Stadtnachrichten Bad Waldsee
Startschuss für Hirschhof und Bleiche-Parkplatz
Der Grundsatzbeschluss dient der Verwaltung als verbindliche Bauleitplanung. Der Rahmenplan gibt klar vor, wie der öffentliche Raum nach Bürgerwille gestaltet werden soll und welche Flächen die Stadt zu welchem Zweck kaufen oder verkaufen soll. Die fünf grundlegenden Prinzipien lauten: kompakter Innenstadtkern mit grünem Gürtel, Hinführung des Besuchers zum Zentrum, einprägsame und erlebnisreiche Fuß- und Radwege, zentrales Besucherparken und dezentrales Anwohnerparken sowie erkennbare Quartiere mit kurzen Wegen und einem lebendigem Zentrum.
Seit Montag ist nun auch zementiert, dass der Bleiche-Parkplatz um 180 Grad gedreht wird – diese Variante D2 ist ein Ergebnis der Bürgerwerkstätten, das für viele Diskussionen gesorgt hatte. Für den Standort Bleiche ist laut Rahmenplan zudem ein Nahversorger und ein möglicher Neubau der Stadthalle vorgesehen. Barrierefreies Wohnen und Dienstleistungen kommen an den Strandorten Muschgay-, Friedhofstraße und Hirschhof in Frage.
Rahmenplan Realisierungskonzept
Rahmenplan: Entwicklungspotenziale Innenstadt Bad Waldsee
„Es ist nichts Neues, was ich erzähle, sondern das Ergebnis der Bürgerbeteiligung“, sagte deshalb Albrecht Reuß vom Planungsbüro, als er erneut die Entwicklungsmöglichkeiten der 20 Einzelflächen präsentierte. Neu allerdings war die von Planungsbüro und Verwaltung entwickelte Prioritätenliste für die einzelnen Vorhaben, die ebenfalls vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden ist. Die Flächen sind in sechs Stufen eingeteilt. Oberste Priorität (Stufe 1) hat die Neugestaltung der Achse Fischteiche-Bleiche-Hirschhof. Durch den gedrehten Bleiche-Parkplatz soll eine Fußgängerachse geschaffen werden, die zum einen eine gute Orientierung ermöglicht, zum anderen die Besucher zentral Richtung Innenstadt lenkt. Der Stadtgraben, das Feuerwehr- und das Muschgay-Areal, der Bahnhof sowie der Hasenwinkel werden „aktiv betrieben“ – sie sind in der Stufe 2 eingeordnet.
Den Startschuss für den Hirschhof hat der Gemeinderat am Montag beschlossen. Da bereits gute Konzeptionen vorliegen, wird auf eine Ausschreibung auf der Suche nach Investoren verzichtet und stattdessen auf eine „freihändige Investorensuche“ gesetzt „Wir sind der Auffassung, dass das der bessere Weg wäre“, sagte Bürgermeister Roland Weinschenk.
Planer Wolfgang Riehle erklärt dieses Verfahren damit, dass die Fläche nicht einfach zu vermarkten sei, da sie extrem länglich, mit mehr als eineinhalbstöckigem Versatz und zwei denkmalgeschützten Bauten versehen ist. „Wir wollen ein Exposé machen und die Vorteile herausstellen“, sagte Riehle. Dabei sollen so wenig Vorgaben wie möglich gemacht werden, um möglichst viele Investoren anzusprechen. Hans Daiber (GAL) äußerte den Wunsch, den Fußgängern am Hirschhof den Vorrang einzuräumen und nicht an „Hinterhofparken“ festzuhalten. Ganz auf Stellplätze verzichten wolle man nicht, sagte Riehle, allerdings die Stellplätze auf Anwohner beschränken.
Ebenfalls einstimmig vergab der Stadtrat Arbeiten an die Domina GmbH in Reutlingen, einer Tochter des Planungsbüros „Riehle + Assoziierte“, im Umfang von 185 000 Euro. Die Arbeiten umfassen die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für den Bleiche-Parkplatz sowie die Vorplanung für die angrenzenden Bereiche des Stadtgrabens und die nördliche Verlängerung der neuen Fußgängerachse durch den Hirschhof.
„Riehle + Assoziierte“ bleibt bei der Umsetzung des Städtebaulichen Rahmenplans weiterhin präsent. Das Gremium erteilte dem Planungsbüro einstimmig den Auftrag, beratend tätig zu bleiben. Diese Beratungstätigkeit läuft drei Jahre und wird mit jährlich 15 000 Euro vergütet.
