Nachrichten Altshausen
Mehrheit möchte die Bahnüberführung

So klar und fraktionsscharf gehen die Meinungen im Gemeinderat Altshausen selten auseinander wie dies bei der Diskussion um die Bahnüberführung in der Bismarckstraße in Altshausen der Fall war. Dabei handelt es sich um einen von drei Zugängen von der Gemeinde ins Ried.
Nach schweren Unfällen am Bahnübergang ist die Stelle an der abknickenden Straße als Sicherheitsrisiko erkannt worden. Als Sofortmaßnahme wurde die Verkehrsführung geändert. Eine der beiden Zufahrten zum Bahnübergang wurde gesperrt.
Eine sichere Verbindung zwischen Gemeinde und Ried solle eine geplante Unterführung der Straße unter der Bahn bringen. Die DB Netz AG und der Bund haben sich bereit erklärt die Bahnüberführung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz mitzufinanzieren.
Das Unternehmen geht von wesentlich höheren Kosten aus als die Gemeinde nach einer Kostenschätzung vom Juli 2008. Statt 770000 Euro schätzt das Bahnunternehmen die Maßnahme auf über eine Million Euro. Die Folge: Der Anteil der Gemeinde am Gesamtprojekt erhöht sich von rund 64 000 Euro auf rund 83000 Euro. Hinzu kommen 30000 Euro zusätzlich für den Rückbau der Rampe und die Parkplätze. Trotz der unterschiedlichen Kostenschätzungen empfahl Bürgermeister Kurt König das Angebot der Bahn: „Sonst laufen wir Gefahr, dass die zusätzlichen Kosten nicht bezuschusst werden.“
Ablehnend äußerte sich Gerhard Grünhagel: „Dadurch nimmt der Verkehr auf der Riedstraße weiter zu und die Straße nimmt weiter Schaden“, sagte der Sprecher der Fraktion der Freien Wähler. Er kritisierte, dass der Riedweg bereits stark als Umfahrung von Altshausen benutzt werde und kritisierte die „erheblichen Mehrkosten“. Die jetzige Diskussion solle man stattdessen nutzen, den Riedweg zurückzustufen. Parkplätze seien vor dem Bahnübergang außerdem in ausreichender Zahl vorhanden und deshalb auf der anderen Seite der Bahn nicht notwendig. Auch Erika Weber (ÖDP) sprach sich gegen das Projekt aus.
Anders sah es Albert Spanninger, Sprecher der CDU-Fraktion. Die Unterführung der Straße unter die Bahnlinie bezeichnete er als „eine Chance für Altshausen, die wir zu diesem Preis nie mehr bekommen. Da müssen wir zugreifen.“ Die neue Kreuzung mit der Bahn ermögliche den freien Zugang zum Naherholungsgebiet im Ried. Käme der Zugang nicht, würde der Zugang von der Ebersbacher Straße stärker genutzt. Das würde an dieser aus Sicherheitsgründen ebenfalls problematischen Zufahrt über kurz oder lang ebenfalls Baumaßnahmen notwendig machen. Robert Schweizer führte auch den erleichterten Zugang zum Wertstoffhof ins Feld.
„Das Naherholungsgebiet im Ried wird dadurch attraktiver“. Bürgermeister Kurt König folgte der Meinung der CDU-Fraktion. Bei der Abstimmung wurde die Maßnahme mehrheitlich beschlossen. Die Bahn hat die Maßnahme in der Mittelfristplanung bis zum Jahr 2015 eingestellt.
(Erschienen: 15.12.2011 21:30)

So klar und fraktionsscharf gehen die Meinungen im Gemeinderat Altshausen selten auseinander wie dies bei der Diskussion um die Bahnüberführung in der Bismarckstraße in Altshausen der Fall war. Dabei handelt es sich um einen von drei Zugängen von der Gemeinde ins Ried.
Nach schweren Unfällen am Bahnübergang ist die Stelle an der abknickenden Straße als Sicherheitsrisiko erkannt worden. Als Sofortmaßnahme wurde die Verkehrsführung geändert. Eine der beiden Zufahrten zum Bahnübergang wurde gesperrt.
Eine sichere Verbindung zwischen Gemeinde und Ried solle eine geplante Unterführung der Straße unter der Bahn bringen. Die DB Netz AG und der Bund haben sich bereit erklärt die Bahnüberführung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz mitzufinanzieren.
Das Unternehmen geht von wesentlich höheren Kosten aus als die Gemeinde nach einer Kostenschätzung vom Juli 2008. Statt 770000 Euro schätzt das Bahnunternehmen die Maßnahme auf über eine Million Euro. Die Folge: Der Anteil der Gemeinde am Gesamtprojekt erhöht sich von rund 64 000 Euro auf rund 83000 Euro. Hinzu kommen 30000 Euro zusätzlich für den Rückbau der Rampe und die Parkplätze. Trotz der unterschiedlichen Kostenschätzungen empfahl Bürgermeister Kurt König das Angebot der Bahn: „Sonst laufen wir Gefahr, dass die zusätzlichen Kosten nicht bezuschusst werden.“
Ablehnend äußerte sich Gerhard Grünhagel: „Dadurch nimmt der Verkehr auf der Riedstraße weiter zu und die Straße nimmt weiter Schaden“, sagte der Sprecher der Fraktion der Freien Wähler. Er kritisierte, dass der Riedweg bereits stark als Umfahrung von Altshausen benutzt werde und kritisierte die „erheblichen Mehrkosten“. Die jetzige Diskussion solle man stattdessen nutzen, den Riedweg zurückzustufen. Parkplätze seien vor dem Bahnübergang außerdem in ausreichender Zahl vorhanden und deshalb auf der anderen Seite der Bahn nicht notwendig. Auch Erika Weber (ÖDP) sprach sich gegen das Projekt aus.
Anders sah es Albert Spanninger, Sprecher der CDU-Fraktion. Die Unterführung der Straße unter die Bahnlinie bezeichnete er als „eine Chance für Altshausen, die wir zu diesem Preis nie mehr bekommen. Da müssen wir zugreifen.“ Die neue Kreuzung mit der Bahn ermögliche den freien Zugang zum Naherholungsgebiet im Ried. Käme der Zugang nicht, würde der Zugang von der Ebersbacher Straße stärker genutzt. Das würde an dieser aus Sicherheitsgründen ebenfalls problematischen Zufahrt über kurz oder lang ebenfalls Baumaßnahmen notwendig machen. Robert Schweizer führte auch den erleichterten Zugang zum Wertstoffhof ins Feld.
„Das Naherholungsgebiet im Ried wird dadurch attraktiver“. Bürgermeister Kurt König folgte der Meinung der CDU-Fraktion. Bei der Abstimmung wurde die Maßnahme mehrheitlich beschlossen. Die Bahn hat die Maßnahme in der Mittelfristplanung bis zum Jahr 2015 eingestellt.
(Erschienen: 15.12.2011 21:30)

































