Stadtnachrichten Bad Waldsee
Roland Weinschenk darf in die zweite Amtszeit

Im Foyer des Rathauses, zwischen Bürgermeisterzimmer und Sitzungssaal, hatten alle Interessierten die Möglichkeit, den Fortschritt der Auszählungen zu verfolgen. Ein Beamer projizierte die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale auf eine Leinwand. Etliche Gemeinderatsmitglieder und Ortsvorsteher versammelten sich hier, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie eine Handvoll Bürger. Auf eine beträchtliche Gruppenstärke brachten es zudem die Bürgermeister der Gemeinden aus der Nachbarschaft, die gekommen waren, um ihrem bisherigen Kollegen zur vermuteten Wiederwahl zu gratulieren, wie viele von ihnen im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung sagten (mehr dazu im Artikel auf der Folgeseite).
Thomas Manz, Erster Beigeordneter der Stadt, verkündete in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses das vorläufige Endergebnis. Von den 14 595 wahlberechtigten Bürgern der Stadt hatten 3804 ihre Stimme abgegeben, davon 2920 und somit 76,76 Prozent für den amtierenden Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag mit 26,33 Prozent unter den Hoffnungen von Roland Weinschenk. „Ich hoffe auf eine Beteiligung jenseits der 30 Prozent“, hatte der 57-Jährige im SZ-Interview vergangene Woche gesagt.
Mit einer Zahl unter dieser 30-Prozent-Marke hatte Margit Geiger bereits am Nachmittag gerechnet. Die Leiterin des Bad Waldseer Bürgerbüros war als Wahlvorstand für den Wahlbezirk 15 zuständig, dessen Wahllokal in der Stadthalle untergebracht war. „Es läuft schleppend“, hatte sie um 16.30 Uhr gesagt. Dass die Beteiligung so gering ausgefallen war, erklärte Weinschenk damit, dass er einziger Kandidat um das Bürgermeisteramt war. Landauf, landab sei der Trend zu erkennen, dass die Wahlbeteiligung bei Alleinkandidaten gering sei, sagte er und nannte die Wahl in Kirchheim/Teck Anfang Dezember 2011 als Beispiel. „Außerdem könnte man sagen“, so Weinschenk weiter, „die restlichen 74 Prozent, die daheim geblieben sind, waren zufrieden.“
Trotz unerfüllter Hoffnung auf die 30 Prozent Wahlbeteiligung: Roland Weinschenk strahlte, als seine Wiederwahl endgültig feststand. Ein Küsschen für seine Frau Bettina, dann richtete er das Wort an die Zuhörer im Foyer. „Die Anspannung fällt ab“, sagte er, dankte den vielen Helfern im Wahlkampf – allen voran seiner Frau – und gab die Richtung für die kommenden acht Amtsjahre vor: „Wichtige Entscheidungen haben wir im Gremium immer mit großer Mehrheit getroffen. Das soll auch in Zukunft so sein.“ Einer der ersten Gratulanten war Weinschenks Vorgänger Rudolf Forcher. 32 Jahre lang saß er auf dem Sessel des Bürgermeisters von Bad Waldsee.
Keine Überraschungen
Überraschend war das Endergebnis nicht, sobald um 18.11 Uhr das Ergebnis des ersten ausgezählten Wahllokals – eins der vier Wahllokale, die in der Stadthalle untergebracht waren – auf der Leinwand auftauchte. Der Trend, den dieses Teilergebnis anzeigte, sollte sich im Laufe der Auszählungen verfestigen. Bereits hier lag die Wahlbeteiligung mit 18,28 Prozent bei einem geringen Prozentsatz. Abzusehen war ebenfalls schon, dass Roland Weinschenk die erforderliche absolute Mehrheit erreichen wird – auch wenn sein Zuspruch von 81,02 Prozent nach dem ersten Wahllokal auf die 76,76 Prozent im Endergebnis abrutschte.
Einen weiteren Aspekt lieferte bereits das Ergebnis dieses ersten ausgezählten Wahlbezirks: Bernhard Schultes, Stadtrat für die Freien Wähler, wurde ebenfalls aufgeführt. Am Ende sollten es 247 Menschen sein und damit 6,49 Prozent der gültigen Stimmen, die seinen Namen auf den Stimmzettel in die leere Zeile unterhalb des Namens von Roland Weinschenk geschrieben hatten.
Am 4. April endet für Roland Weinschenk die erste achtjährige Amtsperiode als Bürgermeister der Kurstadt. Seit Sonntagabend weiß er: am 5. April beginnt seine zweite.
