Ravensburg Stadtnachrichten
Schellinski: „Und der Winter schlicht ums Hus“
Viele Liebeslieder im Programm
„Moatlaschmecker“ heißt ihr neues Album, und wenn Moatlaschmecker eine Vorarlberger Abwandlung vom alemannischen Maidlischmecker ist, dann handelt es sich bei den Liedern der Schellinskis um Jungs, die Mädchen mögen und um Männer, die dem weiblichen Geschlecht zugetan sind. Tatsächlich haben die Schellinskis aus Vorarlberg vor allem Liebeslieder in der Zehntscheuer gesungen, aber nicht nur. Wenn ein Liebeslied kam, wurde die Herzlampe angeknipst, und dann sang Bernie Weber ein Vorliebeslied oder Nachliebeslied oder ein hundertprozentiges Vollliebeslied, begleitet von Roman Lorenz und Walter Schuler.
Eins der ersten Liebeslieder, die der Bernie Weber sang, handelte von der Marie, die mit ihrem Schatz am liebsten zusammen duscht. Da heißt es dann: „Es git nüt Schönnrs, as wie mit am Schatz i da Brause stoh und wenn dänn s Wassr übers schönschte Toal von dinem Schätzle rinnt und luschtig uf sine Fäß abe tropft. Wem des net gfallt, der spinnt.“ Charmant auch die Sprachenmelange im Vorliebeslied „Donne-moi une chance!“: „Oh baby please donne-moi une chance, stay with me if you can toute la nuit.
Kuscht zrank, gots dr guat, woascht eh was i moan, I love you si fort can’t you see.” Und man versteht so ungefähr alles bis auf „Kuscht zrank”, was Vorarlberger Mundart ist und bedeutet: Kommst du zu Rande. Mit dem Publikum diskutierte Bernie Weber über die Frage, wie man „Wuist a Detschn?“ übersetzen könnte, eine Frau spontan: „Das ist a Backana.“
Die Schellinskis haben ihre Lehrjahre hinter sich gebracht als Mitglieder der Band „Twist of Fate“, sie sangen ausschließlich Englisch und hätten als Geburtsort lieber New York angegeben als Altach oder Hohenems, wie Weber gestand. Aber als Schellinskis entdeckten sie ihre Muttersprache. Mit Sicherheit haben die Texte gewonnen, das Publikum hatte seine Freude an den Liedern, die von hintergründigem Witz und Assoziationslust zeugten.
(Erschienen: 05.02.2012 16:50)
Viele Liebeslieder im Programm
„Moatlaschmecker“ heißt ihr neues Album, und wenn Moatlaschmecker eine Vorarlberger Abwandlung vom alemannischen Maidlischmecker ist, dann handelt es sich bei den Liedern der Schellinskis um Jungs, die Mädchen mögen und um Männer, die dem weiblichen Geschlecht zugetan sind. Tatsächlich haben die Schellinskis aus Vorarlberg vor allem Liebeslieder in der Zehntscheuer gesungen, aber nicht nur. Wenn ein Liebeslied kam, wurde die Herzlampe angeknipst, und dann sang Bernie Weber ein Vorliebeslied oder Nachliebeslied oder ein hundertprozentiges Vollliebeslied, begleitet von Roman Lorenz und Walter Schuler.
Eins der ersten Liebeslieder, die der Bernie Weber sang, handelte von der Marie, die mit ihrem Schatz am liebsten zusammen duscht. Da heißt es dann: „Es git nüt Schönnrs, as wie mit am Schatz i da Brause stoh und wenn dänn s Wassr übers schönschte Toal von dinem Schätzle rinnt und luschtig uf sine Fäß abe tropft. Wem des net gfallt, der spinnt.“ Charmant auch die Sprachenmelange im Vorliebeslied „Donne-moi une chance!“: „Oh baby please donne-moi une chance, stay with me if you can toute la nuit.
Kuscht zrank, gots dr guat, woascht eh was i moan, I love you si fort can’t you see.” Und man versteht so ungefähr alles bis auf „Kuscht zrank”, was Vorarlberger Mundart ist und bedeutet: Kommst du zu Rande. Mit dem Publikum diskutierte Bernie Weber über die Frage, wie man „Wuist a Detschn?“ übersetzen könnte, eine Frau spontan: „Das ist a Backana.“
Die Schellinskis haben ihre Lehrjahre hinter sich gebracht als Mitglieder der Band „Twist of Fate“, sie sangen ausschließlich Englisch und hätten als Geburtsort lieber New York angegeben als Altach oder Hohenems, wie Weber gestand. Aber als Schellinskis entdeckten sie ihre Muttersprache. Mit Sicherheit haben die Texte gewonnen, das Publikum hatte seine Freude an den Liedern, die von hintergründigem Witz und Assoziationslust zeugten.
(Erschienen: 05.02.2012 16:50)






































