Nachrichten Tettnang
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in allen Farben

Über die vielen Gäste aller politischen Farben freute sich besonders Ortsvorsitzende Siglinde Roman, die zur Begrüßung der mehr als 80 Gäste im Pavillon der Musikschule zusammen mit dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden Hermann König Grußworte von prominenten Politikern verlas, die nicht hatten kommen können. Bürgermeister Bruno Walter erklärte dann in seinem Grußwort, wie sehr er sich über die Pluralität im Farbenspiel gemeinsamer kommunaler Arbeit freue. SPD-Landtagskandidatin (Ravensburg) Christel Ulmer hob hervor, dass die SPD hier zwar einen schweren Stand habe, jedoch durch die Basisarbeit der Ortsvereine für die Einbeziehung von Menschen und Interessen stehe.
Norbert Zeller, der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete (Friedrichshafen), wies in der Laudatio darauf hin, wie wichtig die gesellschaftliche Aufgabe sei, die gerade Sozialdemokraten wahrgenommen hätten. Und das oft auch indirekt, denn die Bismarckschen Sozialgesetze wären ja ohne den Druck sozialdemokratischer Ideen nicht zustande gekommen. Zeller erinnerte auch daran, dass die SPD-Anhänger im Laufe der Geschichte viel riskiert und auch viel vorangebracht hätten.
Ingrid Koch reimte brilliant in schwäbisch-humorvoller Art eine Fast-Liebeserklärung an die SPD und an Willi Rumsauer, der sie zur aktiven Mitwirkung motiviert hatte. Auch die witzigen Beschreibungen der Schwierigkeiten, ihr rotes Parteibuch im Tettnanger Umfeld zu vertreten, begeisterten die Zuschauer. Die Tettnanger Poesie-Größe erinnerte auch an die langjährige Zivilcourage der Sozialdemokraten: „Der Geist, der fehlt uns manchmal heut’“.
Eine der ältesten Ortsgruppen
Den Schlussvortrag hielt Peter Heidtmann, der die SPD im Stadtrat vertritt. Mittels Präsentation führte er durch 140 Jahre Sozialdemokratie in Tettnang. Durchaus kritisch beleuchtete er die Aufnahme und Bewertung der SPD in Tettnangs Ur-Bevölkerung in den schwierigen Anfangszeiten und nach 1945. Heidtmann wies auch auf die vielen Errungenschaften hin, die es dank des Anstoßes durch die SPD gab. Fragen des öffentlichen Nahverkehrs, der Kindergarten und -hortplätze ebenso wie umweltbewusste Energiepolitik seien ständig von den SPD-lern gefordert worden und schließlich mittlerweile teils aus örtlicher Kraft, teils aus gesetzgeberischem Druck umgesetzt worden.
Heidtmann lobte die gute Zusammenarbeit beispielsweise von Seiten der CDU (Jugendhaus) und der Grünen (Stadtbus), die eine gute Oppositionsarbeit überhaupt erst möglich mache. Durch seinen Vortrag zog sich der Hinweis, dass die SPD in Tettnang immer von wenigen vertreten wurde, und viele ihre Qualitäten nicht zu schätzen wüssten.
Nach Dankesworten von Sieglinde Roman feierte man – mit leckeren Häppchen und Getränken, guten Gesprächen und den virtuos mit Jazzstandards aufwartenden Jazz X – zusammen, als diejenigen, die aktiv etwas für die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Tettnang tun: demokratische Parteiarbeit. Aus gegebenem Anlass wurden auf eine der ältesten Ortsgruppen der SPD im Lande Toasts ausgebracht.
(Erschienen: 01.11.2010 15:25)

Über die vielen Gäste aller politischen Farben freute sich besonders Ortsvorsitzende Siglinde Roman, die zur Begrüßung der mehr als 80 Gäste im Pavillon der Musikschule zusammen mit dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden Hermann König Grußworte von prominenten Politikern verlas, die nicht hatten kommen können. Bürgermeister Bruno Walter erklärte dann in seinem Grußwort, wie sehr er sich über die Pluralität im Farbenspiel gemeinsamer kommunaler Arbeit freue. SPD-Landtagskandidatin (Ravensburg) Christel Ulmer hob hervor, dass die SPD hier zwar einen schweren Stand habe, jedoch durch die Basisarbeit der Ortsvereine für die Einbeziehung von Menschen und Interessen stehe.
Norbert Zeller, der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete (Friedrichshafen), wies in der Laudatio darauf hin, wie wichtig die gesellschaftliche Aufgabe sei, die gerade Sozialdemokraten wahrgenommen hätten. Und das oft auch indirekt, denn die Bismarckschen Sozialgesetze wären ja ohne den Druck sozialdemokratischer Ideen nicht zustande gekommen. Zeller erinnerte auch daran, dass die SPD-Anhänger im Laufe der Geschichte viel riskiert und auch viel vorangebracht hätten.
Ingrid Koch reimte brilliant in schwäbisch-humorvoller Art eine Fast-Liebeserklärung an die SPD und an Willi Rumsauer, der sie zur aktiven Mitwirkung motiviert hatte. Auch die witzigen Beschreibungen der Schwierigkeiten, ihr rotes Parteibuch im Tettnanger Umfeld zu vertreten, begeisterten die Zuschauer. Die Tettnanger Poesie-Größe erinnerte auch an die langjährige Zivilcourage der Sozialdemokraten: „Der Geist, der fehlt uns manchmal heut’“.
Eine der ältesten Ortsgruppen
Den Schlussvortrag hielt Peter Heidtmann, der die SPD im Stadtrat vertritt. Mittels Präsentation führte er durch 140 Jahre Sozialdemokratie in Tettnang. Durchaus kritisch beleuchtete er die Aufnahme und Bewertung der SPD in Tettnangs Ur-Bevölkerung in den schwierigen Anfangszeiten und nach 1945. Heidtmann wies auch auf die vielen Errungenschaften hin, die es dank des Anstoßes durch die SPD gab. Fragen des öffentlichen Nahverkehrs, der Kindergarten und -hortplätze ebenso wie umweltbewusste Energiepolitik seien ständig von den SPD-lern gefordert worden und schließlich mittlerweile teils aus örtlicher Kraft, teils aus gesetzgeberischem Druck umgesetzt worden.
Heidtmann lobte die gute Zusammenarbeit beispielsweise von Seiten der CDU (Jugendhaus) und der Grünen (Stadtbus), die eine gute Oppositionsarbeit überhaupt erst möglich mache. Durch seinen Vortrag zog sich der Hinweis, dass die SPD in Tettnang immer von wenigen vertreten wurde, und viele ihre Qualitäten nicht zu schätzen wüssten.
Nach Dankesworten von Sieglinde Roman feierte man – mit leckeren Häppchen und Getränken, guten Gesprächen und den virtuos mit Jazzstandards aufwartenden Jazz X – zusammen, als diejenigen, die aktiv etwas für die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Tettnang tun: demokratische Parteiarbeit. Aus gegebenem Anlass wurden auf eine der ältesten Ortsgruppen der SPD im Lande Toasts ausgebracht.
(Erschienen: 01.11.2010 15:25)

































