Stadtnachrichten Bad Waldsee
Sporthalle bekommt neuen Boden
Von unserer Redakteurin Stefanie Järkel
Rund 40 Jahre ist der Boden in der Gymnasiums-Sporthalle alt. Schon in den vergangenen Jahren musste die Stadt immer wieder Risse und Unebenheiten reparieren lassen. Eine komplette Erneuerung war allerdings laut Bürgermeister Roland Weinschenk bisher kein Thema. „Dass man an den Boden ran muss, wussten wir schon, dass es so intensiv sein muss, wussten wir nicht“, sagt Weinschenk. Würde die Stadt die Schäden beheben, würden die Kosten bei rund 40 000 Euro liegen. Hierbei würde die Stadt allerdings bald mit weiteren Problemen rechnen.
So hat sich der Gemeinderat am Montag einstimmig dafür ausgesprochen, den Boden komplett auszutauschen. Das Geld dafür stammt aus dem Konjunkturpaket II. Aus dem Förderprogramm des Bundes hatte die Stadt Geld erhalten, um die Schulen so zu sanieren, dass weniger Energie verbraucht wird. Doch der Betrag wurde nicht komplett verbraucht. Laut Weinschenk darf das Geld nun für den Boden in der Sporthalle verwendet werden.
Auf die Stadt könnten allerdings weitere Kosten zukommen. Der jetzige Boden besteht aus einer Mooskork-Schicht, die an den Rändern verspannt ist. Darunter liegt ein Estrich. Unklar ist, ob der Estrich noch intakt ist und ob sich unter ihm eine Dämmung befindet. Unter den Boden zu schauen, ist laut Stadtbaumeisterin Andrea Denzel schwierig, weil dann der komplette Boden seine Spannung verlieren würde. Diese wiederum „ließe sich nur mit großem Aufwand“ wieder herstellen. Wie viel ein neuer Estrich kosten würde und wie lange die Arbeiten dafür brauchen würden, hat die Verwaltung laut Weinschenk nicht ermittelt.
CDU-Fraktionssprecherin Margret Kohlschreiber wollte am Montag wissen: „Ist bei der Erneuerung ein Schwingboden mit einer Unterholzkonstruktion wie in Reute möglich?“ Denzel sagte: „Nein, wegen der Aufbauhöhe des Bodens von derzeit nur zwei Zentimetern.“ Gebraucht würden acht bis neun Zentimeter. Doch dann würde es Probleme mit den Türen und den Anschlüssen geben.
Laut Denzel ist es nicht möglich, die Arbeiten noch in den Sommerferien abzuschließen. „Die Firmen sind jetzt voll.“ Sie geht von den Herbst- oder Winterferien aus. „Wir würden dann einen Teil in den Ferien machen lassen und dann die Halle sperren.“ Sie würde nicht bis zu den nächsten Sommerferien warten. Es gebe Stellen, die „zum schnellstmöglichen Zeitpunkt gemacht werden sollten“.
Sollte die Halle gesperrt werden, wären sowohl die Schulen als auch die Sportvereine betroffen, die die Halle abends nutzen. Wolfram Winger, Schulleiter des Gymnasiums, sagt: „Das wäre natürlich nicht so günstig – entweder müssen wir Unterricht ausfallen lassen oder nach Reute auslagern.“ Allein das Gymnasium hält 64 Wochenstunden in der Halle ab, häufig mit mehreren Klassen gleichzeitig.
Werner Gros, Vorsitzender der Sportgemeinschaft in Bad Waldsee, sagt: „Es ist natürlich schon mehrfach eine ungute Sache gewesen, dass man das nie in den Ferien hinbekommt.“ Als um Pfingsten ein Teil des Bodens in der neuen Mensa ausgetauscht werden musste, mussten die Sportler ihr Training in der Multifunktionshalle ausfallen lassen. „Andererseits ist der Boden schon lange überfällig“, sagt Gros. „Inzwischen sind die Unebenheiten so, dass es fast schon gefährlich ist, Sport zu treiben.“
Sollte die Sanierung nach dem 1. November erfolgen, wären die Turngemeinde, der Fußballverein und die Fußballer des Sportclubs Michelwinnaden betroffen. Davor trainieren die Fußballer im Freien. Gros sagt: „Sollte die Halle gesperrt werden, jammern die Übungsleiter und die Teilnehmer – das sind ja zum Teil auch Wettkampfmannschaften, die sich auf ihre Wettkämpfe vorbereiten müssen.“
(Erschienen: 29.07.2010 16:50)
Von unserer Redakteurin Stefanie Järkel
Rund 40 Jahre ist der Boden in der Gymnasiums-Sporthalle alt. Schon in den vergangenen Jahren musste die Stadt immer wieder Risse und Unebenheiten reparieren lassen. Eine komplette Erneuerung war allerdings laut Bürgermeister Roland Weinschenk bisher kein Thema. „Dass man an den Boden ran muss, wussten wir schon, dass es so intensiv sein muss, wussten wir nicht“, sagt Weinschenk. Würde die Stadt die Schäden beheben, würden die Kosten bei rund 40 000 Euro liegen. Hierbei würde die Stadt allerdings bald mit weiteren Problemen rechnen.
