Stadtnachrichten Bad Waldsee
„Himmelsleiter“: Neuer Jugendtreff nervt Nachbarn

Nachbarn und Spaziergänger sind verärgert darüber, dass das Gelände vor allem am Wochenende übersät ist mit Scherben sowie mit Verpackungsmüll von Getränken, Süßigkeiten und Kondomen. Diesen Umstand beklagten gegenüber der Schwäbischen Zeitung jetzt Anwohner der Steinacher Straße. Sie nervt das Müllaufkommen, für das der städtische Bauhof zum Aufräumen herangezogen werden muss. Außerdem wird die Lautstärke der „Versammlungen“ in den Abendstunden des Freitag und Samstag kritisiert. „Wir verstehen nicht, dass die Stadt das nicht unterbindet“, so einer der Anwohner. Seinen Namen möchte er aus Angst vor möglichen Reaktionen alkoholisierter Teenager jedoch nicht in der Zeitung lesen.
Hat die Stadt Bad Waldsee eine Handhabe gegen diese Treffs unter freiem Himmel, gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher und gegen die Scherben und den Unrat, den es auf Kosten der Steuerzahler zu beseitigen gilt? Auf SZ-Anfrage räumt das Rathaus zunächst ein, dass sich am genannten Radabstellplatz „immer wieder Jugendliche treffen, trinken und leider auch Unrat hinterlassen“. Aus diesem Grund, so Sprecherin Brigitte Göppel weiter, richte das städtische Ordnungsamt ein „verstärktes Augenmerk“ auf diesen Treffpunkt. „Zeugen sollten die Verursacher bei der Polizei melden, dann können entsprechende Schritte eingeleitet werden“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Sie legt Wert auf die Feststellung, dass „Personenfeststellungen nur durch die Polizei erfolgen können“.
Der Baubetriebshof habe bislang schon immer die Scherben und den Müll entfernt und müsse dies „leider weiterhin erledigen“. Die Kommune bekennt, dass das Wochenende „sicher ein Problem ist, aber der Bauhof kümmert sich montags schnellstens um die Beseitigung. Werden die Verursacher namentlich bekannt, sind mit diesen natürlich auch Gespräche zu führen und sie sollten dann zur Rechenschaft gezogen werden“, unterstreicht die Stadt.
Der Umstand, dass sich in der Nähe des neuen Jugendtreffs mehrere Einkaufs- und Getränkemärkte befinden, macht den Sachverhalt für die Ordnungshüter nicht einfacher. Wer freitags und samstags nach Einbruch der Dunkelheit das Einkaufszentrum am Ballenmoos besucht, der kann Heranwachsende beobachten, die sich dort mit Alkoholika versorgen und teilweise sofort konsumieren („Vorglühen“). Danach ziehen die Teenager-Gruppen mit weiteren Six-Packs alkoholhaltiger Mischgetränke zu Privatparties - oder eben zu eben jener, gegen Wind und Wetter geschützten Versammlungsstätte bei der „Himmelsleiter“.
Auch von diesen Einkaufstouren hat man auf dem Rathaus Kenntnis, betont aber, dass der mögliche Alkoholverkauf an Minderjährige in Supermärkten und die Jugendschutzkontrollen in die Zuständigkeit der Polizei falle, da nur sie „Personen feststellen darf“. Aber: „Es wurden in diesem Jahr vier Verstöße beim Verkauf von Alkohol an Jugendliche zur Anzeige gebracht und es wurden deswegen auch Bußgelder verhängt“, so Rathaus-Sprecherin Brigitte Göppel dazu.
Info:
Der Waldseer Polizeiposten ist im Falle nächtlicher Ruhestörungen unter Telefon 07524/4043-0 telefonisch zu erreichen. Ist der Posten nicht besetzt, wird der Anruf entsprechend an andere Dienststellen weitergeleitet.
(Erschienen: 14.12.2011 10:50)

Nachbarn und Spaziergänger sind verärgert darüber, dass das Gelände vor allem am Wochenende übersät ist mit Scherben sowie mit Verpackungsmüll von Getränken, Süßigkeiten und Kondomen. Diesen Umstand beklagten gegenüber der Schwäbischen Zeitung jetzt Anwohner der Steinacher Straße. Sie nervt das Müllaufkommen, für das der städtische Bauhof zum Aufräumen herangezogen werden muss. Außerdem wird die Lautstärke der „Versammlungen“ in den Abendstunden des Freitag und Samstag kritisiert. „Wir verstehen nicht, dass die Stadt das nicht unterbindet“, so einer der Anwohner. Seinen Namen möchte er aus Angst vor möglichen Reaktionen alkoholisierter Teenager jedoch nicht in der Zeitung lesen.
Hat die Stadt Bad Waldsee eine Handhabe gegen diese Treffs unter freiem Himmel, gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher und gegen die Scherben und den Unrat, den es auf Kosten der Steuerzahler zu beseitigen gilt? Auf SZ-Anfrage räumt das Rathaus zunächst ein, dass sich am genannten Radabstellplatz „immer wieder Jugendliche treffen, trinken und leider auch Unrat hinterlassen“. Aus diesem Grund, so Sprecherin Brigitte Göppel weiter, richte das städtische Ordnungsamt ein „verstärktes Augenmerk“ auf diesen Treffpunkt. „Zeugen sollten die Verursacher bei der Polizei melden, dann können entsprechende Schritte eingeleitet werden“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Sie legt Wert auf die Feststellung, dass „Personenfeststellungen nur durch die Polizei erfolgen können“.
Der Baubetriebshof habe bislang schon immer die Scherben und den Müll entfernt und müsse dies „leider weiterhin erledigen“. Die Kommune bekennt, dass das Wochenende „sicher ein Problem ist, aber der Bauhof kümmert sich montags schnellstens um die Beseitigung. Werden die Verursacher namentlich bekannt, sind mit diesen natürlich auch Gespräche zu führen und sie sollten dann zur Rechenschaft gezogen werden“, unterstreicht die Stadt.
Der Umstand, dass sich in der Nähe des neuen Jugendtreffs mehrere Einkaufs- und Getränkemärkte befinden, macht den Sachverhalt für die Ordnungshüter nicht einfacher. Wer freitags und samstags nach Einbruch der Dunkelheit das Einkaufszentrum am Ballenmoos besucht, der kann Heranwachsende beobachten, die sich dort mit Alkoholika versorgen und teilweise sofort konsumieren („Vorglühen“). Danach ziehen die Teenager-Gruppen mit weiteren Six-Packs alkoholhaltiger Mischgetränke zu Privatparties - oder eben zu eben jener, gegen Wind und Wetter geschützten Versammlungsstätte bei der „Himmelsleiter“.
Auch von diesen Einkaufstouren hat man auf dem Rathaus Kenntnis, betont aber, dass der mögliche Alkoholverkauf an Minderjährige in Supermärkten und die Jugendschutzkontrollen in die Zuständigkeit der Polizei falle, da nur sie „Personen feststellen darf“. Aber: „Es wurden in diesem Jahr vier Verstöße beim Verkauf von Alkohol an Jugendliche zur Anzeige gebracht und es wurden deswegen auch Bußgelder verhängt“, so Rathaus-Sprecherin Brigitte Göppel dazu.
Info:
Der Waldseer Polizeiposten ist im Falle nächtlicher Ruhestörungen unter Telefon 07524/4043-0 telefonisch zu erreichen. Ist der Posten nicht besetzt, wird der Anruf entsprechend an andere Dienststellen weitergeleitet.
(Erschienen: 14.12.2011 10:50)


































