Stadtnachrichten Tettnang
Tettnanger Zunftball: Narren blenden den Ernst des Tages aus

In Zukunft dürfte das Müllabfuhrproblem (Niedermaier: „I schau, was de Nachbar naus stellt, dann stell i des au naus“) anhand einer „Gelbe-Säcke-Walking-Slalom-Strecke“ Tettnangs Bürger fit und weiter in Bewegung halten, so die Meinung von Niedermaier. Unter die Lupe genommen hat der Büttenredner auch die Verkehrssituation: „Mit fünf Autos isch die Abbiegespur scho voll, des klappt ja it so toll.“
Thematisch ausgiebig hat sich Niedermaier zudem mit dem rätlichen Sparansinnen von Seiten der CDU beschäftigt. Ihr galt die Anmerkung: „Des alles duat dr CDU no it reiche, die wend gern de Weltspartag zum Feiertag erhebe.“. Eine „geniale“ Idee zur Umsetzung hatte der Reisende für den – immer noch nicht erbauten – Citypark im Gepäck: Mit seinem Vorschlag, aus der Baugrube einen Fischweiher samt „einem Rasen außen rum“ zu machen, stieß er auf große Zustimmung.
Mit seiner weniger gesprächigen Partnerin Rezina trat Flaschensammler Michael Pfau auf den Plan: „Ich bin der Erich und kümmere mich um die ganzen Flaschen in der Stadt.“ Schlauer als Wulff sei außerdem sein Sohn, so der in Lumpen Gekleidete: „Er hat es verstanden, sich auf den PET-Rücknahmezentralrechner von Lidl einzuhacken und lässt Spenden direkt auf sein Konto fließen."
Für eine „Überraschung“ war einmal mehr Moderator Wolli Locher gut. Er knüpfte an die gräfliche Ballnacht mit Biss der Tettnanger Zunft an: Mit erotischem Timbre in der Stimme trug der Saalchef seinen in Strapsen und kurzem schwarzen Höschen gezwängten Köper lasziv singend zur Schau. Weiterhin war der Vizezunftmeister in der Bütt zugange und lieferte eine, so Co-Moderator Thomas Raab, gern geforderte Wiederholung seines Auftritts der todernsten Sitzung: „Ich will einmal eine so schlechte Rede halten wie die Kameraden in Mainz.“
Ein Narrenmarsch als Rap? Auch dies dürfte in Zukunft kein Fremdwort sein. Mit ihren Narrenmarsch-Variationen, die als Samba, Walzer, Swing und Rap den „Zunftmeister“ zu „Lobeshymnen“ veranlasste, trug die Stadtkapelle zu einem der Höhepunkte des Abends bei und erntete reichlich Applaus. Diesen erhielt zudem auch der gut auftretende Fanfarenzug.
„In 35 Sekunden musst Du den Witz verstanden haben, sonst ist er vorbei“, kündigte schmunzelnd Raab die Sketche von „Rich“ und „Hase“ an, die ein Paar mimten und bei denen vergiftete Tatort-Spätzle und eine Liebesnacht eine Rolle spielten.
„Großes Lob“, so Raab, gilt der Arbeit von Tanja Geilenkirchen. Ihre Choreografie für Narrensamen, Hopfensprossen sowie Zunftballett „ist vom Feinsten“ und forderte berechtigte Zugaben. Für weitere Unterhaltung sorgte die Tanzband Lollipop, die dem gut gelaunten Publikum Gelegenheit bot, bis spät in die Nacht zu feiern und die letzten Tage der Fasnet zu genießen.
(Erschienen: 21.02.2012 17:35)

In Zukunft dürfte das Müllabfuhrproblem (Niedermaier: „I schau, was de Nachbar naus stellt, dann stell i des au naus“) anhand einer „Gelbe-Säcke-Walking-Slalom-Strecke“ Tettnangs Bürger fit und weiter in Bewegung halten, so die Meinung von Niedermaier. Unter die Lupe genommen hat der Büttenredner auch die Verkehrssituation: „Mit fünf Autos isch die Abbiegespur scho voll, des klappt ja it so toll.“
Thematisch ausgiebig hat sich Niedermaier zudem mit dem rätlichen Sparansinnen von Seiten der CDU beschäftigt. Ihr galt die Anmerkung: „Des alles duat dr CDU no it reiche, die wend gern de Weltspartag zum Feiertag erhebe.“. Eine „geniale“ Idee zur Umsetzung hatte der Reisende für den – immer noch nicht erbauten – Citypark im Gepäck: Mit seinem Vorschlag, aus der Baugrube einen Fischweiher samt „einem Rasen außen rum“ zu machen, stieß er auf große Zustimmung.
Mit seiner weniger gesprächigen Partnerin Rezina trat Flaschensammler Michael Pfau auf den Plan: „Ich bin der Erich und kümmere mich um die ganzen Flaschen in der Stadt.“ Schlauer als Wulff sei außerdem sein Sohn, so der in Lumpen Gekleidete: „Er hat es verstanden, sich auf den PET-Rücknahmezentralrechner von Lidl einzuhacken und lässt Spenden direkt auf sein Konto fließen."
Für eine „Überraschung“ war einmal mehr Moderator Wolli Locher gut. Er knüpfte an die gräfliche Ballnacht mit Biss der Tettnanger Zunft an: Mit erotischem Timbre in der Stimme trug der Saalchef seinen in Strapsen und kurzem schwarzen Höschen gezwängten Köper lasziv singend zur Schau. Weiterhin war der Vizezunftmeister in der Bütt zugange und lieferte eine, so Co-Moderator Thomas Raab, gern geforderte Wiederholung seines Auftritts der todernsten Sitzung: „Ich will einmal eine so schlechte Rede halten wie die Kameraden in Mainz.“
Ein Narrenmarsch als Rap? Auch dies dürfte in Zukunft kein Fremdwort sein. Mit ihren Narrenmarsch-Variationen, die als Samba, Walzer, Swing und Rap den „Zunftmeister“ zu „Lobeshymnen“ veranlasste, trug die Stadtkapelle zu einem der Höhepunkte des Abends bei und erntete reichlich Applaus. Diesen erhielt zudem auch der gut auftretende Fanfarenzug.
„In 35 Sekunden musst Du den Witz verstanden haben, sonst ist er vorbei“, kündigte schmunzelnd Raab die Sketche von „Rich“ und „Hase“ an, die ein Paar mimten und bei denen vergiftete Tatort-Spätzle und eine Liebesnacht eine Rolle spielten.
„Großes Lob“, so Raab, gilt der Arbeit von Tanja Geilenkirchen. Ihre Choreografie für Narrensamen, Hopfensprossen sowie Zunftballett „ist vom Feinsten“ und forderte berechtigte Zugaben. Für weitere Unterhaltung sorgte die Tanzband Lollipop, die dem gut gelaunten Publikum Gelegenheit bot, bis spät in die Nacht zu feiern und die letzten Tage der Fasnet zu genießen.
(Erschienen: 21.02.2012 17:35)

































