Weingarten Nachrichten
Rollstuhlfahrer tanzen Discofox und Walzer

Mit ihrer Idee stießen die angehenden Pädagoginnen bei Bianca Fackler aus Vogt auf offene Ohren. Die Tanzlehrerein hat in ihrer (mobilen) Tanzschule bereits mehrfach Kurse für Menschen mit Behinderung angeboten und diese auch in ihre bereits bestehenden Tanzkurse integriert. Die geeignete und rollstuhlgerechte Lokalität, in dem die Tanzstunden jeden Mittwoch stattfinden sollten, stellte Ulf Braig, der Besitzer des Clubs Hugo‘s in Ravensburg zur Verfügung.
„Einerseits war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler Standardtänze erlernen, die sie später einmal bei besonderen Anlässen, wie einer Hochzeit, einsetzen können“, erklärten Cindy Krespach und Jasmin Freiburger die Ziele des Projekts. „Andererseits sollten sie über den Tanzkurs ähnliche Erfahrungen wie junge Erwachsene ohne Behinderung sammeln können – zum Beispiel den Besuch einer Diskothek.“
In acht Tanzstunden lernten die 20 Schüler verschiedene Standardtänze wie Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Discofox und Merengue. Die jungen Männer lernten zudem, die Frauen höflich aufzufordern und sie über das Parkett zu führen. Im Gegenzug erfuhren die jungen Frauen, wie es ist, sich von einem Mann führen zu lassen, was anfangs gar nicht so einfach war. Auch das Bewegen auf aktuelle Musik aus den Charts für einen Discobesuch stand auf dem Programm. Neben der Koordination, der Kondition und der Ausdauer, wurde während des gesamten Tanzkurses auch der Gemeinschaftssinn geschult und weiterentwickelt.
Das krönende Finale: der Abschlussball. Die frischgebackenen Nachwuchstänzer demonstrierten in Ballkleid und Anzug ihren Eltern, Freunden und Verwandten sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern, was sie gelernt hatten und ernteten hierfür tosenden Applaus. „Schade, dass der Tanzkurs jetzt schon vorbei ist“, war von allen Seiten zu hören. Im nächsten Schuljahr soll das Projekt weitergeführt werden, schreibt das KBZO in ihrer Mitteilung weiter.
(Erschienen: 20.01.2012 12:20)

Mit ihrer Idee stießen die angehenden Pädagoginnen bei Bianca Fackler aus Vogt auf offene Ohren. Die Tanzlehrerein hat in ihrer (mobilen) Tanzschule bereits mehrfach Kurse für Menschen mit Behinderung angeboten und diese auch in ihre bereits bestehenden Tanzkurse integriert. Die geeignete und rollstuhlgerechte Lokalität, in dem die Tanzstunden jeden Mittwoch stattfinden sollten, stellte Ulf Braig, der Besitzer des Clubs Hugo‘s in Ravensburg zur Verfügung.
„Einerseits war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler Standardtänze erlernen, die sie später einmal bei besonderen Anlässen, wie einer Hochzeit, einsetzen können“, erklärten Cindy Krespach und Jasmin Freiburger die Ziele des Projekts. „Andererseits sollten sie über den Tanzkurs ähnliche Erfahrungen wie junge Erwachsene ohne Behinderung sammeln können – zum Beispiel den Besuch einer Diskothek.“
In acht Tanzstunden lernten die 20 Schüler verschiedene Standardtänze wie Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Discofox und Merengue. Die jungen Männer lernten zudem, die Frauen höflich aufzufordern und sie über das Parkett zu führen. Im Gegenzug erfuhren die jungen Frauen, wie es ist, sich von einem Mann führen zu lassen, was anfangs gar nicht so einfach war. Auch das Bewegen auf aktuelle Musik aus den Charts für einen Discobesuch stand auf dem Programm. Neben der Koordination, der Kondition und der Ausdauer, wurde während des gesamten Tanzkurses auch der Gemeinschaftssinn geschult und weiterentwickelt.
Das krönende Finale: der Abschlussball. Die frischgebackenen Nachwuchstänzer demonstrierten in Ballkleid und Anzug ihren Eltern, Freunden und Verwandten sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern, was sie gelernt hatten und ernteten hierfür tosenden Applaus. „Schade, dass der Tanzkurs jetzt schon vorbei ist“, war von allen Seiten zu hören. Im nächsten Schuljahr soll das Projekt weitergeführt werden, schreibt das KBZO in ihrer Mitteilung weiter.
(Erschienen: 20.01.2012 12:20)

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