Stadtnachrichten Aulendorf
Junge Frau stirbt nach Zusammenprall mit Zug

Die 23-jährige Frau war mit ihrem Kleintransporter auf der Kreisstraße von Haslach in Richtung Tannhausen unterwegs. „In Höhe von Röhren übersah sie am dortigen Bahnübergang die geschlossene Halbschranke und das rote Blinklicht“, sagt Korn. Die junge Frau habe zwar kurz vor den Bahnschienen noch eine Vollbremsung gemacht, sei aber auf den Übergang gerutscht. Hier kam es zur Kollision mit dem Regionalexpress, der in Richtung Aulendorf unterwegs war.
Starker Nebel behindert die Sicht
Der Zug prallte seitlich in die Fahrertür des Lieferwagens und beschädigte das Fahrzeug dabei massiv. „Zum Unfallzeitpunkt herrschte am Unglücksort starker Nebel mit Sichtweiten um 50 Meter“, sagt Korn.
Die Feuerwehr Aulendorf war mit 28 Mann als erstes vor Ort. „Wir haben erste Hilfe geleistet, bis der Rettungsdienst kam“, sagt Kommandant Markus Huchler gegenüber der SZ. „Solche Situationen sind immer Kräfte zehrend. Es liegt eine bedrückende Stimmung über einer Einsatzstelle, wenn jemand so schwer verunglückt ist“ sagt Huchler weiter. Ein Notfallseelsorger sei jedoch nicht notwendig gewesen, da sehr erfahrene Feuerwehrleute vor Ort gewesen seien.
Die 23-Jährige zog sich bei dem heftigen Aufprall lebensbedrohliche Verletzungen zu. Nach einer Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt an der Unfallstelle wurde sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik transportiert. Die Verletzungen waren zu gravierend, die junge Frau starb – am Tag vor ihrem Geburtstag.
Der Arbeitgeber der Frau, der Paketdienst DPD, zeigt sich gegenüber der SZ schockiert: „Der tragische Unfall einer Zustellerin, die von einem Zug erfasst und tödlich verletzt wurde, erfüllt uns mit großer Betroffenheit“, so Unternehmenssprecher Peter Rey. Die junge Frau polnischer Herkunft arbeitete für das DPD Paketdepot Neu-Ulm. „Die Kollegen im zuständigen Paketdepot sind bestürzt angesichts des schrecklichen Unfalls, ebenso die Geschäftsführung im bayerischen Aschaffenburg“, so Rey. Seit Mitte vergangenen Jahres sei die Frau für DPD im Einsatz gewesen. Rey weiter: „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, ganz besonders bei den Familienangehörigen der Verunglückten.
Zugreisende harren aus
Der Zug war mit zwei Lok-Führern und 20 Fahrgästen besetzt. Kommandant Huchler und seine Feuerwehrleuten kümmerten sich um die Reisenden. „Der Zug war rund 200 Meter weiter zum Stehen gekommen. Die Leute im Zug waren sehr einsichtig und sind im Zug sitzen geblieben“, sagt Huchler. Auf einer speziellen Rettungsplattform für Bahngleise haben die Feuerwehrleute die Zugreisenden bis zum nächsten Bahnübergang gefahren. „Die Insassen blieben unverletzt und konnten ihre Fahrt nach rund einer Stunde mit Bussen fortsetzen“, sagt Korn.
Die Regionalbahn sei nicht mehr fahrbereit gewesen und wurde mit einem Ersatzzug abgeschleppt. Am Zug, der Schrankenanlage und dem Kleintransporter entstand ein Gesamtschaden von rund 50 000 Euro. Der Lieferwagen wurde von einem Pannendienst abgeschleppt. Die Sicherungstechnik am Bahnübergang wurde von Mitarbeitern der Bahn wieder instand gesetzt.
Die Kreisstraße 8034 blieb bis kurz nach 11 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Vom Bauhof der Straßenmeisterei Bad Waldsee wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.
Beamte der Bundespolizei Konstanz und des Polizeireviers Weingarten haben die Ermittlungen nach der Unfallursache aufgenommen.
