Stadtnachrichten Bad Waldsee
Schulleiter Günter Aßfalg: „Wir brauchen einen Schulpsychologen vor Ort“

Heute jährt sich der Amoklauf von Winnenden. Als Konsequenz aus der Bluttat hat der Sonderausschuss im Stuttgarter Landtag gestern mehr Mittel für Prävention verlangt, vor allem für zusätzliches Personal. Im Gespräch sind etwa weitere Stellen für Beratungslehrer und Gewaltpräventionsberater. Die Zahl der Schulpsychologen soll auf 200 verdoppelt werden.
SPD-Stadtrat Peter Walz hat bereits in seiner Haushaltsrede Ende Dezember für die Einstellung eines Psychologen am Schulzentrum plädiert. Ein gutes Bildungszentrum, so der Lehrer, brauche einen Schulpsychologen, das zeigten alle Erfahrungen. Schulsozialarbeit und Schulpsychologie seien „sozialer Brandschutz, der uns unter Umständen sehr, sehr teure Folgekosten erspart“.
Auch Günter Aßfalg ist sehr für einen Psychologen. Der Schulleiter macht klar, dass es dabei gar nicht um Leib und Leben oder „eine Gefahr für die Schule“ gehen muss. Es reichten schon wesentlich geringere „Auffälligkeiten“. Eine solche sieht Aßfalg zum Beispiel dann, wenn ein Schüler „nicht ansprechbar“ ist oder Gewalt in Bildern oder Worten („Ich bring‘ dich um“) verherrlicht. Dann „werden wir sensibel“, sagt der Pädagoge, sucht das Gespräch mit den Eltern und zieht die Schulsozialarbeit zu Rate.
Doch es gibt auch Fälle, wo guter Rat teuer ist – oder ein Schulpsychologe nötig wäre. Und zwar ein Psychologe auf dem Döchtbühl, der „die Schüler auch länger begleiten kann“. Denn anders als der Sonderausschuss in Stuttgart setzen Waldsees Schulleiter auf Hilfe vor Ort. Sie wollen den Schulpsychologen am Bildungszentrum – und nicht beim Staatlichen Schulamt in Markdorf. Dort sitzen schon heute fünf Psychologen, die die Schulen um Rat bitten und im Zweifelsfall auch anfordern können. Zuständig sind sie für den Bodenseekreis und den gesamten Kreis Ravensburg.
(Erschienen: 10.03.2010 16:15)

Heute jährt sich der Amoklauf von Winnenden. Als Konsequenz aus der Bluttat hat der Sonderausschuss im Stuttgarter Landtag gestern mehr Mittel für Prävention verlangt, vor allem für zusätzliches Personal. Im Gespräch sind etwa weitere Stellen für Beratungslehrer und Gewaltpräventionsberater. Die Zahl der Schulpsychologen soll auf 200 verdoppelt werden.
SPD-Stadtrat Peter Walz hat bereits in seiner Haushaltsrede Ende Dezember für die Einstellung eines Psychologen am Schulzentrum plädiert. Ein gutes Bildungszentrum, so der Lehrer, brauche einen Schulpsychologen, das zeigten alle Erfahrungen. Schulsozialarbeit und Schulpsychologie seien „sozialer Brandschutz, der uns unter Umständen sehr, sehr teure Folgekosten erspart“.
Auch Günter Aßfalg ist sehr für einen Psychologen. Der Schulleiter macht klar, dass es dabei gar nicht um Leib und Leben oder „eine Gefahr für die Schule“ gehen muss. Es reichten schon wesentlich geringere „Auffälligkeiten“. Eine solche sieht Aßfalg zum Beispiel dann, wenn ein Schüler „nicht ansprechbar“ ist oder Gewalt in Bildern oder Worten („Ich bring‘ dich um“) verherrlicht. Dann „werden wir sensibel“, sagt der Pädagoge, sucht das Gespräch mit den Eltern und zieht die Schulsozialarbeit zu Rate.
Doch es gibt auch Fälle, wo guter Rat teuer ist – oder ein Schulpsychologe nötig wäre. Und zwar ein Psychologe auf dem Döchtbühl, der „die Schüler auch länger begleiten kann“. Denn anders als der Sonderausschuss in Stuttgart setzen Waldsees Schulleiter auf Hilfe vor Ort. Sie wollen den Schulpsychologen am Bildungszentrum – und nicht beim Staatlichen Schulamt in Markdorf. Dort sitzen schon heute fünf Psychologen, die die Schulen um Rat bitten und im Zweifelsfall auch anfordern können. Zuständig sind sie für den Bodenseekreis und den gesamten Kreis Ravensburg.
(Erschienen: 10.03.2010 16:15)
