(Erschienen: 07.02.2012 20:10)
Der Grundsatzbeschluss dient der Verwaltung als verbindliche Bauleitplanung. Der Rahmenplan gibt klar vor, wie der öffentliche Raum nach Bürgerwille gestaltet werden soll und welche Flächen die Stadt zu welchem Zweck kaufen oder verkaufen soll. Die fünf grundlegenden Prinzipien lauten: kompakter Innenstadtkern mit grünem Gürtel, Hinführung des Besuchers zum Zentrum, einprägsame und erlebnisreiche Fuß- und Radwege, zentrales Besucherparken und dezentrales Anwohnerparken sowie erkennbare Quartiere mit kurzen Wegen und einem lebendigem Zentrum.
Seit Montag ist nun auch zementiert, dass der Bleiche-Parkplatz um 180 Grad gedreht wird – diese Variante D2 ist ein Ergebnis der Bürgerwerkstätten, das für viele Diskussionen gesorgt hatte. Für den Standort Bleiche ist laut Rahmenplan zudem ein Nahversorger und ein möglicher Neubau der Stadthalle vorgesehen. Barrierefreies Wohnen und Dienstleistungen kommen an den Strandorten Muschgay-, Friedhofstraße und Hirschhof in Frage.
Rahmenplan Realisierungskonzept
Rahmenplan: Entwicklungspotenziale Innenstadt Bad Waldsee
„Es ist nichts Neues, was ich erzähle, sondern das Ergebnis der Bürgerbeteiligung“, sagte deshalb Albrecht Reuß vom Planungsbüro, als er erneut die Entwicklungsmöglichkeiten der 20 Einzelflächen präsentierte. Neu allerdings war die von Planungsbüro und Verwaltung entwickelte Prioritätenliste für die einzelnen Vorhaben, die ebenfalls vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden ist. Die Flächen sind in sechs Stufen eingeteilt. Oberste Priorität (Stufe 1) hat die Neugestaltung der Achse Fischteiche-Bleiche-Hirschhof. Durch den gedrehten Bleiche-Parkplatz soll eine Fußgängerachse geschaffen werden, die zum einen eine gute Orientierung ermöglicht, zum anderen die Besucher zentral Richtung Innenstadt lenkt. Der Stadtgraben, das Feuerwehr- und das Muschgay-Areal, der Bahnhof sowie der Hasenwinkel werden „aktiv betrieben“ – sie sind in der Stufe 2 eingeordnet.
Den Startschuss für den Hirschhof hat der Gemeinderat am Montag beschlossen. Da bereits gute Konzeptionen vorliegen, wird auf eine Ausschreibung auf der Suche nach Investoren verzichtet und stattdessen auf eine „freihändige Investorensuche“ gesetzt „Wir sind der Auffassung, dass das der bessere Weg wäre“, sagte Bürgermeister Roland Weinschenk.
Planer Wolfgang Riehle erklärt dieses Verfahren damit, dass die Fläche nicht einfach zu vermarkten sei, da sie extrem länglich, mit mehr als eineinhalbstöckigem Versatz und zwei denkmalgeschützten Bauten versehen ist. „Wir wollen ein Exposé machen und die Vorteile herausstellen“, sagte Riehle. Dabei sollen so wenig Vorgaben wie möglich gemacht werden, um möglichst viele Investoren anzusprechen. Hans Daiber (GAL) äußerte den Wunsch, den Fußgängern am Hirschhof den Vorrang einzuräumen und nicht an „Hinterhofparken“ festzuhalten. Ganz auf Stellplätze verzichten wolle man nicht, sagte Riehle, allerdings die Stellplätze auf Anwohner beschränken.
Ebenfalls einstimmig vergab der Stadtrat Arbeiten an die Domina GmbH in Reutlingen, einer Tochter des Planungsbüros „Riehle + Assoziierte“, im Umfang von 185 000 Euro. Die Arbeiten umfassen die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für den Bleiche-Parkplatz sowie die Vorplanung für die angrenzenden Bereiche des Stadtgrabens und die nördliche Verlängerung der neuen Fußgängerachse durch den Hirschhof.
„Riehle + Assoziierte“ bleibt bei der Umsetzung des Städtebaulichen Rahmenplans weiterhin präsent. Das Gremium erteilte dem Planungsbüro einstimmig den Auftrag, beratend tätig zu bleiben. Diese Beratungstätigkeit läuft drei Jahre und wird mit jährlich 15 000 Euro vergütet.
(Erschienen: 07.02.2012 20:10)



