(Erschienen: 21.02.2012 14:45)

Die 23-jährige Frau war mit ihrem Kleintransporter auf der Kreisstraße von Haslach in Richtung Tannhausen unterwegs. „In Höhe von Röhren übersah sie am dortigen Bahnübergang die geschlossene Halbschranke und das rote Blinklicht“, sagt Korn. Die junge Frau habe zwar kurz vor den Bahnschienen noch eine Vollbremsung gemacht, sei aber auf den Übergang gerutscht. Hier kam es zur Kollision mit dem Regionalexpress, der in Richtung Aulendorf unterwegs war.
Starker Nebel behindert die Sicht
Der Zug prallte seitlich in die Fahrertür des Lieferwagens und beschädigte das Fahrzeug dabei massiv. „Zum Unfallzeitpunkt herrschte am Unglücksort starker Nebel mit Sichtweiten um 50 Meter“, sagt Korn.
Die Feuerwehr Aulendorf war mit 28 Mann als erstes vor Ort. „Wir haben erste Hilfe geleistet, bis der Rettungsdienst kam“, sagt Kommandant Markus Huchler gegenüber der SZ. „Solche Situationen sind immer Kräfte zehrend. Es liegt eine bedrückende Stimmung über einer Einsatzstelle, wenn jemand so schwer verunglückt ist“ sagt Huchler weiter. Ein Notfallseelsorger sei jedoch nicht notwendig gewesen, da sehr erfahrene Feuerwehrleute vor Ort gewesen seien.
Die 23-Jährige zog sich bei dem heftigen Aufprall lebensbedrohliche Verletzungen zu. Nach einer Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt an der Unfallstelle wurde sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik transportiert. Die Verletzungen waren zu gravierend, die junge Frau starb – am Tag vor ihrem Geburtstag.
Der Arbeitgeber der Frau, der Paketdienst DPD, zeigt sich gegenüber der SZ schockiert: „Der tragische Unfall einer Zustellerin, die von einem Zug erfasst und tödlich verletzt wurde, erfüllt uns mit großer Betroffenheit“, so Unternehmenssprecher Peter Rey. Die junge Frau polnischer Herkunft arbeitete für das DPD Paketdepot Neu-Ulm. „Die Kollegen im zuständigen Paketdepot sind bestürzt angesichts des schrecklichen Unfalls, ebenso die Geschäftsführung im bayerischen Aschaffenburg“, so Rey. Seit Mitte vergangenen Jahres sei die Frau für DPD im Einsatz gewesen. Rey weiter: „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, ganz besonders bei den Familienangehörigen der Verunglückten.
Zugreisende harren aus
Der Zug war mit zwei Lok-Führern und 20 Fahrgästen besetzt. Kommandant Huchler und seine Feuerwehrleuten kümmerten sich um die Reisenden. „Der Zug war rund 200 Meter weiter zum Stehen gekommen. Die Leute im Zug waren sehr einsichtig und sind im Zug sitzen geblieben“, sagt Huchler. Auf einer speziellen Rettungsplattform für Bahngleise haben die Feuerwehrleute die Zugreisenden bis zum nächsten Bahnübergang gefahren. „Die Insassen blieben unverletzt und konnten ihre Fahrt nach rund einer Stunde mit Bussen fortsetzen“, sagt Korn.
Die Regionalbahn sei nicht mehr fahrbereit gewesen und wurde mit einem Ersatzzug abgeschleppt. Am Zug, der Schrankenanlage und dem Kleintransporter entstand ein Gesamtschaden von rund 50 000 Euro. Der Lieferwagen wurde von einem Pannendienst abgeschleppt. Die Sicherungstechnik am Bahnübergang wurde von Mitarbeitern der Bahn wieder instand gesetzt.
Die Kreisstraße 8034 blieb bis kurz nach 11 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Vom Bauhof der Straßenmeisterei Bad Waldsee wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.
Beamte der Bundespolizei Konstanz und des Polizeireviers Weingarten haben die Ermittlungen nach der Unfallursache aufgenommen.
(Erschienen: 21.02.2012 14:45)



































