbst will Brommer mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes beginnen. „Sonst wird die Zeitschiene etwas knapp.“
Brommer und Ensle bestätigen Verhandlungen seit eineinhalb Jahren. Vergangene Woche habe man sich geeinigt. 70 neue Arbeitsplätze seien für Hüttlingen ein großer Gewinn, sagt Ensle. Im Gegenzug glaubt er, dass sich der Verlust für Aalen im Hinblick auf das Gewerbesteueraufkommen verschmerzen lasse. Ensle erinnert an den Wegzug der Cellent AG, die vor zwei Jahren ins Zeiss-Bürohaus in der Aalener Gartenstraße umsiedelte. Jetzt stehe es zwischen Aalen und Hüttlingen eins zu eins, scherzt er.
In Aalen hatte man zuletzt alles versucht, die SHW SHS zu halten. In Wasseralfingen gebe es keine geeignete Fläche, sagt OB Martin Gerlach. Die Löwenbrauerei hätte zwar eine beim E-Center, will sie aber nach eigenen Angaben nicht verkaufen, weil sie sich möglicher künftiger Erweiterungspläne nicht selbst berauben will. Die Grundstückspreise im Dauerwang seien SHW SHS zu teuer gewesen, ergänzt Gerlach. Der Grundstückspreis sei für die Entscheidung Kocherwiesen sekundär gewesen, kontert Brommer. Dass er die Firma mit einem Kampfpreis gelockt habe, davon mag Bürgermeister Ensle nichts wissen: „Wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten.“
Laut OB Gerlach hatten sich Stadt und Unternehmen beinahe auf ein Grundstück beim Fachsenfelder Netto-Markt geeinigt. Das scheiterte jedoch Ende 2009, weil das Gelände hätte aufwendig eingeebnet werden müssen – außerdem wegen der Verkehrsanbindung und einer anderen Vorwahl, wie Brommer ergänzt. Zuletzt hatte die Stadt im Eilverfahren das Gewerbegebiet Staudenfeld in Oberalfingen ausgewiesen. Ein sehr attraktives Gebiet, findet Brommer, aber das Hüttlinger Konzept habe besser gepasst.
(Erschienen: 09.03.2010 19:05)
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