Stadtnachrichten Aalen
Ausbildungsmesse bricht alle Rekorde

Von unserem Mitarbeiter Herbert Kullmann
Gerade haben die ausstellenden Firmen ihre Messeplätze aufgebaut oder sind noch mitten drin, schon werden sie von Besuchern umringt. Nur knapp reichen die jeweils vier Stockwerke der benachbarten Ämter aus, um all die Angebote zu fassen. Auf der Suche nach einer geeigneten Ausbildung oder einem passenden Studienplatz kommt der Nachwuchs aus der gesamten Region und übertrifft damit die Rekordbesucherzahl vom Vorjahr.
Aalens Ausbildungs- und Studienplatzbörse ist längst die größte in Ostwürttemberg. Zu Recht, denn allein am vergangenen Samstagvormittag präsentierten sich mehr als dreihundert verschiedene Berufe aus Industrie und Handwerk, aus dem technischen und kaufmännischen Bereich sowie unzählige Studienmöglichkeiten an Hochschulen und Akademien. Dazu kamen Ausbildungsangebote von sozialen Einrichtungen und Kirchen.
Dominierende Trends waren nicht auszumachen, das Interesse der Jugendlichen verteilte sich auf alle beruflichen Möglichkeiten. Zwei Dinge waren allerdings augenfällig: Viele Betriebe suchten Kontakt zu jungen Frauen, um ihnen technische Berufe schmackhaft zu machen, andererseits gingen Mädchen von sich aus auf Angebote im technischen Bereich ein. Auffallend: Wie im Vorjahr waren viele Eltern dabei, um den Weg ihrer Kinder in die berufliche Zukunft zu begleiten.
Darauf hatten sich die beteiligten Firmen eingestellt und warteten mit jeder Menge aufschlussreichem Informationsmaterials auf, mit fachkundigen Beratern und, für die Jugendlichen ganz wichtig, mit Auszubildenden, die nicht aus der Theorie, sondern aus dem Alltag einer Lehrwerkstatt berichten konnten. Und damit dies im Wortsinne begreifbar war, hatten sie praktische Ausbildungsbeispiele dabei.
Für den Chef der Aalener Agentur für Arbeit Hans-Joachim Gulde beweist die Messe, wie gut die Netzwerkarbeit in der Region funktioniert. „Wenn Industrie, Handwerk, Unternehmer, Gewerkschaften, das Bündnis für Arbeit, Städte, Gemeinden, Schulen und Hochschulen weiterhin eng kooperieren, sehe ich gute Chancen allen Jugendlichen einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu vermitteln.“ Dass allerdings jeder siebente Jugendliche unter 25 keinen Beruf erlerne, müsse nachdenklich stimmen. Noch viel Engagement sei gefordert, damit keiner verloren gehe, so Gulde. Viel Lob für die ausbildenden Firmen kam von Landrat Klaus Pavel, der ausdrücklich das duale Ausbildungssystem bejahte und der Tendenz zum „Learning by doing“ eine eindeutige Absage erteilte.
(Erschienen: 14.03.2010 12:15)

Von unserem Mitarbeiter Herbert Kullmann
Gerade haben die ausstellenden Firmen ihre Messeplätze aufgebaut oder sind noch mitten drin, schon werden sie von Besuchern umringt. Nur knapp reichen die jeweils vier Stockwerke der benachbarten Ämter aus, um all die Angebote zu fassen. Auf der Suche nach einer geeigneten Ausbildung oder einem passenden Studienplatz kommt der Nachwuchs aus der gesamten Region und übertrifft damit die Rekordbesucherzahl vom Vorjahr.
Aalens Ausbildungs- und Studienplatzbörse ist längst die größte in Ostwürttemberg. Zu Recht, denn allein am vergangenen Samstagvormittag präsentierten sich mehr als dreihundert verschiedene Berufe aus Industrie und Handwerk, aus dem technischen und kaufmännischen Bereich sowie unzählige Studienmöglichkeiten an Hochschulen und Akademien. Dazu kamen Ausbildungsangebote von sozialen Einrichtungen und Kirchen.
Dominierende Trends waren nicht auszumachen, das Interesse der Jugendlichen verteilte sich auf alle beruflichen Möglichkeiten. Zwei Dinge waren allerdings augenfällig: Viele Betriebe suchten Kontakt zu jungen Frauen, um ihnen technische Berufe schmackhaft zu machen, andererseits gingen Mädchen von sich aus auf Angebote im technischen Bereich ein. Auffallend: Wie im Vorjahr waren viele Eltern dabei, um den Weg ihrer Kinder in die berufliche Zukunft zu begleiten.
Darauf hatten sich die beteiligten Firmen eingestellt und warteten mit jeder Menge aufschlussreichem Informationsmaterials auf, mit fachkundigen Beratern und, für die Jugendlichen ganz wichtig, mit Auszubildenden, die nicht aus der Theorie, sondern aus dem Alltag einer Lehrwerkstatt berichten konnten. Und damit dies im Wortsinne begreifbar war, hatten sie praktische Ausbildungsbeispiele dabei.
Für den Chef der Aalener Agentur für Arbeit Hans-Joachim Gulde beweist die Messe, wie gut die Netzwerkarbeit in der Region funktioniert. „Wenn Industrie, Handwerk, Unternehmer, Gewerkschaften, das Bündnis für Arbeit, Städte, Gemeinden, Schulen und Hochschulen weiterhin eng kooperieren, sehe ich gute Chancen allen Jugendlichen einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu vermitteln.“ Dass allerdings jeder siebente Jugendliche unter 25 keinen Beruf erlerne, müsse nachdenklich stimmen. Noch viel Engagement sei gefordert, damit keiner verloren gehe, so Gulde. Viel Lob für die ausbildenden Firmen kam von Landrat Klaus Pavel, der ausdrücklich das duale Ausbildungssystem bejahte und der Tendenz zum „Learning by doing“ eine eindeutige Absage erteilte.
(Erschienen: 14.03.2010 12:15)
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