So hat sich der Gemeinderat am Montag einstimmig dafür ausgesprochen, den Boden komplett auszutauschen. Das Geld dafür stammt aus dem Konjunkturpaket II. Aus dem Förderprogramm des Bundes hatte die Stadt Geld erhalten, um die Schulen so zu sanieren, dass weniger Energie verbraucht wird. Doch der Betrag wurde nicht komplett verbraucht. Laut Weinschenk darf das Geld nun für den Boden in der Sporthalle verwendet werden.
Auf die Stadt könnten allerdings weitere Kosten zukommen. Der jetzige Boden besteht aus einer Mooskork-Schicht, die an den Rändern verspannt ist. Darunter liegt ein Estrich. Unklar ist, ob der Estrich noch intakt ist und ob sich unter ihm eine Dämmung befindet. Unter den Boden zu schauen, ist laut Stadtbaumeisterin Andrea Denzel schwierig, weil dann der komplette Boden seine Spannung verlieren würde. Diese wiederum „ließe sich nur mit großem Aufwand“ wieder herstellen. Wie viel ein neuer Estrich kosten würde und wie lange die Arbeiten dafür brauchen würden, hat die Verwaltung laut Weinschenk nicht ermittelt.
CDU-Fraktionssprecherin Margret Kohlschreiber wollte am Montag wissen: „Ist bei der Erneuerung ein Schwingboden mit einer Unterholzkonstruktion wie in Reute möglich?“ Denzel sagte: „Nein, wegen der Aufbauhöhe des Bodens von derzeit nur zwei Zentimetern.“ Gebraucht würden acht bis neun Zentimeter. Doch dann würde es Probleme mit den Türen und den Anschlüssen geben.
Laut Denzel ist es nicht möglich, die Arbeiten noch in den Sommerferien abzuschließen. „Die Firmen sind jetzt voll.“ Sie geht von den Herbst- oder Winterferien aus. „Wir würden dann einen Teil in den Ferien machen lassen und dann die Halle sperren.“ Sie würde nicht bis zu den nächsten Sommerferien warten. Es gebe Stellen, die „zum schnellstmöglichen Zeitpunkt gemacht werden sollten“.
Sollte die Halle gesperrt werden, wären sowohl die Schulen als auch die Sportvereine betroffen, die die Halle abends nutzen. Wolfram Winger, Schulleiter des Gymnasiums, sagt: „Das wäre natürlich nicht so günstig – entweder müssen wir Unterricht ausfallen lassen oder nach Reute auslagern.“ Allein das Gymnasium hält 64 Wochenstunden in der Halle ab, häufig mit mehreren Klassen gleichzeitig.
Werner Gros, Vorsitzender der Sportgemeinschaft in Bad Waldsee, sagt: „Es ist natürlich schon mehrfach eine ungute Sache gewesen, dass man das nie in den Ferien hinbekommt.“ Als um Pfingsten ein Teil des Bodens in der neuen Mensa ausgetauscht werden musste, mussten die Sportler ihr Training in der Multifunktionshalle ausfallen lassen. „Andererseits ist der Boden schon lange überfällig“, sagt Gros. „Inzwischen sind die Unebenheiten so, dass es fast schon gefährlich ist, Sport zu treiben.“
Sollte die Sanierung nach dem 1. November erfolgen, wären die Turngemeinde, der Fußballverein und die Fußballer des Sportclubs Michelwinnaden betroffen. Davor trainieren die Fußballer im Freien. Gros sagt: „Sollte die Halle gesperrt werden, jammern die Übungsleiter und die Teilnehmer – das sind ja zum Teil auch Wettkampfmannschaften, die sich auf ihre Wettkämpfe vorbereiten müssen.“
(Erschienen: 29.07.2010 16:50)

































