Stadtnachrichten Bad Waldsee
„Schwobakäpsela“ servieren freche Texte und Lieder
Was die acht „Schwätzkünstler“ und „Schwätzkünstlerinnen“ eint, ist ihre Herkunftsregion Oberschwaben. Was sie trennt, ist ihre unterschiedliche Herangehensweise an die Mundart. Zusammengefügt ergeben die Geschichten, Witze, Gedichte, Wortspielereien und in Literatur gegossene Erlebnisse ein zweifellos höchst lesenswertes Buch, das angereichert wird durch neugeschaffene Lieder und Kanons in Mundart aus der Feder des oberschwäbischen Barden Bernhard Bitterwolf.
Mit Albin Beck, Hugo Breitschmid, Marlies Grötzinger, Ingrid Koch, Rösle Reck, Hermann Rehm, Paula Renz und Erika Walter haben sich aus Rundfunk und Fernsehen bekannte waschechte Oberschwaben zusammengetan, die Mundart in Reinkultur bieten. In bodenständig, deftig, direkt, aber nie verletzend formulierten Texten und Gedichten zeichnen die Dichter ein Bild ihrer Umgebung und halten damit dem Publikum auch einen Spiegel vor.
Denn was kann schöner sein als über sich selbst zu lachen? Diese Kunst, diese Lebenseinstellung zeugt von einem guten, gewachsenen Selbstvertrauen. Mit Hintersinn und humorvollem Augenzwinkern wollen die acht „Schwobakäpsela“ unterhalten, aber durchaus auch zum Nachdenken anregen. Sowohl bei ihren Auftritten als auch in ihrem neuen Buch kommt „Regionalkultur pur“ nicht verstaubt, sondern quicklebendig daher.
Bleibt noch zu klären, was der Buchtitel „Schwobakäpsela“ aussagen soll. Wer das Vergnügen hat, sich in Kreisen zu bewegen, in denen „schwäbisch gschwätzt“ wird, trifft dort unweigerlich auf sogenannte „Käpsela“. Menschen, die humorvoll und mit Lebensweisheit gesegnet den Lebensalltag im wilden Süden Deutschlands aufs Korn nehmen.
Als Käpsele bezeichnet der Schwabe einen Zeitgenossen, der „ebbas em Grind, ebbas ondr dr Kappa“, sprich: etwas im Gehirn hat. Viele solcher Käpsela behalten ihr Wissen und ihre Erfahrung für sich, um nicht ein weiteres Mal anzuecken oder Gefahr zu laufen, erneut belächelt zu werden. Nicht so die acht Autorinnen und Autoren mit ihrem musikalischen Herausgeber. Diese neun „Kulturschaffer“ stehen zu sich als Originale und zu ihrer Mundart.
Mit ihrem Buch „Schwobakäpsela“ veröffentlichen sie fast so etwas wie einen kleinen oberschwäbischen Sprachatlas, weil aus den einzelnen Beiträgen deutlich die sprachklangliche Verwurzelung und Prägung der Einzelnen herauszulesen ist. Der Eintritt zur Buchvorstellung am kommenden Dienstag ist frei.
(Erschienen: 24.11.2010 12:05)
Was die acht „Schwätzkünstler“ und „Schwätzkünstlerinnen“ eint, ist ihre Herkunftsregion Oberschwaben. Was sie trennt, ist ihre unterschiedliche Herangehensweise an die Mundart. Zusammengefügt ergeben die Geschichten, Witze, Gedichte, Wortspielereien und in Literatur gegossene Erlebnisse ein zweifellos höchst lesenswertes Buch, das angereichert wird durch neugeschaffene Lieder und Kanons in Mundart aus der Feder des oberschwäbischen Barden Bernhard Bitterwolf.
Mit Albin Beck, Hugo Breitschmid, Marlies Grötzinger, Ingrid Koch, Rösle Reck, Hermann Rehm, Paula Renz und Erika Walter haben sich aus Rundfunk und Fernsehen bekannte waschechte Oberschwaben zusammengetan, die Mundart in Reinkultur bieten. In bodenständig, deftig, direkt, aber nie verletzend formulierten Texten und Gedichten zeichnen die Dichter ein Bild ihrer Umgebung und halten damit dem Publikum auch einen Spiegel vor.
Denn was kann schöner sein als über sich selbst zu lachen? Diese Kunst, diese Lebenseinstellung zeugt von einem guten, gewachsenen Selbstvertrauen. Mit Hintersinn und humorvollem Augenzwinkern wollen die acht „Schwobakäpsela“ unterhalten, aber durchaus auch zum Nachdenken anregen. Sowohl bei ihren Auftritten als auch in ihrem neuen Buch kommt „Regionalkultur pur“ nicht verstaubt, sondern quicklebendig daher.
Bleibt noch zu klären, was der Buchtitel „Schwobakäpsela“ aussagen soll. Wer das Vergnügen hat, sich in Kreisen zu bewegen, in denen „schwäbisch gschwätzt“ wird, trifft dort unweigerlich auf sogenannte „Käpsela“. Menschen, die humorvoll und mit Lebensweisheit gesegnet den Lebensalltag im wilden Süden Deutschlands aufs Korn nehmen.
Als Käpsele bezeichnet der Schwabe einen Zeitgenossen, der „ebbas em Grind, ebbas ondr dr Kappa“, sprich: etwas im Gehirn hat. Viele solcher Käpsela behalten ihr Wissen und ihre Erfahrung für sich, um nicht ein weiteres Mal anzuecken oder Gefahr zu laufen, erneut belächelt zu werden. Nicht so die acht Autorinnen und Autoren mit ihrem musikalischen Herausgeber. Diese neun „Kulturschaffer“ stehen zu sich als Originale und zu ihrer Mundart.
Mit ihrem Buch „Schwobakäpsela“ veröffentlichen sie fast so etwas wie einen kleinen oberschwäbischen Sprachatlas, weil aus den einzelnen Beiträgen deutlich die sprachklangliche Verwurzelung und Prägung der Einzelnen herauszulesen ist. Der Eintritt zur Buchvorstellung am kommenden Dienstag ist frei.
(Erschienen: 24.11.2010 12:05)



































