Ravensburg Stadtnachrichten
Bauhandwerk verzeichnet deutliches Umsatzplus
Doch auch die Rekrutierung des Handwerker-Nachwuchses brachte 2011 positive Ergebnisse. Bei allen Innungsbetrieben im Kreis Ravensburg konnten 7,4 Prozent mehr Ausbildungsverträge neu abgeschlossen werden als im Vorjahr. Der Kreishandwerksmeister, selbst im Sanitär- und Heizungsbau tätig, ist stolz, dass trotz rückläufiger Schülerzahlen dieser Zugewinn an Azubis möglich war. „Für junge Leute bietet sich im Handwerk die Chance, einen Beruf zu erlernen, mit dem man durchs Leben gehen kann“, geht Krimmer sogleich in die Offensive.
Für die gute Konjunktur im Baugewerbe sehen die Sprecher des Kreishandwerks mehrere Gründe. „Die Menschen investieren eben lieber in Sachwerte und Immobilien als in faule Papiere“, konstatiert Krimmer. Dazu bestehe nach wie vor ein großer Bedarf bei der Gebäudesanierung vor allem im energiesparenden Bereich. Hier könne der Innungsbetrieb mit hochwertiger Arbeit punkten im Gegensatz zu Billiganbietern und Schwarzarbeitern. Und in der steuerlichen Absetzbarkeit für energetische Sanierung und handwerkliche Arbeitsleistung sieht die Handwerkerlobby die Politik auf dem richtigen Weg. Ebenso bei entsprechenden Fördermitteln. Werde hier, wie geplant, zurückgefahren, drohe ein Abwürgen der guten Auftragslage.
Die hat dem Handwerk auch das Ende 2011 ausgelaufene Konjunkturprogramm II beschert, das vorzugsweise staatliche Investitionen in Bildungsstätten und Energieeinsparung finanzierte. Das habe das Handwerk vor der Flaute bewahrt und dort die Arbeitsplätze – maximal 10 000 im Landkreis Ravensburg – gesichert. Auch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz (7 statt 19 Prozent) für das Hotelgewerbe, dessen Einführung der schwarz-gelben Bundesregierung viel Kritik eingetragen hat, sieht Kreishandwerksmeister Krimmer nur positiv: Damit hätten viele Hoteliers finanziellen Spielraum für Investitionen und das Handwerk entsprechende Aufträge bekommen. Und jetzt, wo das Konjunkturprogramm aufgelaufen ist, kämen wieder vermehrt Aufträge aus Industrie und Gewerbe.
„Auch 2012 wird das Handwerk einen massiven Beitrag zur Stabilität in der Region leisten“, sagen Moosherr und Krimmer. Voraussetzung sei freilich, dass es zu keinem gravierenden Konjunktureinbruch komme und die Arbeitsmarktlage so gut bleibe wie derzeit. Man dürfe aber bei all den positiven Meldungen nicht vergessen, dass gerade im Rohbaubereich in den Jahren zuvor viele Handwerksbetriebe aufgegeben haben. So konnte es bei Spitzenauslastung im vergangenen Sommer auch mal zu Engpässen kommen. Aber es sei eine Mär, dass man als Kunde wochenlang auf einen Handwerker warten müsse. „Kundenwünschen können wir zeitnah gerecht werden – und in Notfällen auch unverzüglich“, verspricht die Kreishandwerkerschaft.
(Erschienen: 07.02.2012 15:05)
Doch auch die Rekrutierung des Handwerker-Nachwuchses brachte 2011 positive Ergebnisse. Bei allen Innungsbetrieben im Kreis Ravensburg konnten 7,4 Prozent mehr Ausbildungsverträge neu abgeschlossen werden als im Vorjahr. Der Kreishandwerksmeister, selbst im Sanitär- und Heizungsbau tätig, ist stolz, dass trotz rückläufiger Schülerzahlen dieser Zugewinn an Azubis möglich war. „Für junge Leute bietet sich im Handwerk die Chance, einen Beruf zu erlernen, mit dem man durchs Leben gehen kann“, geht Krimmer sogleich in die Offensive.
Für die gute Konjunktur im Baugewerbe sehen die Sprecher des Kreishandwerks mehrere Gründe. „Die Menschen investieren eben lieber in Sachwerte und Immobilien als in faule Papiere“, konstatiert Krimmer. Dazu bestehe nach wie vor ein großer Bedarf bei der Gebäudesanierung vor allem im energiesparenden Bereich. Hier könne der Innungsbetrieb mit hochwertiger Arbeit punkten im Gegensatz zu Billiganbietern und Schwarzarbeitern. Und in der steuerlichen Absetzbarkeit für energetische Sanierung und handwerkliche Arbeitsleistung sieht die Handwerkerlobby die Politik auf dem richtigen Weg. Ebenso bei entsprechenden Fördermitteln. Werde hier, wie geplant, zurückgefahren, drohe ein Abwürgen der guten Auftragslage.
Die hat dem Handwerk auch das Ende 2011 ausgelaufene Konjunkturprogramm II beschert, das vorzugsweise staatliche Investitionen in Bildungsstätten und Energieeinsparung finanzierte. Das habe das Handwerk vor der Flaute bewahrt und dort die Arbeitsplätze – maximal 10 000 im Landkreis Ravensburg – gesichert. Auch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz (7 statt 19 Prozent) für das Hotelgewerbe, dessen Einführung der schwarz-gelben Bundesregierung viel Kritik eingetragen hat, sieht Kreishandwerksmeister Krimmer nur positiv: Damit hätten viele Hoteliers finanziellen Spielraum für Investitionen und das Handwerk entsprechende Aufträge bekommen. Und jetzt, wo das Konjunkturprogramm aufgelaufen ist, kämen wieder vermehrt Aufträge aus Industrie und Gewerbe.
„Auch 2012 wird das Handwerk einen massiven Beitrag zur Stabilität in der Region leisten“, sagen Moosherr und Krimmer. Voraussetzung sei freilich, dass es zu keinem gravierenden Konjunktureinbruch komme und die Arbeitsmarktlage so gut bleibe wie derzeit. Man dürfe aber bei all den positiven Meldungen nicht vergessen, dass gerade im Rohbaubereich in den Jahren zuvor viele Handwerksbetriebe aufgegeben haben. So konnte es bei Spitzenauslastung im vergangenen Sommer auch mal zu Engpässen kommen. Aber es sei eine Mär, dass man als Kunde wochenlang auf einen Handwerker warten müsse. „Kundenwünschen können wir zeitnah gerecht werden – und in Notfällen auch unverzüglich“, verspricht die Kreishandwerkerschaft.
(Erschienen: 07.02.2012 15:05)






