(Erschienen: 15.01.2012 23:40)

Im Foyer des Rathauses, zwischen Bürgermeisterzimmer und Sitzungssaal, hatten alle Interessierten die Möglichkeit, den Fortschritt der Auszählungen zu verfolgen. Ein Beamer projizierte die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale auf eine Leinwand. Etliche Gemeinderatsmitglieder und Ortsvorsteher versammelten sich hier, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie eine Handvoll Bürger. Auf eine beträchtliche Gruppenstärke brachten es zudem die Bürgermeister der Gemeinden aus der Nachbarschaft, die gekommen waren, um ihrem bisherigen Kollegen zur vermuteten Wiederwahl zu gratulieren, wie viele von ihnen im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung sagten (mehr dazu im Artikel auf der Folgeseite).
Thomas Manz, Erster Beigeordneter der Stadt, verkündete in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses das vorläufige Endergebnis. Von den 14 595 wahlberechtigten Bürgern der Stadt hatten 3804 ihre Stimme abgegeben, davon 2920 und somit 76,76 Prozent für den amtierenden Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag mit 26,33 Prozent unter den Hoffnungen von Roland Weinschenk. „Ich hoffe auf eine Beteiligung jenseits der 30 Prozent“, hatte der 57-Jährige im SZ-Interview vergangene Woche gesagt.
Mit einer Zahl unter dieser 30-Prozent-Marke hatte Margit Geiger bereits am Nachmittag gerechnet. Die Leiterin des Bad Waldseer Bürgerbüros war als Wahlvorstand für den Wahlbezirk 15 zuständig, dessen Wahllokal in der Stadthalle untergebracht war. „Es läuft schleppend“, hatte sie um 16.30 Uhr gesagt. Dass die Beteiligung so gering ausgefallen war, erklärte Weinschenk damit, dass er einziger Kandidat um das Bürgermeisteramt war. Landauf, landab sei der Trend zu erkennen, dass die Wahlbeteiligung bei Alleinkandidaten gering sei, sagte er und nannte die Wahl in Kirchheim/Teck Anfang Dezember 2011 als Beispiel. „Außerdem könnte man sagen“, so Weinschenk weiter, „die restlichen 74 Prozent, die daheim geblieben sind, waren zufrieden.“
Trotz unerfüllter Hoffnung auf die 30 Prozent Wahlbeteiligung: Roland Weinschenk strahlte, als seine Wiederwahl endgültig feststand. Ein Küsschen für seine Frau Bettina, dann richtete er das Wort an die Zuhörer im Foyer. „Die Anspannung fällt ab“, sagte er, dankte den vielen Helfern im Wahlkampf – allen voran seiner Frau – und gab die Richtung für die kommenden acht Amtsjahre vor: „Wichtige Entscheidungen haben wir im Gremium immer mit großer Mehrheit getroffen. Das soll auch in Zukunft so sein.“ Einer der ersten Gratulanten war Weinschenks Vorgänger Rudolf Forcher. 32 Jahre lang saß er auf dem Sessel des Bürgermeisters von Bad Waldsee.
Keine Überraschungen
Überraschend war das Endergebnis nicht, sobald um 18.11 Uhr das Ergebnis des ersten ausgezählten Wahllokals – eins der vier Wahllokale, die in der Stadthalle untergebracht waren – auf der Leinwand auftauchte. Der Trend, den dieses Teilergebnis anzeigte, sollte sich im Laufe der Auszählungen verfestigen. Bereits hier lag die Wahlbeteiligung mit 18,28 Prozent bei einem geringen Prozentsatz. Abzusehen war ebenfalls schon, dass Roland Weinschenk die erforderliche absolute Mehrheit erreichen wird – auch wenn sein Zuspruch von 81,02 Prozent nach dem ersten Wahllokal auf die 76,76 Prozent im Endergebnis abrutschte.
Einen weiteren Aspekt lieferte bereits das Ergebnis dieses ersten ausgezählten Wahlbezirks: Bernhard Schultes, Stadtrat für die Freien Wähler, wurde ebenfalls aufgeführt. Am Ende sollten es 247 Menschen sein und damit 6,49 Prozent der gültigen Stimmen, die seinen Namen auf den Stimmzettel in die leere Zeile unterhalb des Namens von Roland Weinschenk geschrieben hatten.
Am 4. April endet für Roland Weinschenk die erste achtjährige Amtsperiode als Bürgermeister der Kurstadt. Seit Sonntagabend weiß er: am 5. April beginnt seine zweite.
(Erschienen: 15.01.2012 23:40)




































