Stadtnachrichten Bad Waldsee
Westtrasse der B 30 dominiert Roland Weinschenks vorletztes Bürgergespräch
Die meisten derer, die gekommen waren, wollen die Westtrasse zwischen Reute und Gaisbeuren als Neubau der B 30 verhindern. Viele gehören der Bürgerinitiative „B 30 West Nein“ an. Weinschenk positionierte sich in seiner Einführungsrede: „Das oberste Ziel ist es, 2015 in den ,Vordringlichen Bedarf‘ des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen zu werden.“ Dann erst habe die Gemeinde das Planungsrecht. „Wenn wir nicht reinkommen“, so Weinschenk, „dann wird wohl für weitere 30 Jahre nichts passieren.“ Dafür dürfe man keine Trasse von vornherein ausschließen – auch nicht die Westtrasse.
Frage nach Rücklaufbecken
Maria Eisele hakte nach: „Aber die Anmeldetrasse wird die Westtrasse sein?“ Einiges spreche aus Erfahrung dafür, wegen der Kosten-Nutzen-Relation, sagte Weinschenk. Das sei aber nicht die Trasse, die letztlich gebaut werde. Franz Zembrot, der 20 Jahre für das Ravensburger Straßenbauamt tätig war, nannte die Tunnellösung unter Gaisbeuren, die die Bürgerinitiative „B 30 West Nein“ als Anmeldetrasse favorisiert, „nicht vernünftig, sondern Augenwischerei. Wenn Sie nur die Tunneltrasse anmelden, und einer, der dagegen ist, zieht vor Gericht, dann scheitert das ganze Bauvorhaben“, sagte Zembrot.
Dr. Konstantin Eisele konterte: „Mir will nicht in den Kopf, dass die Anmeldung über eine Trasse läuft, die niemand will.“ Dieter Heiß ergänzte: „Das ist ein Spiel mit falschen Karten.“ Michael Liepert übernahm von Weinschenk das Rednerpult. Mithilfe von Daten der Bürgerinitiative „B 30“ rechnete er vor: Die Westtrasse ist sieben Kilometer lang, die Osttrasse etwa fünf. Zehn Millionen Euro koste der Bau eines Kilometers Straße. Der ein Kilometer lange Tunnel koste etwa 37 Millionen Euro. „Jetzt frage ich mich: Was macht die Westtrasse zur günstigsten Variante?“ Er plädierte an Weinschenk: „Hier sind sehr viele dagegen, überdenken Sie das nochmal.“ Dieter Seebold überreichte Roland Weinschenk 400 Unterschriften von Gegnern der Westtrasse.
Viele weitere Themen kamen zur Sprache: unrechtmäßiges Parken in Reute, mobile Blitzer, schnelles Internet, Radwege. Ein weiteres Thema scheint den Bürgern von Reute neben der Westtrasse unter den Nägeln zu brennen: die Regenüberlaufbecken. „Wir wurden sehr bedrängt, die Besitzverhältnisse des Grundstückes zu klären. Nun liegt die Fläche seit Jahren brach“, sagte Dr. Gunther Weiß. Dabei seien diese die Voraussetzung für neue Wohngebiete. Und der ehemalige Ortsvorsteher Hans Frick ergänzte: „Ich bitte, der Maßnahme die Priorität zu geben, die sie hätte, wenn sie in Waldsee wäre.“ Er mache keinen Unterschied zwischen Kernstadt und Ortschaften, sagte Weinschenk. Und er versprach, das Thema kommende Woche abzuklären.
(Erschienen: 04.01.2012 21:15)
Die meisten derer, die gekommen waren, wollen die Westtrasse zwischen Reute und Gaisbeuren als Neubau der B 30 verhindern. Viele gehören der Bürgerinitiative „B 30 West Nein“ an. Weinschenk positionierte sich in seiner Einführungsrede: „Das oberste Ziel ist es, 2015 in den ,Vordringlichen Bedarf‘ des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen zu werden.“ Dann erst habe die Gemeinde das Planungsrecht. „Wenn wir nicht reinkommen“, so Weinschenk, „dann wird wohl für weitere 30 Jahre nichts passieren.“ Dafür dürfe man keine Trasse von vornherein ausschließen – auch nicht die Westtrasse.
Frage nach Rücklaufbecken
Maria Eisele hakte nach: „Aber die Anmeldetrasse wird die Westtrasse sein?“ Einiges spreche aus Erfahrung dafür, wegen der Kosten-Nutzen-Relation, sagte Weinschenk. Das sei aber nicht die Trasse, die letztlich gebaut werde. Franz Zembrot, der 20 Jahre für das Ravensburger Straßenbauamt tätig war, nannte die Tunnellösung unter Gaisbeuren, die die Bürgerinitiative „B 30 West Nein“ als Anmeldetrasse favorisiert, „nicht vernünftig, sondern Augenwischerei. Wenn Sie nur die Tunneltrasse anmelden, und einer, der dagegen ist, zieht vor Gericht, dann scheitert das ganze Bauvorhaben“, sagte Zembrot.
Dr. Konstantin Eisele konterte: „Mir will nicht in den Kopf, dass die Anmeldung über eine Trasse läuft, die niemand will.“ Dieter Heiß ergänzte: „Das ist ein Spiel mit falschen Karten.“ Michael Liepert übernahm von Weinschenk das Rednerpult. Mithilfe von Daten der Bürgerinitiative „B 30“ rechnete er vor: Die Westtrasse ist sieben Kilometer lang, die Osttrasse etwa fünf. Zehn Millionen Euro koste der Bau eines Kilometers Straße. Der ein Kilometer lange Tunnel koste etwa 37 Millionen Euro. „Jetzt frage ich mich: Was macht die Westtrasse zur günstigsten Variante?“ Er plädierte an Weinschenk: „Hier sind sehr viele dagegen, überdenken Sie das nochmal.“ Dieter Seebold überreichte Roland Weinschenk 400 Unterschriften von Gegnern der Westtrasse.
Viele weitere Themen kamen zur Sprache: unrechtmäßiges Parken in Reute, mobile Blitzer, schnelles Internet, Radwege. Ein weiteres Thema scheint den Bürgern von Reute neben der Westtrasse unter den Nägeln zu brennen: die Regenüberlaufbecken. „Wir wurden sehr bedrängt, die Besitzverhältnisse des Grundstückes zu klären. Nun liegt die Fläche seit Jahren brach“, sagte Dr. Gunther Weiß. Dabei seien diese die Voraussetzung für neue Wohngebiete. Und der ehemalige Ortsvorsteher Hans Frick ergänzte: „Ich bitte, der Maßnahme die Priorität zu geben, die sie hätte, wenn sie in Waldsee wäre.“ Er mache keinen Unterschied zwischen Kernstadt und Ortschaften, sagte Weinschenk. Und er versprach, das Thema kommende Woche abzuklären.
(Erschienen: 04.01.2012 21:15)



































