Stadtnachrichten Bad Waldsee
Charmante Damen verzaubern mit Klassik

Ihr aktuelles Programm haben Salut Salon unter das Motto „Ein Haifisch im Aquarium“ gestellt – ein nicht gerade typisches Thema der klassischen Musik. Aber diese Rahmenhandlung des gefangenen Hais zog sich vom ersten Akkord an durch das zweistündige Programm und integrierte Stücke wie „Das Aquarium“ aus dem Karneval der Tiere von C. Saint-Saens, den Weißen Hai und den Haifisch aus der Dreigroschenoper, besser bekannt als die Moritat von Meckie Messer. Die Damen sind tierlieb und so gelingt es ihrer spontan gegründeten Bürgerinitiative „BI-Hai“ das Tierchen im Stadtsee frei zusetzen, wo es eine musikalische Reise im Schwanensee von Tschaikowsky beginnt und weiter durch die Moldau von Smetana über die schöne blaue Donau von Strauß, mit dem rumänischen Tanz von Bartok ins schwarze Meer und schließlich über indisch-chinesische Fantasien nach Shang-Hai gelangt. Und auch im Reich der Mitte feierte Salut Salon schon große Erfolge – einer davon war ein chinesischer Popsong den die vier Damen mühelos präsentierten. Ungewöhnliche Sprachen haben es ihnen angetan. Es ist schließlich nicht so, dass die vier einfach brav und souverän auf ihren Instrumenten wunderbare Töne erzeugen – oft wird auch dazu gesungen. Eine finnische Polka, natürlich in Finnisch lies genauso aufhorchen wie das plattdeutsche „de Leev“ - ein Chanson über die Liebe.
Wer ist nun die Schönste und die Beste von den Vieren? Eine Frage, die das Ensemble wohl so ganz im verborgenen um treibt und die im Laufe des Programms immer wieder auftaucht. In der Tarantella von Sarasate tritt dieser Zickenkrieg zuerst zwischen den zwei Geigerinnen Siegfried und Bachmann zu Tage, die sich in Ihrer Virtuosität zu übertreffen suchen, aber nicht lange und schon mischen auch die Cellistin Dany und die Pianistin von Twadowski kräftig mit. Dem Publikum kann‘s recht sein, denn nicht nur das Ohr wird so verwöhnt, auch das Auge erlebt durch die ausdrucksstarke Mimik der Künstlerinnen und das teilweise akrobatische Spiel auf den Instrumenten eine große Befriedigung. Wo Salut Salon auftritt ist auch Oscar nicht weit – diese liebevolle Puppe, die mit ihrer melancholisch verträumten Art den Takt für Schuberts Forelle vorgibt und gemeinsam mit Angelika, Iris, Frederike und Anne-Monika versucht die Zugabe „We‘ll meet again“ zu präsentieren. Es bleibt beim Versuch, denn allesamt, Künstler wie Publikum haben es derartig lustig, dass der Konzertabend im vergnügten Schlussapplaus endet.
(Erschienen: 27.11.2011 16:05)

Ihr aktuelles Programm haben Salut Salon unter das Motto „Ein Haifisch im Aquarium“ gestellt – ein nicht gerade typisches Thema der klassischen Musik. Aber diese Rahmenhandlung des gefangenen Hais zog sich vom ersten Akkord an durch das zweistündige Programm und integrierte Stücke wie „Das Aquarium“ aus dem Karneval der Tiere von C. Saint-Saens, den Weißen Hai und den Haifisch aus der Dreigroschenoper, besser bekannt als die Moritat von Meckie Messer. Die Damen sind tierlieb und so gelingt es ihrer spontan gegründeten Bürgerinitiative „BI-Hai“ das Tierchen im Stadtsee frei zusetzen, wo es eine musikalische Reise im Schwanensee von Tschaikowsky beginnt und weiter durch die Moldau von Smetana über die schöne blaue Donau von Strauß, mit dem rumänischen Tanz von Bartok ins schwarze Meer und schließlich über indisch-chinesische Fantasien nach Shang-Hai gelangt. Und auch im Reich der Mitte feierte Salut Salon schon große Erfolge – einer davon war ein chinesischer Popsong den die vier Damen mühelos präsentierten. Ungewöhnliche Sprachen haben es ihnen angetan. Es ist schließlich nicht so, dass die vier einfach brav und souverän auf ihren Instrumenten wunderbare Töne erzeugen – oft wird auch dazu gesungen. Eine finnische Polka, natürlich in Finnisch lies genauso aufhorchen wie das plattdeutsche „de Leev“ - ein Chanson über die Liebe.
Wer ist nun die Schönste und die Beste von den Vieren? Eine Frage, die das Ensemble wohl so ganz im verborgenen um treibt und die im Laufe des Programms immer wieder auftaucht. In der Tarantella von Sarasate tritt dieser Zickenkrieg zuerst zwischen den zwei Geigerinnen Siegfried und Bachmann zu Tage, die sich in Ihrer Virtuosität zu übertreffen suchen, aber nicht lange und schon mischen auch die Cellistin Dany und die Pianistin von Twadowski kräftig mit. Dem Publikum kann‘s recht sein, denn nicht nur das Ohr wird so verwöhnt, auch das Auge erlebt durch die ausdrucksstarke Mimik der Künstlerinnen und das teilweise akrobatische Spiel auf den Instrumenten eine große Befriedigung. Wo Salut Salon auftritt ist auch Oscar nicht weit – diese liebevolle Puppe, die mit ihrer melancholisch verträumten Art den Takt für Schuberts Forelle vorgibt und gemeinsam mit Angelika, Iris, Frederike und Anne-Monika versucht die Zugabe „We‘ll meet again“ zu präsentieren. Es bleibt beim Versuch, denn allesamt, Künstler wie Publikum haben es derartig lustig, dass der Konzertabend im vergnügten Schlussapplaus endet.
(Erschienen: 27.11.2011 16:05)
































