Ravensburg Stadtnachrichten
Das „Bacchus“ bleibt weiter dicht
Von unserer Mitarbeiterin Simone Müller
Zehn Stellplätze hat der Besitzer des „Bacchus“, Gottfried Krelowetz, nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bei der Stadt schon abgelöst. Um das Lokal in gewohnter Weise weiter betreiben zu dürfen fehlen – neben den baulichen Maßnahmen wie einer Entrauchungsanlage und der Beleuchtung der Treppen – 14 weitere Stellplätze. „Die technischen Voraussetzungen könnten wir schaffen“, sagt Gottfried Krelowetz.
Das Problem sind die Parkplätze: „Es gibt grundsätzlich keine Ablösung von Stellplätzen im Stadtbereich“, informierte die Stadt den Besitzer nach dessen Angaben beim gestrigen Gespräch. Und auch Alfred Oswald, Pressesprecher der Stadt Ravensburg, erklärte anschließend gegenüber der SZ: „Eine Ablöse dieser Stellplätze ist gemäß Gemeinderatsbeschluss von 1990 nicht möglich.“ Hinzu kommen, laut Oswald, noch weitere offene baurechtliche Fragen.
Ein „Riesenschock“ war das Ergebnis des Gesprächs für Gottfried Krelowetz und seine Söhne Julian und Alexander, die das Lokal momentan betreiben: „Ich sehe keine Lösung wenn sie (die Stadt, Anm.d.Red.) mit den Stellplätzen ernst macht“, sagt Gottfried Krelowetz. Für Krelowetz ist das ein wirtschaftliches Problem - zumal der Betrieb ja derzeit geschlossen ist: „Irgendwie müssen die laufenden Kosten wie Miete und Strom gedeckt werden.“ Die Alternative wäre eine andere Nutzung für das „Bacchus“.
„Stadt hat kein Interesse“
Der Ärger trieb die Besitzer gestern zu Vorwürfen an die Adresse der Verwaltung: „Für uns sieht es so aus, als ob die Stadt kein Interesse hat“, so Julian Krelowetz. Er ist der Ansicht, dass die Familie Jugendlichen mit ihrem Lokal einen Ort zum Feiern gegeben hat. Seine Schlussfolgerung: „Wenn es das Bacchus nicht mehr gibt, müssen die Leute wieder zurück auf die Straße.“
Und auch Gottfried Krelowetz sieht in der Schließung lediglich eine Verlagerung des Problems. Er glaubt, dass der Trubel vor dem Lokal künftig noch größer wird. „Die Marktstraße wird trotzdem laut bleiben“, so der Besitzer. „Seit das Bacchus zu hat, hat sich am Krach nichts verändert.“
Wie es mit dem „Bacchus“ weitergeht, ist derzeit ungewiss. Gottfried Krelowetz will sich jetzt mit seinem Architekten treffen.
(Erschienen: 17.11.2010 11:10)
Von unserer Mitarbeiterin Simone Müller
Zehn Stellplätze hat der Besitzer des „Bacchus“, Gottfried Krelowetz, nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bei der Stadt schon abgelöst. Um das Lokal in gewohnter Weise weiter betreiben zu dürfen fehlen – neben den baulichen Maßnahmen wie einer Entrauchungsanlage und der Beleuchtung der Treppen – 14 weitere Stellplätze. „Die technischen Voraussetzungen könnten wir schaffen“, sagt Gottfried Krelowetz.
Das Problem sind die Parkplätze: „Es gibt grundsätzlich keine Ablösung von Stellplätzen im Stadtbereich“, informierte die Stadt den Besitzer nach dessen Angaben beim gestrigen Gespräch. Und auch Alfred Oswald, Pressesprecher der Stadt Ravensburg, erklärte anschließend gegenüber der SZ: „Eine Ablöse dieser Stellplätze ist gemäß Gemeinderatsbeschluss von 1990 nicht möglich.“ Hinzu kommen, laut Oswald, noch weitere offene baurechtliche Fragen.
Ein „Riesenschock“ war das Ergebnis des Gesprächs für Gottfried Krelowetz und seine Söhne Julian und Alexander, die das Lokal momentan betreiben: „Ich sehe keine Lösung wenn sie (die Stadt, Anm.d.Red.) mit den Stellplätzen ernst macht“, sagt Gottfried Krelowetz. Für Krelowetz ist das ein wirtschaftliches Problem - zumal der Betrieb ja derzeit geschlossen ist: „Irgendwie müssen die laufenden Kosten wie Miete und Strom gedeckt werden.“ Die Alternative wäre eine andere Nutzung für das „Bacchus“.
„Stadt hat kein Interesse“
Der Ärger trieb die Besitzer gestern zu Vorwürfen an die Adresse der Verwaltung: „Für uns sieht es so aus, als ob die Stadt kein Interesse hat“, so Julian Krelowetz. Er ist der Ansicht, dass die Familie Jugendlichen mit ihrem Lokal einen Ort zum Feiern gegeben hat. Seine Schlussfolgerung: „Wenn es das Bacchus nicht mehr gibt, müssen die Leute wieder zurück auf die Straße.“
Und auch Gottfried Krelowetz sieht in der Schließung lediglich eine Verlagerung des Problems. Er glaubt, dass der Trubel vor dem Lokal künftig noch größer wird. „Die Marktstraße wird trotzdem laut bleiben“, so der Besitzer. „Seit das Bacchus zu hat, hat sich am Krach nichts verändert.“
Wie es mit dem „Bacchus“ weitergeht, ist derzeit ungewiss. Gottfried Krelowetz will sich jetzt mit seinem Architekten treffen.
(Erschienen: 17.11.2010 11:10)







































