Rund um Aalen
2300 tote Schweine: Brandursache noch unklar
Ein Großteil der rund 2300 Tiere auf dem Hof, darunter 500 Muttersauen, verendete jämmerlich in den Flammen oder erstickte in den Rauchwolken. Etwa 300 Tiere konnten sich aus der Brandhölle ins Freie retten. Neun Muttersauen und 13 Läuferferkel wurden auf Anweisung eines Amtstierarztes an Ort und Stelle getötet. Lastwagen brachten die übrigen überlebenden Schweine zu Viehhändlern in der Umgebung – unter anderem nach Bopfingen und Oberdorf –, wo sie notgeschlachtet wurden. „Es war verwunderlich, dass die Schweine nahezu keinen Laut von sich gegeben haben“, erzählt ein Beteiligter, „außer den Pumpen der Feuerwehr war fast nichts zu hören“.
500 Saugferkel, die jünger als vier Wochen und nicht überlebensfähig waren, wurden laut Polizei in ihren Boxen getötet. Einzelne Schweine innerhalb der Ställe waren am Mittwochmorgen noch lebendig. „Weil die Anlagen noch nicht betreten werden konnten, wurden sie von einem Jäger mit dem Gewehr zielgerecht erschossen“, sagt der Sprecher der Aalener Polizei, Bernhard Kohn.
Um Fotos vom Brandort zu machen, überflogen Polizisten die Anlage zunächst mit dem Hubschrauber der Polizeistaffel Stuttgart. Auch vom Korb der Westhausener Feuerwehrdrehleiter aus erkundeten die Ermittler den Hof. „Danach konnte die Polizei einen Weg festlegen, auf dem sie sich unter Ausschluss offenkundiger Gefahren in den Brandort vorbewegen konnte“, so Kohn. Erst jetzt konnten die Helfer tausende Tierleichen aus der Ruine bergen. Sie wurden in die Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht.
Laut Polizei hatten Jugendliche den Brand gegen 20 Uhr zuerst bemerkt. Sie alarmierten den Lippacher Schweinezüchter. Die Feuerwehren Westhausen, Lippach und Bopfingen rückten mit 75 Mann und zehn Löschfahrzeugen aus. Gegen ein Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Einzelne Brandnester flackerten aber noch die ganze Nacht hindurch auf. Erst gegen fünf Uhr rückte das große Aufgebot der Polizei ab. Mehrere Feuerwehrleute blieben aber vorsorglich noch bis Mittwochnachmittag am Brandort. Auch am Mittwochvormittag musste ein kleines Brandnest nachgelöscht werden. Auf dem Gebäude befand sich auch eine Fotovoltaikanlage mit bis zu 400 Kilowatt Leistung. Die Polizei beziffert den Wert des gesamten Komplexes auf dreieinhalb Millionen Euro. Der Schaden soll bei mindestens zwei Millionen Euro liegen.
Für die Feuerwehrleute war der Einsatz bei zweistelligen Minusgraden eine große Belastung. „Einige waren von 20 Uhr bis 5 Uhr morgens am Einsatzort“, sagt Martin Weber, Kommandant der Feuerwehr Westhausen. Das Rote Kreuz Lauchheim half mit heißem Tee beim Aufwärmen.
(Erschienen: 01.02.2012 14:10)
Ein Großteil der rund 2300 Tiere auf dem Hof, darunter 500 Muttersauen, verendete jämmerlich in den Flammen oder erstickte in den Rauchwolken. Etwa 300 Tiere konnten sich aus der Brandhölle ins Freie retten. Neun Muttersauen und 13 Läuferferkel wurden auf Anweisung eines Amtstierarztes an Ort und Stelle getötet. Lastwagen brachten die übrigen überlebenden Schweine zu Viehhändlern in der Umgebung – unter anderem nach Bopfingen und Oberdorf –, wo sie notgeschlachtet wurden. „Es war verwunderlich, dass die Schweine nahezu keinen Laut von sich gegeben haben“, erzählt ein Beteiligter, „außer den Pumpen der Feuerwehr war fast nichts zu hören“.
500 Saugferkel, die jünger als vier Wochen und nicht überlebensfähig waren, wurden laut Polizei in ihren Boxen getötet. Einzelne Schweine innerhalb der Ställe waren am Mittwochmorgen noch lebendig. „Weil die Anlagen noch nicht betreten werden konnten, wurden sie von einem Jäger mit dem Gewehr zielgerecht erschossen“, sagt der Sprecher der Aalener Polizei, Bernhard Kohn.
Um Fotos vom Brandort zu machen, überflogen Polizisten die Anlage zunächst mit dem Hubschrauber der Polizeistaffel Stuttgart. Auch vom Korb der Westhausener Feuerwehrdrehleiter aus erkundeten die Ermittler den Hof. „Danach konnte die Polizei einen Weg festlegen, auf dem sie sich unter Ausschluss offenkundiger Gefahren in den Brandort vorbewegen konnte“, so Kohn. Erst jetzt konnten die Helfer tausende Tierleichen aus der Ruine bergen. Sie wurden in die Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht.
Laut Polizei hatten Jugendliche den Brand gegen 20 Uhr zuerst bemerkt. Sie alarmierten den Lippacher Schweinezüchter. Die Feuerwehren Westhausen, Lippach und Bopfingen rückten mit 75 Mann und zehn Löschfahrzeugen aus. Gegen ein Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Einzelne Brandnester flackerten aber noch die ganze Nacht hindurch auf. Erst gegen fünf Uhr rückte das große Aufgebot der Polizei ab. Mehrere Feuerwehrleute blieben aber vorsorglich noch bis Mittwochnachmittag am Brandort. Auch am Mittwochvormittag musste ein kleines Brandnest nachgelöscht werden. Auf dem Gebäude befand sich auch eine Fotovoltaikanlage mit bis zu 400 Kilowatt Leistung. Die Polizei beziffert den Wert des gesamten Komplexes auf dreieinhalb Millionen Euro. Der Schaden soll bei mindestens zwei Millionen Euro liegen.
Für die Feuerwehrleute war der Einsatz bei zweistelligen Minusgraden eine große Belastung. „Einige waren von 20 Uhr bis 5 Uhr morgens am Einsatzort“, sagt Martin Weber, Kommandant der Feuerwehr Westhausen. Das Rote Kreuz Lauchheim half mit heißem Tee beim Aufwärmen.
(Erschienen: 01.02.2012 14:10)
Vereine Ostalb

Gesundheit Plus
Ausgabe 01/12: PDF 4,6 MB)
Ausgabe 04/11: PDF 5,4 MB)
Ausgabe 03/11: PDF 4,8 MB)
Ausgabe 02/11: PDF 4,8 MB)
Ausgabe 01/11: PDF 5,7 MB)
Ausgabe 04/10: PDF (10,7 MB)
Ausgabe 03/10: PDF (11 MB)
Ausgabe 02/10: PDF (9,5 MB)
Ausgabe 01/10: PDF (11 MB)
Ausgabe 04/09: PDF (11 MB)
Ausgabe 03/09: PDF (9,6 MB)
Ausgabe 02/09: PDF (10,3 MB)
Ausgabe 01/09: PDF (7,4 MB)
Ausgabe 04/08: PDF (9,6 MB)
Ausgabe 01/08: PDF (5,9 MB)
Ausgabe 04/07: PDF (6,1 MB)
Ausgabe 02/07: PDF (6,8 MB)




































