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Stadtnachrichten Aulendorf

Narrenzunft, Stadt und Polizei ziehen positive Bilanz

Narrenzunft, Stadt und Polizei ziehen positive Bilanz
Narrenzunft, Stadt und Polizei ziehen positive Bilanz

Von Simone Harr

Aulendorf In Aulendorf haben am Wochenende haben tausende Narren beim Landschafstreffen gefeiert. Zunftmeister Klaus Wekenmann freut sich, dass das Narrentreffen ruhig und friedlich über die Bühne gegangen ist. „Es war schön, als ich am Sonntag vor der Narrenmesse zur Zentrale der Securitys gegangen bin und sie gesagt haben, dass es in der Freinacht verhältnismäßig ruhig war. Da ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen“, sagt er. Wekenmann sei erleichtert, dass niemand bei der Kälte im Eis draußen rumgelegen ist. „Da hatten wir im Vorfeld etwas Bammel. Das wäre schlimm gewesen, wenn da etwas passiert wäre“, sagt er.

Die Zusammenarbeit zwischen Narrenzunft, Stadt, Polizei, Sicherheitsdienst, Feuerwehr und Rotem Kreuz hat laut Wekenmann hervorragend geklappt. „Es war so wie wir es in Aulendorf gewohnt sind, dass alle zusammen schaffen“, sagt er.

Thomas Kesenheimer, stellvertretender Leiter des Polizeipostens Altshausen, ist mehr als zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Er betonte ebenfalls die gute Zusammenarbeit. Auch die Supermärkte seien sehr entgegenkommend gewesen was den Verkauf von Alkohol betreffe. Die Kälte hat natürlich auch Kesenheimer als Polizeiführer der Freinacht beschäftigt. „Ich bin froh, dass die Kälte kein Opfer gefordert hat. Da hatte ich etwas Sorge“, sagt er. Auch die Straftaten hätten sich im Rahmen gehalten. „Die vorgefallenen Straftaten sind nicht ungewöhnlich bei einem solch großen Event“, sagt Kesenheimer.

Laut Wekenmann waren die Zelte gut besucht gewesen. Allerdings habe die Kälte Probleme gemacht. „Die Kühlwägen mit den Getränken mussten mit Heizlüftern von etwa minus 15 auf minus fünf Grad erwärmt werden. Das ist sicher eine Seltenheit“, sagt er. Laut Christian Ramsperger, Säckelmeister der Narrenzunft, schlägt sich die eisige Kälte auch in den Finanzen nieder. „Wir haben beispielsweise Mehrbelastungen durch die Heizkosten und die Dixi-Toiletten“, sagt er. Diese mussten am Freitag noch neu organisiert werden, da die Wasserrohre an den eigentlich vorgesehenen Toilettenwägen eingefroren sind. „Die Toilettenwägen haben eine Elektroheizung. Aber wenn da einer den Stecker gezogen hätte, dann wären die Rohre eingefroren und kaputt gegangen“, erklärt Ramsperger. So stehen sie jetzt ungenutzt am Zunftheim. „Ich bin derzeit in Verhandlungen mit dem Toilettenvermieter. Ich denke, dass wir nur einen Teil der Mietkosten zahlen müssen“, sagt der Säckelmeister. Doch trotz dieser Mehrkosten ist Rampsberger zuversichtlich. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir mit einer schwarzen Null rauskommen“, sagt er. Genaue Zahlen lägen jedoch noch nicht vor.

Hauptamtsleiterin Brigitte Thoma zieht ebenfalls eine positive Bilanz. „Was gut funktioniert hat war der Jugendschutz. Auch die Lautstärkenreduzierung der Musik in den Zelten ab drei Uhr hat gut geklappt“, sagt sie. Etwas wärmeres Wetter wäre für das Landschaftstreffen wünschenswert gewesen, aber daran könne man ja nichts ändern. „Wegen der Kälte war jedoch sicherlich weniger los“, sagt Thoma.

Vom Bereich Öffentliche Ordnung des Hauptamtes waren am Wochenende Thomas Feick und Silvia Funk unterwegs. Die Beiden sorgten unter anderem dafür, dass die Straßen für den Umzug frei waren. „Es hat alles gut funktioniert. Es mussten nur zwei Autos abschleppen lassen“, sagt Feick. Auch die Schankgenehmigungen seien von den Gaststätten mit einer Ausnahme eingehalten worden.

Für sich persönlich freut sich Wekenmann, dass das Landschaftstreffen ohne Absperrung ausgekommen ist. „Es ist schön, dass die Stadt offen war und alles geklappt hat – ohne Sperrstunde und ohne Sperrgitter. Das tut gut, wenn man da wieder rechtbehalten hat“, sagt er. Schön sei es auch gewesen, dass die beiden Pfarrer Anantham Antony und Gebhardt Gauß mitgefeiert hätten. Etwas Besonderes sei für ihn das Gastgeschenk von Schirmherr Erbgraf Maximilian zu Königsegg gewesen. „Das Fass mit 333 Litern Wein war eine große Überraschung für alle“, sagt Wekenmann. Von den Gastzünften habe er per Email zahlreiche positive Rückmeldungen für das Wochenende bekommen.

Nach der Fasnet möchten sich die Beteiligten zu einer Nachbesprechung treffen. „Das wird keine Lobhudelei, sondern wir werden darüber reden was gut gelaufen ist und was man verbessern kann“, sagt Wekenmann. Thoma ergänzt: „In Bezug auf die Freinacht geht es darum, ob man sie auch in Zukunft genehmigen kann. Es gibt ja Landkreise wie Sigmaringen, wo sie grundsätzlich nicht genehmigt wird.“

Wekenmann freut sich jetzt auf die Ortsfasnet. Im Gegensatz zum Landschaftstreffen sei die Organisation hier einfacher. „Das ist seit Jahrzehnten eingespielt und wir können auf unsere Erfahrungen zurückgreifen“, sagt er.

(Erschienen: 07.02.2012 19:05)

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