Stadtnachrichten Aalen
Zentrum für Altersmedizin: Zum Start gibt’s ein Klavier

Der Landrat erinnerte noch einmal an die Hiobsbotschaft vom Aus der geriatrischen Klinik der Samariterstiftung in Aalen vor einem Jahr, an 17 000 Unterschriften für den Fortbestand eines solchen altersmedizinischen Angebots – und an die Situation, vor die sich der Kreis plötzlich gestellt sah. „Wir sind selten völlig unvorbereitet“, meinte Pavel zwar, gestand aber auch: „Der Zeitpunkt des Ereignisses war ein Problem, denn wir hatten keine Räume und keine Mittel dafür.“ Sein Dank galt daher in erster Linie dem Kreistag, der „enorm viel Vertrauen investiert hat“, der Projektverwaltungs GmbH der Kreissparkasse Ostalb, die bereit war, als Bauherr zu fungieren, und nicht zuletzt Janischowski und seinem ganzen Team, die in ihrer Konzeption das Bisherige nicht eins zu eins hätten übernehmen wollen, sondern bedarfsgerecht und zukunftsorientiert etwa Neues aufbauen wollten. „Es war eine Herausforderung, aber sie ist gelungen“, meinte denn auch Janischowski, der sich sicher war, mit dem neuen Zentrum für Altersmedizin in eine gute Zukunft starten zu können.
„Alt werden ist nix für Feiglinge“, zitierte Chefärztin Iris Heßelbach den Schauspieler Joachim Fuchsberger und malte aus, dass auch auf der Ostalb der Anteil hochbetagter Menschen in wenigen Jahren gewaltig zunehmen werde. Und sie versprach: „Unser Team ist angetreten, sich den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu stellen, und wir wollen ein Stück unserer eigenen Zukunft gestalten.“ Ihr bisheriger Kollege Dr. Christian Pohlig, Chefarzt und Facharzt für Geriatrie am Klinikum Coburg, nannte in seinem Festvortrag diesen demografischen Wandel die größte Herausforderung für Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, die Deutschland seit langer Zeit erlebt habe. Die notwendige Ausdifferenzierung geriatrischer Versorgungsstrukturen werde sehr viel Geld kosten – „keine Geriatrie kostet aber noch viel mehr“, meinte Pohlig.
Die kirchliche Weihe nahmen die Dekane Ralf Drescher und Dr. Pius Angstenberger sowie Krankenhauspfarrerin Ursula Schütz vor. Zuvor gab’s reichlich Geschenke: von Kreissparkassenchef Carl Trinkl ein Klavier, von den Architekten einen 100 Jahre alten Ofen und von einer weiteren Bau-Partnerfirma eine 5000-Euro-Spende.
(Erschienen: 03.02.2012 19:05)

Der Landrat erinnerte noch einmal an die Hiobsbotschaft vom Aus der geriatrischen Klinik der Samariterstiftung in Aalen vor einem Jahr, an 17 000 Unterschriften für den Fortbestand eines solchen altersmedizinischen Angebots – und an die Situation, vor die sich der Kreis plötzlich gestellt sah. „Wir sind selten völlig unvorbereitet“, meinte Pavel zwar, gestand aber auch: „Der Zeitpunkt des Ereignisses war ein Problem, denn wir hatten keine Räume und keine Mittel dafür.“ Sein Dank galt daher in erster Linie dem Kreistag, der „enorm viel Vertrauen investiert hat“, der Projektverwaltungs GmbH der Kreissparkasse Ostalb, die bereit war, als Bauherr zu fungieren, und nicht zuletzt Janischowski und seinem ganzen Team, die in ihrer Konzeption das Bisherige nicht eins zu eins hätten übernehmen wollen, sondern bedarfsgerecht und zukunftsorientiert etwa Neues aufbauen wollten. „Es war eine Herausforderung, aber sie ist gelungen“, meinte denn auch Janischowski, der sich sicher war, mit dem neuen Zentrum für Altersmedizin in eine gute Zukunft starten zu können.
„Alt werden ist nix für Feiglinge“, zitierte Chefärztin Iris Heßelbach den Schauspieler Joachim Fuchsberger und malte aus, dass auch auf der Ostalb der Anteil hochbetagter Menschen in wenigen Jahren gewaltig zunehmen werde. Und sie versprach: „Unser Team ist angetreten, sich den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu stellen, und wir wollen ein Stück unserer eigenen Zukunft gestalten.“ Ihr bisheriger Kollege Dr. Christian Pohlig, Chefarzt und Facharzt für Geriatrie am Klinikum Coburg, nannte in seinem Festvortrag diesen demografischen Wandel die größte Herausforderung für Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, die Deutschland seit langer Zeit erlebt habe. Die notwendige Ausdifferenzierung geriatrischer Versorgungsstrukturen werde sehr viel Geld kosten – „keine Geriatrie kostet aber noch viel mehr“, meinte Pohlig.
Die kirchliche Weihe nahmen die Dekane Ralf Drescher und Dr. Pius Angstenberger sowie Krankenhauspfarrerin Ursula Schütz vor. Zuvor gab’s reichlich Geschenke: von Kreissparkassenchef Carl Trinkl ein Klavier, von den Architekten einen 100 Jahre alten Ofen und von einer weiteren Bau-Partnerfirma eine 5000-Euro-Spende.
(Erschienen: 03.02.2012 19:05)
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