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Stadtnachrichten Tettnang

Überzeugend: Über 500 Zuhörer feiern Miriam Gruhles Violinspiel

Helle Begeisterung erntete die junge Tettnanger Geigerin Miriam Gruhle beim Konzert des Sinfonieorchesters Friedrichshafen Trost in Tettnang.
Helle Begeisterung erntete die junge Tettnanger Geigerin Miriam Gruhle beim Konzert des Sinfonieorchesters Friedrichshafen Trost in Tettnang. (Foto: Helmut Voith)

Tettnang / chv Eine Schlosshof-Serenade hätte es am Mittwochabend werden sollen, eine Stadthallen-Serenade ist es geworden. Das war aber der einzige Wermutstropfen im glanzvollen Konzert des Sinfonieorchesters Friedrichshafen. Randvoll war die Stadthalle und während von draußen vernehmlicher Donner hereindrang, schwebte drinnen der Duft der „Rosen aus dem Süden“ musikalisch durch den Raum.

Johann Strauß’ Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“ hatte dem Konzert seinen Namen gegeben, und süffig wie südlicher Wein kam der Walzer herüber: schmeichelnde Geigen zu gezupften Celli, leichtes, durchsichtiges Spiel der Register, ein im Walzertakt schwingender Klangkörper, der in mitreißendem Wirbel zum Finale führte. Eingangs hatte Rossinis Ouvertüre zum „Barbier von Sevilla“ mit ihrem stürmischen Finale den ersten begeisterten Applaus hervorgerufen. Eine Ouvertüre, die Rossini aus früheren Werken nahm, um die ursprüngliche zu ersetzen, welche er nach dem Premierenfiasko weggeworfen haben soll.

Highlights des Abends waren die Soli der jungen Tettnanger Geigerin Miriam Gruhle, die bei früheren Konzerten brav unter den Geigern im Orchester gesessen hatte. Seit 2007 hatte sie bei Prof. Rudolf Rampf an der Tettnanger Musikschule Unterricht, nach ihrem am Montfort-Gymnasium mit Traumnote 1,1 abgelegten Abitur wird sie nun bei Prof. Hamann in Luzern ein Musikstudium beginnen. Wer in der Meditation D-Dur aus Massenets Oper „Thaïs“ ihren satten und doch so weichen, seelenvollen Ton hörte, spürte, dass hier eine Künstlerin mit großem Potential heranreift. Wie feurig virtuos Miriam Gruhle auf der Geige schwelgen kann, zeigten die furiosen Zigeunerweisen op. 20 von Pablo de Sarasate, bei denen schon das Beobachten des flinken Fingerspiels schier schwindlig machte.

Weiteres lesen Sie in der Freitagausgabe der Schwäbischen Zeitung

(Erschienen: 14.07.2011 14:15)

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