Ravensburg Stadtnachrichten
Gymnasiasten würden im Kunstmuseum am liebsten Graffiti sehen

Die drei Abiturientinnen Larissa Dreher, Sarah Forderkunz und Franziska Moser haben mit der Arbeit schon begonnen und am Welfen-Gymnasium 103 Schüler zwischen zwölf und 20 Jahren umfangreich nach ihren Kulturinteressen und zum geplanten Kunstmuseum befragt. Die Ergebnisse sind interessant.
Wenngleich nur 27 Schüler angaben, sich von Museen angesprochen zu fühlen – die große Mehrheit (72) interessiert sich eher für Konzerte – hat immerhin die Hälfte (50) schon mal vom Kunstmuseum gehört, die meisten aus der Zeitung (31). Den Grund sehen die Abiturientinnen darin, dass die Schwäbische Zeitung im Vorfeld häufig berichtet hat – auch über die Streitigkeiten um die Finanzierung. 14 erfuhren vom Museum über Bekannte und Verwandte, sechs über Werbung, einer übers Internet und null übers Radio.
40 Jugendliche würden das Kunstmuseum gerne besuchen. Am wenigsten Interesse ruft das neue Wirtschaftsmuseum der Kreissparkasse hervor, für das sich nur 22 interessieren. Das liegt nach Meinung der Auswerter daran, dass das Wirtschaftsmuseum am wenigsten bekannt sei und viele noch überhaupt nichts davon gehört hätten. „Außerdem spricht das Thema Jugendliche nicht so an, und sie denken vielleicht, dass man viel Vorwissen für dieses Thema braucht.“ Im Museum Humpisquartier waren schon 46, oft bei Schulausflügen, im Museum des Ravensburger Spieleverlages 37 Jugendliche. Die Zwölf- bis 20-Jährigen halten es nach Meinung der Autorinnen der Studie eher für kleinere Kinder interessant.
An Museen generell stört die Gymnasiasten, dass Führungen monoton und langweilig seien (76), fehlende Sitzmöglichkeiten (57) und „zu viel zum Lesen“ (56). 30 Schüler vermissen Medien wie Filme, 23 ist der Eintritt zu teuer. Wenn das Kunstmuseum erst steht, möchten die meisten darin Graffiti oder Street Art sehen, gefolgt von Fotografie. Skulpturen, Drucke, Malerei und Zeichnungen sprechen je höchstens ein Viertel der Befragten an. An einem Workshop „Gemeinsam malen“ für Jugendliche würden nur 31 teilnehmen, 72 eher nicht. 75 Schüler geben aber an, das Museum besuchen zu wollen, falls dort das Werk eines Freundes hängen würde. Zur Eröffnung wünscht sich eine Drei-Viertel-Mehrheit „Paintball“. Dabei wirft man Farbkugeln gegen eine Leinwand. Über Ausstellungen informiert werden möchten die meisten über die Zeitung (60) oder über Facebook (53), weshalb die Scouts eine eigene Facebook-Gruppe für das Museum vorschlagen.
Besonders lustig sind einige Antworten auf die Frage: „Wie sieht dein Traummuseum aus?“ Hier eine kleine Auswahl: „Wie der Nürburgring“ – „Voller Bierdeckel und Gratis-Bierprobe“ – „Historie der Computerspiele“ – „Wie Wikipedia, nur in Museumsform“.
(Erschienen: 22.02.2012 16:35)

Die drei Abiturientinnen Larissa Dreher, Sarah Forderkunz und Franziska Moser haben mit der Arbeit schon begonnen und am Welfen-Gymnasium 103 Schüler zwischen zwölf und 20 Jahren umfangreich nach ihren Kulturinteressen und zum geplanten Kunstmuseum befragt. Die Ergebnisse sind interessant.
Wenngleich nur 27 Schüler angaben, sich von Museen angesprochen zu fühlen – die große Mehrheit (72) interessiert sich eher für Konzerte – hat immerhin die Hälfte (50) schon mal vom Kunstmuseum gehört, die meisten aus der Zeitung (31). Den Grund sehen die Abiturientinnen darin, dass die Schwäbische Zeitung im Vorfeld häufig berichtet hat – auch über die Streitigkeiten um die Finanzierung. 14 erfuhren vom Museum über Bekannte und Verwandte, sechs über Werbung, einer übers Internet und null übers Radio.
40 Jugendliche würden das Kunstmuseum gerne besuchen. Am wenigsten Interesse ruft das neue Wirtschaftsmuseum der Kreissparkasse hervor, für das sich nur 22 interessieren. Das liegt nach Meinung der Auswerter daran, dass das Wirtschaftsmuseum am wenigsten bekannt sei und viele noch überhaupt nichts davon gehört hätten. „Außerdem spricht das Thema Jugendliche nicht so an, und sie denken vielleicht, dass man viel Vorwissen für dieses Thema braucht.“ Im Museum Humpisquartier waren schon 46, oft bei Schulausflügen, im Museum des Ravensburger Spieleverlages 37 Jugendliche. Die Zwölf- bis 20-Jährigen halten es nach Meinung der Autorinnen der Studie eher für kleinere Kinder interessant.
An Museen generell stört die Gymnasiasten, dass Führungen monoton und langweilig seien (76), fehlende Sitzmöglichkeiten (57) und „zu viel zum Lesen“ (56). 30 Schüler vermissen Medien wie Filme, 23 ist der Eintritt zu teuer. Wenn das Kunstmuseum erst steht, möchten die meisten darin Graffiti oder Street Art sehen, gefolgt von Fotografie. Skulpturen, Drucke, Malerei und Zeichnungen sprechen je höchstens ein Viertel der Befragten an. An einem Workshop „Gemeinsam malen“ für Jugendliche würden nur 31 teilnehmen, 72 eher nicht. 75 Schüler geben aber an, das Museum besuchen zu wollen, falls dort das Werk eines Freundes hängen würde. Zur Eröffnung wünscht sich eine Drei-Viertel-Mehrheit „Paintball“. Dabei wirft man Farbkugeln gegen eine Leinwand. Über Ausstellungen informiert werden möchten die meisten über die Zeitung (60) oder über Facebook (53), weshalb die Scouts eine eigene Facebook-Gruppe für das Museum vorschlagen.
Besonders lustig sind einige Antworten auf die Frage: „Wie sieht dein Traummuseum aus?“ Hier eine kleine Auswahl: „Wie der Nürburgring“ – „Voller Bierdeckel und Gratis-Bierprobe“ – „Historie der Computerspiele“ – „Wie Wikipedia, nur in Museumsform“.
(Erschienen: 22.02.2012 16:35)






































